Parkverbot Parkplatz Parkkralle Aufmacher Collage Schild pexels / ams

Parkkralle, Ventilwächter und Co.

Zeche prellen läuft nicht

Gegen diese Teile sind Strafzettel ein Kindergeburtstag. Die fiesesten Blockaden für Parksünder machen eine Weiterfahrt unmöglich – von der Sichtbehinderung bis zum platten Reifen ist alles dabei.

Falschparker sind ein lästiges Problem, das in Ballungsgebieten auch mal stark konzentrieren auftreten kann. Eine solche Situation provoziert kreative Lösungsansätze von Behörden und Gemeinden, um künftige Stillstand-Rowdies abzuschrecken. Wir haben die fiesesten Maßnahme zusammengestellt, die den Parkwächtern dabei zur Verfügung stehen.

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Kein Entkommen: Parkkrallen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen für jegliche Fahrzeugtypen vom Sportwagen bis zum Reisebus.

Der Klassiker unter den Festsetzungs-Werkzeugen ist sicherlich die Parkkralle. Die Vorrichtung wird an der Felge eines Autos schlossgesichert festgespannt und macht ein Wegfahren quasi unmöglich. Wer es dennoch versucht, riskiert schwere Schäden am Fahrzeug und wer die Kralle entfernt, macht sich in der Regel strafbar. Die gemeinen Klammern gibt es auch für Privatpersonen in unterschiedlicher Form und Größe zu kaufen. Sie lassen sich je nach Ausführung auch an Anhängern, Motorrädern oder Fahrrädern anbringen, um diese an der Weiterfahrt zu hindern. Aber Achtung, schnell ist hier der Tatbestand der Nötigung erreicht. Umgekehrt funktionieren die Parkkrallen bei bewusster Anbringung am eigenen Fahrzeug auch als Diebstahlschutz.

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Der Ventilwächter sieht nicht gefährlich aus, legt ihr Auto aber bereits nach wenigen Metern durch Plattfuß lahm.

Plattfuß nach 600 Metern

Klein und gemein ist auch der sogenannte „Ventilwächter“, der ausschließlich von Polizei und Behörden eingesetzt werden darf, um die Autos säumiger Zahler festzusetzen. Mit einem Schloss gesichert, wird der kleine gelbe „Wächter“ auf einem oder gleich mehreren Reifenventilen platziert. Tritt man dessen ungeachtet die Fahrt an, sorgt die Vorrichtung dafür, dass die Luft aus dem Reifen strömt und nach spätestens 600 Metern steht man mit einem oder mehreren Plattfüßen da. In einigen Gemeinden pappt so ein Teil auch dann am Reifen, wenn etwa die Rundfunkgebühr nicht gezahlt wurde, oder sonstige Rechnungen von öffentlicher Seite auf Ausgleich warten. Damit wird das Auto des Schuldners quasi als Pfand genommen.

Barnacle Parkkralle Fenster
Barnacle
Wer nichts mehr sieht, kann nicht mehr fahren. Bezahlt wird zum Beispiel per App, die im Gegenzug einen Entriegelungscode übermittelt.

Eine neue Dimension erreicht der Barnacle Immobilizer, den es jetzt in den USA gibt. Die aufklappbare Platte wird außen auf die Windschutzscheibe gelegt, wo sie sich mittels Saugnäpfen und integrierter Unterdruckpumpe bombenfest saugt. Wer jetzt glaubt, er könne wie der Joker in „Batman Dark Knight“ einfach zum Fahren mit freiem Sichtfeld den Kopf aus der Seitenscheibe strecken, irrt sich. Denn der Immobilizer ist mit einem GPS-Tracker versehen, um den Flüchtigen jederzeit orten zu können. Fairerweise liefert Anbieter Barnacle direkt noch eine App mit, über die ein sichtblockierter Parksünder direkt bezahlen kann, um einen Entriegelungscode zu erhalten. Für die gelösten Immobilizer stehen dann entsprechende Rückgabe-Behälter in den Parkzonen bereit.

Ebenfalls eine neue technische Lösung sind Bodensensoren, die bereits von einigen Supermarkt-Betreibern eingesetzt werden. Diese messen minutengenau, wie lange ein Auto auf einer Fläche verweilt. Sobald Sie auf einem Parkplatz stehen, beginnt Ihre Uhr abzulaufen. Überschreiten Sie die zulässige Parkdauer, wird ein Alarm an den entsprechenden Überwachungs-Dienstleister gesendet, der sich sogleich aufmacht, um Sie mit einem Knöllchen zu bedenken – oder im ungünstigsten Fall abschleppen zu lassen.

Parken Pkw-Zusatzschild
Das kann Sie erwischen: Parkkralle und Co.
1:42 Min.

Die einfache Lösung

Insgesamt kann es einen deutlich härter treffen, als ein Knöllchen unter dem Wischerblatt zu finden. Glücklicherweise gibt es eine ganz einfach Lösung für dieses Problem: Parken Sie innerhalb markierter oder entsprechend ausgewiesener Bereiche, überziehen Sie nicht und bezahlen Sie Ihre Zeche. Der einfachste Weg, um mobil zu bleiben.

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Ein Vergleichsportal hat ermittelt, wo es die meisten Punktesünder gibt.

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