Formel 1 Team - Scuderia Ferrari

Formel 1 Team Scuderia Ferrari

Die Scuderia Ferrari ist der erfolgreichste Rennstall in der Geschichte der Formel 1. Fest verbunden mit den Erfolgen der Italiener ist auch ein deutscher Rennfahrer. Wir blicken noch einmal zurück in die Vergangenheit.

WM-Punkte

Berichte

Aktuell Analyse des Duells Ferrari vs. McLaren Wer ist die dritte Kraft?

Zwei Traditionsteams kämpfen in der Formel 1 auf Augenhöhe um den dritten WM-Platz. Wo liegen die Stärken und Schwächen von Ferrari und McLaren?

Leclercs nächster Husarenritt Ferrari wird zum Allrounder GP Aserbaidschan

In Baku eroberte Ferrari die nächste Pole und überraschte sich selbst. Der SF21 ist im Gegensatz zum Vorgänger ein aerodynamisch effizientes Auto.

Ferrari leitet Trendwende ein Der Plan zurück zum Erfolg GP Aserbaidschan

Der Aufwärtstrend bei Ferrari ist unübersehbar. Der dritte Platz ist keine Utopie mehr. Doch wie konnte diese Wende gelingen? Analyse.

Aktuell F1 Power Ranking GP Monaco 2021 Mercedes verliert die Führung

Mercedes ist seine Führung in der WM los. Auch in unserem Power Ranking zieht Red Bull vorbei. Wir haben die Leistungen aller zehn Teams analysiert.

Ferrari-Analyse des Leclerc-Defekts Deshalb blieb der Fehler unentdeckt GP Monaco

Ferrari weiß inzwischen, warum das Auto von Charles Leclerc in Monaco nicht starten konnte und warum das Problem bei der Inspektion unentdeckt blieb.

Aktuell Formel Schmidt GP Monaco 2021 Hat Ferrari den Sieg verschenkt?

In der neuen Folge unseres Video-Talks „Formel Schmidt“ diskutieren unsere F1-Experten über den GP Monaco. Dabei ist vor allem Ferrari ein Thema.

Leclerc-Drama in drei Akten Welche Rolle spielte der Unfall? GP Monaco

Charles Leclerc war der Pechvogel des GP Monaco. Der Trainingsschnellste schaffte es nicht einmal bis zum Start. War es Pech oder der Unfall?

Aktuell F1-Fotos GP Monaco 2021 - Rennen Jubel und Drama im Fürstentum

Während Max Verstappen in Monaco über die WM-Führung jubelte, hingen bei Charles Leclerc die Mundwinkel runter. Die Gewinner und Verlierer aus Monaco.

Die Ferrari-Sensation von Monte Carlo Leclerc feiert Pole in der Mauer GP Monaco

Nicht Mercedes, nicht Red Bull. Ferrari war der Star der Qualifikation. Charles Leclerc besiegelte seine Pole Position mit einem Crash.

Aktuell F1-Fotos GP Monaco 2021 - Qualifikation Crash-Festival in Monaco

Der Qualifying-Samstag brachte in Monaco jede Menge Kleinholz hervor. Es erwischte Mick Schumacher, Nicholas Latifi und im Finale Charles Leclerc.

Aktuell F1 GP Monaco 2021 - Ergebnis Qualifikation Charles Leclerc crasht auf Pole Anzeige

Ferrari-Pilot Charles Leclerc hat sich beim GP Monaco die Pole gesichert. Sein Crash verhinderte eine Bestzeit von Max Verstappen. Bottas auf Drei.

Aktuell Trainingsanalyse GP Monaco 2021 Ist Ferrari der Favoritenschreck?

Ferrari schockte die Konkurrenz mit einer Doppelführung. Spucken Charles Leclerc und Carlos Sainz jetzt den WM-Rivalen in die Suppe?

Aktuell F1 GP Monaco 2021 - Ergebnis Training 2 Leclerc Schnellster, Schumi crasht

Ferrari-Pilot Charles Leclerc hat sich im zweiten Training mit der Bestzeit zurückgemeldet. Mick Schumacher sorgte für einen Abbruch der Sitzung.

Aktuell F1 GP Monaco 2021 - Ergebnis Training 1 Perez mit Bestzeit zum Auftakt

Sergio Perez schnappte sich in Monaco die Bestzeit vor Carlos Sainz im Ferrari und Teamkollege Max Verstappen auf Platz drei.

