07/2020, Stellantis Logo Stellantis
Jeep Compass Front Seite Fahrbild
10/2019, Hennessey Maximus 1.000
Jeep Grand Cherokee Trackhawk 2018
Jeep Renegade Facelift Modelljahr 2019 6 Bilder

PSA und FCA-Fusion

Neuer Mega-Konzern heißt Stellantis

Peugeot S.A. (Groupe PSA) und Fiat Chrysler Automobiles N.V. (FCA) schließen sich zum weltweit viertgrößten Autobauer zusammen. Nach Umsatzstärke ist die Verbindung sogar die Nummer 3 weltweit. Künftig soll der Konzern Stellantis heißen.

Wie der französische Autokonzern PSA und auch FCA im Dezember 2019 mitteilten, habe man eine verbindliche Zusammenschlussvereinbarung ("Binding Combination Agreement”) über einen 50/50-Merger ihrer jeweiligen Geschäfte unterzeichnet.

Fest steht mittlerweile: Das Kind hat einen Namen. Der zusammengeschlossene Konzern soll "Stellantis" heißen, wie PSA in einer Pressemitteilung bekanntgibt. Der Name leitet sich aus dem lateinischen Wort "stello" ab, was so viel bedeutet wie "mit Sternen aufhellen". Der nächste Schritt wird die Enthüllung des neuen Logos sein. Die Namen und Logos der Gründungskonzerne bleiben indes als solche bestehen.

Faire Preise für Endkunden durch gesunde Konkurrenz

Die EU-Kommission hegt jedoch nun Bedenken und will eine vertiefte Prüfung der Mega-Fusion eingeleitet haben. Die könnte bis 22. Oktober 2020 dauern. Brüssel rechtfertigt den Schritt damit, dass durch die Fusion der Wettbewerb bei den leichten Nutzfahrzeugen eingeschränkt sein könnte. Beide Autobauer sind in dem Segment der Lieferfahrzeuge bis 3,5 Tonnen in vielen Märkten mit hohen Marktanteilen vertreten. "Geschäftlich genutzte Vans und Transporter sind wichtig für Einzelpersonen, den Mittelstand und große Unternehmen, wenn sie ihre Waren oder Dienstleistungen zum Kunden bringen wollen", erklärt die zuständige Kommissions-Vizepräsidentin Margrethe Vestager. "Wir werden sorgfältig überprüfen, ob die vorgeschlagene Transaktion einen negativen Effekt auf den Wettbewerb in diesen Märkten hätte." Das Ziel sei eine gesunde Konkurrenzsituation mit fairen Preisen für die Endkunden.

06/2019; Fiat Ducato Facelift MY 2020
Fiat-Chrysler FCA
Der neue Konzern dürfte vor allem im Nutzfahrzeug-Geschäft seine Stärken ausspielen.

Das kombinierte Unternehmen wird auf jährlich 8,7 Millionen verkaufte Fahrzeuge kommen – bei einem Umsatz von fast 170 Milliarden Euro, einem operativen Gewinn von mehr als 11 Milliarden Euro und einer operativen Marge von 6,6 Prozent. (Die Zahlen beziehen sich alle auf die Phase vor Ausbruch der Corona-Pandemie.) Durch den Zusammenschluss kann die Nutzung von gemeinsamen Plattformen, Motorenfamilien und neuen Technologien erheblich Synergieeffekte darstellen. Zusätzlich ist die Einkaufsleistung deutlich verbessert.

Carlos Tavares wird Konzernchef

Chef des Mega-Konzerns wird für die kommenden fünf Jahre Peugeot-CEO Carlos Tavares werden. John Elkann, Chairman der Fiat Chrysler Automobiles N.V., wird Chef des Verwaltungsrates, in dem elf Mitglieder (5 von FCA, 6 von PSA) sitzen. FCA wird seine Stärke aus dem Nord- und Südamerika-Geschäft und PSA sein Europapotenzial mit einbringen. Synergien sieht man in nahezu allen Bereichen vom Pkw- bis zum Nutzfahrzeuggeschäft sowie auch in der Entwicklung, bei Elektroautos, Vernetzung und dem Thema Autonomes Fahren. Das jährliche Sparpotenzial beziffert FCA auf rund 3,7 Milliarden Euro. Werksschließungen in Folge des Zusammenschlusses sowie betriebsbedingte Kündigungen schließen die Unternehmen aus.

Carlos Tavares, Porträt
ddp-images
Der bisherige PSA-Chef Carlos Tavares soll auch Stellantis-Boss werden.

Die in den Niederlanden ansässige Muttergesellschaft der neuen Gruppe wird an der Euronext (Paris), der Borsa Italiana (Mailand) und der New Yorker Börse notiert

Gespräche mit Renault waren gescheitert

Im Sommer 2019 hatte Fiat-Chrysler bereits mit dem französischen PSA-Konkurrenten Renault über ein Zusammengehen verhandelt. Die Gespräche scheiterten aber an Einsprüchen der französischen Regierung, die an Renault beteiligt ist, sowie der Ablehnung des Renault-Allianzpartners Nissan.

Der neue Mega-Konzern führt die Marken Peugeot, Citroën, DS, Opel, Fiat, Lancia, Alfa Romeo, Maserati, Chrysler, Dodge, Ram und Jeep unter einem Dach zusammenführen und erreicht einen Börsenwert von rund 45 Milliarden Euro.

Umfrage

393 Mal abgestimmt
Sichert nur der Zusammenschluss PSA und FCA künftig das Überleben?
Ja. Nur die Großen überleben.
Nein. Als Kleiner ist man flexibler.

Fazit

Mit der Namensgebung ist der neue Autokonzern einen Schritt weiter. Bleibt abzuwarten, wie sich die EU-Wettbewerbshüter Stellantis gegenüber verhalten. Sollte es das Okay aus Brüssel geben, ist hier auf jeden Fall ein neuer Riesen-Player erwachsen.

Fiat
Artikel 0 Tests 0 Baureihen 0 Videos 0
Alles über Fiat