Mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg haben inzwischen alle Bundesländer Sommerferien. Während viele Urlauber jetzt ihre Reise antreten, befinden sich andere bereits auf dem Heimweg. So enden in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland die Ferien, wodurch sich auch der Rückreiseverkehr deutlich verstärkt. Zudem sind aus den Niederlanden zahlreiche Urlauber unterwegs, da dort ebenfalls eine weitere Ferienwelle beginnt.
Bereits am Freitagnachmittag (24.7.) droht der stärkste Reiseverkehr. Auch am Samstagvormittag müssen Autofahrer auf vielen Strecken mit langen Verzögerungen rechnen. Am Sonntag sorgen Heimreisende zusätzlich für volle Autobahnen. Bei sommerlichem Wetter kommen Ausflügler hinzu, sodass sich insbesondere auf den Zufahrten zu Küsten, Seen, Mittelgebirgen und den Alpen weitere Staus bilden können.
Diese Autobahnen sind besonders betroffen
- A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Köln
- A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
- A3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt sowie Linz – Passau
- A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe sowie Dresden – Görlitz
- A5 Darmstadt – Karlsruhe – Basel sowie Kassel – Frankfurt
- A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
- A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel sowie Ulm – Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
- A10 Berliner Ring
- A11 Berliner Ring – Kreuz Uckermark
- A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
- A20 Lübeck – Rostock
- A21 Kiel – Bargteheide
- A23 Hamburg – Heide
- A24 Hamburg – Schwerin – Pritzwalk – Berliner Ring
- A27 Bremen – Bremerhaven
- A31 Gronau – Meppen
- A38 Göttingen – Halle
- A40 Duisburg – Essen
- A44 Dortmund – Kassel
- A45 Dortmund – Hagen – Gießen
- A59 Köln – Bonn
- A61 Mönchengladbach – Koblenz
- A81 Singen – Stuttgart – Heilbronn
- A95 München – Garmisch-Partenkirchen
- A96 Lindau – München
- A99 Autobahnring München
Vollsperrungen und Baustellen verschärfen die Lage
Neben dem Ferienverkehr bremsen rund 1.000 Baustellen den Verkehr zusätzlich aus. Hinzu kommen mehrere Vollsperrungen auf wichtigen Fernstraßen, die insbesondere am Wochenende für weitere Verzögerungen sorgen können.
Von Freitag (24.7.), 23:00 Uhr, bis Sonntag (26.7.), 5:00 Uhr, ist die A4 zwischen Bad Hersfeld und der Behelfsausfahrt Sorga in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Bereits am Donnerstagabend (23.7.) beginnt auf der A40 zwischen Mülheim-Winkhausen und dem Dreieck Essen-Ost eine Vollsperrung, die bis Donnerstag (30.7.), 5:00 Uhr, andauert. Dort wird die Fahrbahn auf rund 5,8 Kilometern erneuert.
Ebenfalls betroffen ist die A46 in Fahrtrichtung Wuppertal zwischen Wuppertal-Barmen und Wuppertal-Wichlinghausen. Der Abschnitt ist von Freitag (24.7.), 19:00 Uhr, bis Montag (27.7.), 5:00 Uhr, gesperrt. Auf der A61 kommt es in beiden Fahrtrichtungen im Raum Mönchengladbach zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen zu Vollsperrungen. Zusätzlich bestehen langfristige Einschränkungen auf der A44 am Tunnel Birth sowie auf der A27 im Raum Bremen. Der ADAC weist darauf hin, dass kurzfristige Änderungen der Verkehrsführung oder weitere Sperrungen jederzeit möglich sind.
Tirol setzt weiter auf Abfahrtssperren
Wer über Österreich in den Urlaub fährt, muss sich auch am kommenden Wochenende auf zusätzliche Verkehrsmaßnahmen einstellen. In Tirol gelten weiterhin die bekannten Abfahrtssperren. Sie sollen verhindern, dass Autofahrer bei Stau die Autobahn verlassen und auf Ausweichstrecken durch Ortschaften fahren.
Die Fahrverbote gelten seit dem 1. Mai an Samstagen, Sonn- und Feiertagen jeweils zwischen 7:00 Uhr und 19:00 Uhr. Betroffen sind mehrere Landesstraßen in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte. Die nächste Blockabfertigung für den Lkw-Verkehr auf der A93 ist für Montag (27.7.) vorgesehen. Am Wochenende ist außerdem mit zusätzlichem Verkehr auf den Routen Richtung Ungarn zu rechnen. Grund ist der Formel-1-Grand-Prix in Budapest. Besonders auf der A1 zwischen Linz und Wien sowie auf der A4 Ostautobahn in Richtung Nickelsdorf dürfte es zu mehr Verkehr und ggf. Staus kommen.
Stau-Strecken in Österreich
- A1 Westautobahn
- A4 Ostautobahn
- A9 Pyhrnautobahn
- A10 Tauernautobahn
- A11 Karawankenautobahn
- A12 Inntalautobahn
- A13 Brennerautobahn
- A14 Rheintalautobahn
- B197 Arlbergstraße
- Fernpass B179
Stau-Strecken in der Schweiz
- A1 Bern – Zürich – St. Margrethen
- A2 Gotthard-Route
- A3 Basel – Zürich – Chur
- A13 San-Bernardino-Route
Stau-Strecken in Italien
- A22 Brennerroute
- A23 Villach – Udine
- A4 Verona – Venedig – Triest
- A7 Mailand – Genua
- A1 Modena – Bologna – Florenz
In den Niederlanden sorgen zusätzlich zwei wichtige Autobahnsperrungen für Behinderungen. Auf der A12 zwischen Arnheim und Utrecht ist die Fahrtrichtung Utrecht von Freitagabend bis Montagmorgen gesperrt. Drei Umleitungsstrecken sind eingerichtet, dennoch müssen Autofahrer mit mindestens 30 Minuten längerer Fahrzeit rechnen. Ebenfalls gesperrt bleibt der Wijkertunnel auf der A9 zwischen Beverwijk und Heemskerk. Dort können die Umleitungen die Fahrzeit um mindestens eine Stunde verlängern. Auch auf den Fernstrecken zu den Küsten Kroatiens und Frankreichs, auf den Hauptrouten von und nach Polen sowie Tschechien und auf den Transitstrecken Richtung Griechenland und Türkei ist mit langen Verzögerungen zu rechnen. Grenzkontrollen sorgen weiterhin für Verzögerungen.
Seit Mai 2025 finden an allen deutschen Außengrenzen wieder verstärkte Einreisekontrollen statt. Vor allem an stark frequentierten Autobahnübergängen müssen Reisende deshalb zusätzliche Wartezeiten einplanen. Besonders betroffen sind die Grenzübergänge auf der A3 bei Suben, auf der A8 am Walserberg und auf der A93 bei Kiefersfelden. Verzögerungen sind außerdem auf der A4 bei Ludwigsdorf, auf der A12 bei Frankfurt (Oder), auf der A15 bei Forst sowie auf der A7 bei Ellund an der dänischen Grenze möglich. Auch bei Fahrten nach Slowenien, Kroatien, Griechenland und in die Türkei sollten Autofahrer mehr Zeit einplanen.
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