Aktuell Power-Ranking GP Spanien 2021 Die Auferstehung von Ferrari

Ferrari ist sowohl auf der Strecke als auch in unserem Power-Ranking auf dem Vormarsch. Wir haben die Barcelona-Form aller zehn Teams analysiert.

Aktuell Formel Schmidt GP Spanien Red Bull schneller, Mercedes schlauer?

Lewis Hamilton vs. Max Verstappen: Runde vier im WM-Duell ging an den Titelverteidiger. Unsere Experten analysieren den Taktik-Schlager von Barcelona.

Ferrari dritte Kraft in Spanien Abstand zur Spitze halbiert GP Spanien

Die ewigen Rivalen streiten sich um den dritten Platz in der Weltmeisterschaft. Ferrari hatte in Spanien die Oberhand gegenüber McLaren.

Aktuell Rennanalyse GP Spanien 2021 Geschichte wiederholt sich

Das Rennen erinnerte in seiner Dramaturgie an den GP Ungarn 2019. Damals wie heute trickste Mercedes den Rivalen mit einem späten Stopp aus.

Aktuell F1-Team-Check GP Spanien 2021 Vettel sieht keine Abkürzung

Die Teams stehen in Barcelona vor einer großen Bewährungsprobe. Wer hat tatsächlich ein gutes Auto? Wir fassen die Nachrichten vor dem GP zusammen.

Aktuell Ferrari-Teamchef Mattia Binotto im Interview „Uns fehlt noch Motorleistung“

Wir haben mit Ferrari-Teamchef Mattia Binotto über die Gründe für die Trendwende, den neuen Kostendeckel und die Motoren-Zukunft gesprochen.

Ferrari mit Licht und Schatten Stallregie nach Taktik-Fehler GP Portugal

Ferrari hat sich in Portugal selbst das Leben schwer gemacht. Leclerc kam in der Qualifikation nicht zurecht. Sainz kämpfte im Rennen mit Problemen.

Aktuell Trainingsanalyse F1 Imola 2021 Ist Ferrari ein Geheimfavorit?

Die Überraschungen des Imola-Trainings heißen Ferrari und Alpha Tauri. Können sie Mercedes gefährlich werden? Und was wird aus Red Bull?

Aktuell Spionage-Alarm in Imola Ferrari und Red Bull schutzlos ausgeliefert

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Aktuell Donnerstag-Check Imola Mercedes-Dominanz zu Ende

Wir haben die zehn Teams am Donnerstag in Imola auf Neuigkeiten abgecheckt. Valtteri Bottas sieht die Tage der Mercedes-Dominanz beendet.

Aktuell Ferrari im Kampf um Platz drei SF21-Entwicklung noch bis Juni

Ferrari sieht sich gut gerüstet, in diesem Jahr wieder um Platz drei der Teamwertung zu kämpfen. Am SF21 geht die Entwicklung noch bis Juni weiter.

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Enzo Ferrari wäre stolz auf seine Erben. Als der Firmengründer im August 1988 starb, da lag der letzte WM-Titel neun Jahre zurück und keiner ahnte, dass es noch zwölf Jahre dauern würde, bis Michael Schumacher den Rennstall aus Maranello von diesem bösen Fluch erlösen wurde. Dann gab es WM-Titel satt. Kein Team hat mehr Trophäen im Schrank als Ferrari.

Alle Erfolge aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Wir picken uns deshalb nur die Meilensteine heraus. Zum Beispiel die Geburtsstunde der Formel 1 am 13. Mai 1950 in Silverstone, an der Ferrari nicht teilnahm. Das Startgeld, das der Englische Automobilclub bot, war Enzo Ferrari zu gering. Er ließ seine Autos erst beim zweiten Grand Prix, acht Tage später in Monaco antreten. Es wurde ein voller Erfolg. Obwohl die Ferrari 125 gegen die Alfa Romeo hoffnungslos untermotorisiert waren, kam Alberto Ascari als Zweiter und Raymond Sommer als Vierter ins Ziel.

1951 in Silverstone feierte Ferrari seinen ersten Sieg. Der dickliche Argentinier Froilan Gonzalez setzte den ersten Meilenstein. Ein Jahr später war Ferrari zum ersten Mal Weltmeister. Nachdem Alberto Ascari 1951 den Titel im Finale gegen Juan-Manuel Fangio wegen falscher Reifenwahl noch knapp verpasst hatte, gönnte sich der Italiener mit dem Namen eines Heldentenors gleich zwei Titel in Folge. Ferrari war mit dem Tipo 500 in den Jahren 1952 und 1953 konkurrenzlos.

