Das Montana-Loophole basiert auf einer Gesetzeslücke, die es ermöglicht, Fahrzeuge über eine Limited Liability Company (LLC) in Montana zu registrieren. Da Montana keine Verkaufssteuer auf Fahrzeuge erhebt, sparen Käufer so bis zu 10 % des Fahrzeugwerts. Besonders bei Supersportwagen wie dem Ferrari F12tdf oder dem Lamborghini Aventador Ultimae summieren sich diese Einsparungen auf zehntausende Dollar.
Die rechtlichen Konsequenzen
Die Anklage umfasst 56 Vorwürfe, darunter Steuerhinterziehung, Meineid und Geldwäsche. Laut den Ermittlern wurden gefälschte Dokumente eingereicht, um die Nutzung der Fahrzeuge außerhalb Kaliforniens vorzutäuschen. Textnachrichten zwischen den Beschuldigten belegen die bewusste Umgehung der kalifornischen Steuergesetze.
Die betroffenen Fahrzeuge
Zu den Fahrzeugen, die im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen, gehören exklusive Modelle wie der McLaren Elva, der Porsche 918 Spyder und der Ferrari SF90. Auch Luxus-SUVs wie der Lamborghini Urus und der BMW X7 sind betroffen. Diese Fahrzeuge wurden in Kalifornien genutzt, obwohl sie offiziell in Montana registriert waren.
Die Rolle der Autohändler
Neben den Fahrzeugbesitzern stehen auch hunderte Autohändler im Fokus der Ermittlungen. Seit 2023 wurden über 2.500 Fahrzeugverkäufe registriert, bei denen Käufer angaben, ihre Autos in Montana zu nutzen. Die Behörden vermuten, dass viele Händler aktiv an der Steuerhinterziehung beteiligt waren.
Auswirkungen auf andere Bundesstaaten
Das Problem beschränkt sich nicht nur auf Kalifornien. Auch in Staaten wie Washington und Colorado wird das Montana-Loophole genutzt. Die Nähe Montanas zu Washington macht es dort besonders einfach, Fahrzeuge mit Montana-Kennzeichen zu registrieren. In Colorado erschweren hohe jährliche Fahrzeugsteuern die Situation zusätzlich.












