Im Jahr zuvor hatten Anleger noch 2,31 Euro je Aktie erhalten. Jetzt empfiehlt der Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Ausschüttung von einem Euro pro Vorzugsaktie. Damit würde die Dividende um 57 Prozent sinken.
Die endgültige Entscheidung trifft die Hauptversammlung. Üblicherweise folgt sie jedoch dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Auszahlung erfolgt anschließend über die depotführenden Banken.
Gewinnrückgang spiegelt sich in der Ausschüttung
Die deutlich niedrigere Dividende steht im Zusammenhang mit der Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres. Porsche hatte 2025 einen massiven Einbruch beim operativen Ergebnis verzeichnet.
Der Gewinn sank von 5,64 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 413 Millionen Euro im Jahr 2025. Das entspricht einem Rückgang von rund 92,7 Prozent. Auch Umsatz und Auslieferungen entwickelten sich rückläufig, wenn auch deutlich weniger stark als das Ergebnis.
Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch hohe Sonderaufwendungen. Porsche investiert weiterhin parallel in mehrere Antriebstechnologien und passt gleichzeitig seine Elektromobilitätsstrategie an. Zusätzlich wirkten sich Belastungen im internationalen Geschäft sowie ein schwächerer Markt in China auf das Ergebnis aus.
Rückblick auf frühere Porsche-Dividenden
Die geplante Ausschüttung für 2025 liegt deutlich unter dem Niveau der vergangenen Jahre. Für das Geschäftsjahr 2024 und auch 2023 hatte Porsche jeweils eine Dividende von 2,31 Euro pro Vorzugsaktie gezahlt.
In den Jahren zuvor war die Dividende deutlich niedriger ausgefallen. Für das Geschäftsjahr 2022 hatte Porsche 1,01 Euro je Vorzugsaktie gezahlt. Mit der aktuellen Empfehlung würde die Ausschüttung damit wieder in etwa auf dieses Niveau zurückfallen.
Aktionärsstruktur bei Porsche
Die frei handelbaren Aktien der Porsche AG sind Vorzugsaktien. Sie gewähren kein Stimmrecht auf der Hauptversammlung, werden dafür jedoch bei der Dividende bevorzugt berücksichtigt.
Die Stammaktien liegen vollständig bei der Volkswagen AG und bei der Porsche SE. Die Porsche SE ist zugleich größter Anteilseigner von Volkswagen.