Kurios verlief die Titelvergabe 1956. Mit Juan-Manuel Fangio und Peter Collins konnten noch zwei Ferrari-Piloten Weltmeister werden. Als Fangios Auto ausgefallen war, hatte es Collins in der Hand selbst Weltmeister zu werden. Doch der Engländer trat sein Auto an Fangio ab, was damals noch möglich war.

Collins begründete die noble Geste damit, dass er jünger als der Argentinier sei und noch viel Zeit habe, das nachzuholen. Ein grausamer Irrtum. Zwei Jahre später starb Collins beim GP Deutschland auf den Nürburgring. Für Ferrari war es eine Saison des Triumphes und der Tränen. Mike Hawthorn holte den Titel nach Maranello, doch mit Peter Collins, Luigi Musso und Eugenio Castellotti fanden drei Ferrari-Piloten auf der Rennstrecke den Tod.

Juan Manuel Fangio - Lancai-Ferrari D50 - GP Italien 1956
Motorsport Images
Juan-Manuel Fangio gewann 1956 für Ferrari den WM-Titel.

Triumphe und Tränen bei Ferrari

Tragisch endete auch das WM-Duell der Ferrari-Piloten Wolfgang Graf Berghe von Trips und Phil Hill. Beim Entscheidungsrennen stürzte Trips zu Tode. Mit dem Kalifornier Hill wurde der erste Amerikaner Weltmeister. Den letzten Lauf in Watkins-Glen schenkte sich Enzo Ferrari aus Kostengründen. Einer seiner Fahrer hatte ja bereits die Krone geholt. In den 60er Jahren fehlte Ferrari bei einigen Grand Prix. Meistens waren Metallarbeiterstreiks in Italien der Grund.

Im WM-Finale 1964 in Mexiko traten die Ferrari in den Farben des NART-Teams an. Enzo Ferrari gab kurzfristig seine Bewerberlizenz ab, aus Verärgerung darüber, dass ihm der italienische Verband die Homologation für den 250LM verweigert hatte. Den Einsatz führte die amerikanische Ferrari-Dependance durch. John Surtees gewann die Weltmeisterschaft in einem weißblauen Ferrari 158 mit einem Skandal. Sein Teamkollege Lorenzo Bandini schob Graham Hill von der Strecke, der wie Surtees noch Chancen auf die Weltmeisterschaft hatte.

Danach fiel Ferrari in ein tiefes Loch. Das gipfelte in der Saison 1973 damit, dass die roten Autos dem GP Deutschland fernblieben. Enzo Ferrari wollte sich nicht blamieren. Der vom Engländer John Thompson gebaute 312B3 war ein Flop. Der zuvor degradierte Chefingenieur Mauro Forghieri wurde aus der Verbannung geholt, und mit ihm drehte sich langsam das Bild. Clay Regazzoni verpasste 1974 knapp den Titel.

Ein Jahr später dominierte Niki Lauda fast nach Belieben. Das 312T-Modell war auch noch 1976 ein Siegerauto. Ohne seinen Feuerunfall am Nürburgring hätte Lauda seinen Titel verteidigt. So kam es zuerst in Monza zu einem der größten Comebacks der Sportgeschichte und dann im letzten Rennen in Fuji zu einer Entscheidung ohne Kampf. Lauda stieg nach drei Runden aus, sein Gegner James Hunt wurde Weltmeister.

Niki Lauda - F1 - GP Deutschland 1976 - Nürburgring
Wilhelm
Der Name Ferrari ist fest mit Niki Lauda verbunden. Sein Feuerunfall 1976 auf dem Nürburgring ist jedem F1-Fan bekannt.

21 Jahre kein Titel für Ferrari

Ein Jahr später holte sich der Österreicher die WM-Krone wieder zurück. Seine Kündigung hinterließ böses Blut. Enzo Ferrari schimpfte Lauda einen Verräter. Normalerweise traf er die Entscheidung über das Schicksal seiner Fahrer. Der designierte Lauda-Ersatz Carlos Reutemann fiel schon eine Saison später in Ungnade. Jetzt sollten es Jody Scheckter und Gilles Villeneuve richten. Scheckter sicherte sich 1979 den Titel mit Konstanz. Villeneuve eroberte die Herzen mit seinem wilden Fahrstil.

Mit Scheckters WM-Titel begann Ferraris längster Leidensweg. Es sollte 21 Jahre dauern, bis man in Maranello wieder jubeln durfte. 1982 lag die Weltmeisterschaft zum Greifen nah. Zwei schwere Unfälle beendeten den Traum. Villeneuve starb in Zolder. Didier Pironis Karriere endete mit einem Crash in Hockenheim. Die Konstrukteurstitel 1982, 1983 und 1999 waren nur ein schwacher Trost.

