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PSA und FCA-Fusion

EU-Bedenken gegen die Auto-Ehe

Peugeot S.A. (Groupe PSA) und Fiat Chrysler Automobiles N.V. (FCA) schließen sich zum weltweit viertgrößten Autobauer zusammen. Nach Umsatzstärke ist die Verbindung sogar die Nummer 3 weltweit.

Wie der französische Autokonzern PSA und auch FCA am Mittwoch (18.12.2019) mitteilten, habe man eine verbindliche Zusammenschlussvereinbarung ("Binding Combination Agreement”) über einen 50/50-Merger ihrer jeweiligen Geschäfte unterzeichnet. Die EU-Kommission hegt jedoch nun Bedenken und will eine vertiefte Prüfung der Mega-Fusion eingeleitet haben. Und die könnte bis 22. Oktober 2020 dauern.

Faire Preise für Endkunden durch gesunde Konkurrenz

Brüssel rechtfertigt den Schritt damit, dass durch die Fusion der Wettbewerb bei den leichten Nutzfahrzeugen eingeschränkt sein könnte. Beide Autobauer sind in dem Segment der Lieferfahrzeuge bis 3,5 Tonnen in vielen Märkten mit hohen Marktanteilen vertreten. "Geschäftlich genutzte Vans und Transporter sind wichtig für Einzelpersonen, den Mittelstand und große Unternehmen, wenn sie ihre Waren oder Dienstleistungen zum Kunden bringen wollen", erklärt die zuständige Kommissions-Vizepräsidentin Margrethe Vestager. "Wir werden sorgfältig überprüfen, ob die vorgeschlagene Transaktion einen negativen Effekt auf den Wettbewerb in diesen Märkten hätte." Das Ziel sei eine gesunde Konkurrenzsituation mit fairen Preisen für die Endkunden.

PSA und FCA wollen ihr Zusammengehen bis März 2020 abgeschlossen haben. Daher wolle man konstruktiv mit der EU-Kommission zusammen arbeiten. Wettbewerbsbehörden aus den USA, China, Japan und Russland haben bereits der Fusion zugestimmt.

Das kombinierte Unternehmen wird auf jährlich 8,7 Millionen verkaufte Fahrzeuge kommen – bei einem Umsatz von fast 170 Milliarden Euro, einem operativen Gewinn von mehr als 11 Milliarden Euro und einer operativen Marge von 6,6 Prozent. Durch den Zusammenschluss kann die Nutzung von gemeinsamen Plattformen, Motorenfamilien und neuen Technologien erheblich Synergieeffekte darstellen. Zusätzlich ist die Einkaufsleistung deutlich verbessert.

Chef des Mega-Konzerns wird für die kommenden fünf Jahre Peugeot-CEO Carlos Tavares werden. John Elkann, Chairman der Fiat Chrysler Automobiles N.V., wird Chef des Verwaltungsrates, in dem elf Mitglieder (5 von FCA, 6 von PSA) sitzen. FCA wird seine Stärke aus dem Nord- und Südamerika-Geschäft und PSA sein Europapotenzial mit einbringen. Synergien sieht man in nahezu allen Bereichen vom Pkw- bis zum Nutzfahrzeuggeschäft sowie auch in der Entwicklung, bei Elektroautos, Vernetzung und dem Thema Autonomes Fahren. Das jährliche Sparpotenzial beziffert FCA auf rund 3,7 Milliarden Euro. Werksschließungen in Folge des Zusammenschlusses sowie betriebsbedingte Kündigungen schließen die Unternehmen aus.

Die in den Niederlanden ansässige Muttergesellschaft der neuen Gruppe wird an der Euronext (Paris), der Borsa Italiana (Mailand) und der New Yorker Börse notiert

Gespräche mit Renault waren gescheitert

Im Sommer 2019 hatte Fiat-Chrysler bereits mit dem französischen PSA-Konkurrenten Renault über ein Zusammengehen verhandelt. Die Gespräche scheiterten aber an Einsprüchen der französischen Regierung, die an Renault beteiligt ist, sowie der Ablehnung des Renault-Allianzpartners Nissan.

Der neue Mega-Konzern führt die Marken Peugeot, Citroën, DS, Opel, Fiat, Lancia, Alfa Romeo, Maserati, Chrysler, Dodge, Ram und Jeep unter einem Dach zusammenführen und erreicht einen Börsenwert von rund 45 Milliarden Euro.

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