Start der Sommerferien: Auf diesen Strecken drohen lange Staus

Start der Sommerferien
Auf diesen Strecken drohen lange Staus

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.06.2026
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Stau
Foto: Canetti via Getty Images

Bereits am Freitagnachmittag (26.6.) dürfte das Verkehrsaufkommen deutlich ansteigen. Viele Urlauber starten direkt nach Schulschluss oder Feierabend in Richtung Nord- und Ostsee, Alpenraum oder Süden Europas. Auch Reisende aus Skandinavien sowie Urlauber ohne feste Ferienbindung sorgen für zusätzlichen Verkehr.

Am Samstag (27.6.) erwartet der ADAC den stärksten Reisetag des Wochenendes. Neben Ferienreisenden werden zahlreiche Tagesausflügler unterwegs sein. Die anhaltend hohen Temperaturen dürften zusätzlich für Verkehr auf den Zufahrtsstraßen zu Seen, Küstenregionen und Ausflugszielen sorgen. Am Sonntag setzt anschließend der Rückreiseverkehr der Wochenendausflügler ein.

Diese Autobahnen sind besonders betroffen

Auf zahlreichen Fernstraßen rechnet der ADAC mit längeren Staus und stockendem Verkehr. Besonders belastet werden die klassischen Nord-Süd-Verbindungen sowie die Strecken in Richtung Alpen und Küsten.

Betroffen sind vor allem:

  • A1 Fehmarn – Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
  • A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Magdeburg
  • A3 Arnheim – Köln – Frankfurt sowie Passau – Linz
  • A4 Aachen – Köln – Olpe sowie Dresden – Görlitz
  • A5 Kassel – Frankfurt sowie Karlsruhe – Basel
  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel sowie Ulm – Füssen
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 Berlin – Leipzig – Nürnberg – München
  • A10 Berliner Ring
  • A20 Lübeck – Rostock
  • A21 Kiel – Bargteheide
  • A23 Hamburg – Heide
  • A24 Hamburg – Berliner Ring
  • A45 Dortmund – Hagen – Gießen
  • A59 Köln – Bonn
  • A61 Mönchengladbach – Koblenz
  • A81 Singen – Stuttgart
  • A95 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A96 Lindau – München
  • A99 Autobahnring München

Vollsperrungen und Baustellen verschärfen die Lage

Zusätzlich zum Ferienverkehr sorgen mehrere größere Baustellen und Sperrungen für Behinderungen. Besonders relevant ist die Vollsperrung der A1 zwischen Hamburg-Harburg und Hamburg-Stillhorn.

Weiterhin bestehen erhebliche Einschränkungen auf der A565 in Bonn. Wegen der Schäden an der Nordbrücke bleibt die Strecke zwischen dem Dreieck Bonn-Nordost und dem Kreuz Bonn-Nord in beiden Richtungen bis auf Weiteres gesperrt. Auch die A59 zwischen Düsseldorf und Köln sowie die A66 bei Wiesbaden bleiben von langfristigen Baustellen betroffen. Hinzu kommen die Bauarbeiten auf der A7 südlich von Hamburg und auf der A44 im Ruhrgebiet. Umleitungen sind ausgeschildert, dennoch müssen Verkehrsteilnehmer zusätzliche Fahrzeiten einkalkulieren.

Tirol setzt weiter auf Abfahrtssperren

Wer in Richtung Österreich unterwegs ist, muss sich erneut auf Verkehrsmaßnahmen einstellen. In Tirol gelten weiterhin die bekannten Abfahrtssperren. Sie sollen verhindern, dass Autofahrer bei Stau die Autobahn verlassen und durch Ortschaften ausweichen.

Betroffen sind unter anderem die Regionen entlang der Inntalautobahn A12, der Brennerroute sowie mehrere Ausweichstrecken rund um Kufstein, Imst und Reutte. Die Regelungen gelten an Samstagen, Sonn- und Feiertagen zwischen 7:00 Uhr und 19:00 Uhr.

Zusätzlich wird die Fernpass-Route B179 am Samstag zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr wegen einer Demonstration gesperrt. Bereits vor und nach der Sperrung wird dort mit erheblichen Verkehrsproblemen gerechnet. Auch im Ausland drohen längere Wartezeiten. Auf den klassischen Urlaubsrouten im Ausland nimmt das Verkehrsaufkommen ebenfalls deutlich zu. In mehreren europäischen Ländern haben die Sommerferien bereits begonnen.

Stau-Strecken in Österreich

  • A10 Tauernautobahn
  • A12 Inntalautobahn
  • A13 Brennerautobahn
  • Fernpass B179
  • A14 Rheintalautobahn

Stau-Strecken in der Schweiz

  • A2 Gotthard-Route
  • A1 Bern – Zürich
  • A3 Basel – Zürich
  • A13 San-Bernardino-Route

Stau-Strecken in Italien

  • A22 Brennerroute
  • A9/A7 Mailand – Genua

Auch auf den Fernstrecken zu den Küsten Kroatiens, Frankreichs und der Niederlande muss mit Verzögerungen gerechnet werden.

Grenzkontrollen sorgen für Staus

Seit Mai 2025 werden an allen deutschen Grenzen wieder verstärkte Einreisekontrollen durchgeführt. Vor allem an stark frequentierten Autobahnübergängen müssen Reisende deshalb teilweise mit längeren Wartezeiten rechnen. Besonders betroffen sind die Grenzübergänge auf der A3 bei Suben, auf der A8 am Walserberg und auf der A93 bei Kiefersfelden in Richtung Österreich. Verzögerungen sind außerdem an den Übergängen Ludwigsdorf (A4), Frankfurt/Oder (A12) und Forst (A15) an der Grenze zu Polen sowie auf der A7 bei Ellund an der deutsch-dänischen Grenze möglich.

Auch bei Reisen in Richtung Slowenien, Kroatien, Griechenland oder Türkei sollten längere Wartezeiten an den Grenzen einkalkuliert werden.

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