Doch Niederlagen schweißen zusammen. Der Mythos Ferrari begründet sich auch darin, dass Ferrari nie aufgab. Die Tifosi erwiesen sich als leidensfähig, die Geschäftsführung in Maranello weniger. Nach Enzo Ferraris Tod wurden die Rennleiter wie die Hemden gewechselt.

Erst mit Jean Todt kam wieder Konstanz in die Partie. Der Franzose heuerte am 4. Juli 1993 als neuer Capo an. Er holte Michael Schumacher, die Ingenieure Ross Brawn, Rory Byrne und Motorenkonstrukteur Gilles Simon an Bord, führte preussische Disziplin ein, stellte die politischen Ränkespiele ab und stand am 8. Oktober 2000 am Ziel seiner Wünsche. Michael Schumacher erlöste Ferrari von einem bösen Fluch. "Hätten wir es in dem Jahr nicht geschafft, wäre das Team auseinandergebrochen", gibt Todt noch heute zu.

Coulthard - Brawn - Schumacher - Barrichello - GP Malaysia 2000
sutton-images.com
Mit dem WM-Titel im Jahr 2000 befreite Michael Schumacher Ferrari aus einer langen Leidenszeit. Es sollten noch einige Titel folgen.

Mit Michael Schumacher platzt der Knoten

Eine lange Durststrecke schlug in die erfolgreichste Phase des Rennstall in seiner Formel-1-Geschichte um. Schumacher gewann fünf Mal in Folge den Titel. Ein Ferrari an der Spitze war ein gewohntes Bild. Man begann sich zu fragen, wer diese Siegesmaschinerie je stoppen sollte. Die Antwort gaben die Beteiligten selbst. Das Dreamteam zerfiel.

Erst gingen Michael Schumacher und Ross Brawn von Bord. Dann verabschiedeten sich Rory Byrne und Motorenchef Paolo Martinelli. 2008 übergab Jean Todt den Staffelstab an seinen langjährigen Teammanager Stefano Domenicali. Zuvor hatte er mit Kimi Räikkönen noch einen WM-Titel abgeräumt. Den bislang letzten.

Danach sollte es Fernando Alonso richten. 2010 wurde der Spanier als neue Messias verpflichtet. Viele im Team sahen in Alonso bereits die Reinkarnation von Michael Schumacher. Doch obwohl er mehrmals nach dran war, zog er im WM-Duell gegen Sebastian Vettel stets den Kürzeren.

Sebastian Vettel - GP Singapur 2019
Motorsport Images
Mit 14 Siegen für die Scuderia ist Sebastian Vettel nach Schumacher und Lauda der dritterfolgreichste Ferrari-Pilot aller Zeiten.

Ferrari-Umbruch mit Vettel-Verpflichtung

Die lange Zeit ohne Titel ließ den Druck bei der Scuderia immer weiter steigen. Erst schickte man die Ingenieure in die Wüste. 2014 musste schließlich auch Firmen-Präsident Luca di Montezemolo seinen Hut nehmen. Nach der Saison trennte man sich dann auch noch von Starpilot Alonso. Dafür wurde Sebastian Vettel zur Saison 2015 verpflichtet.

Der Deutsche Vierfach-Weltmeister wollte die Scuderia wie Michael Schumacher in den 90er Jahren aus der Krise zurück an die Spitze führen. Doch am Ende blieben dem Heppenheimer die Erfolge ebenso verwehrt wie zuvor schon Alonso. Zweite Plätze waren für Ferrari nicht gut genug. Selbst mit Motortricksereien in der Saison 2019 musste man sich Mercedes geschlagen geben.

Weil die FIA dem Ingenieuren auf die Schliche kam, musste die Scuderia 2020 zurückrüsten. Mit Platz sechs in der WM-Wertung wurde es das schlechteste Jahr für Ferrari seit 30 Jahren. Sebastian Vettel steckte besonders tief im Frust. Gegen den aufstrebenden Ferrari-Zögling Charles Leclerc sah er kein Land. Noch vor der Saison hatte ihm Mattia Binotto mitgeteilt, dass die Vettel-Zeit bei Ferrari nach 2020 zu Ende ist.

Als Ersatz für Vettel wurde Carlos Sainz verpflichtet. Die Saison 2021 sah man aber nur als Übergangsjahr. Der Plan der Verantwortlichen sieht vor, zur großen Regelrevolution 2021 endlich wieder um den Titel fahren zu können.