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Audi E-Tron 55 Quattro Advanced, Exterieur
Audi E-Tron 55 Quattro Advanced, Exterieur
Audi E-Tron 55 Quattro Advanced, Exterieur 19 Bilder

US-Autobauer feiert Erfolge

Tesla ist jetzt der weltgrößte E-Auto-Hersteller

Die Kalifornier hängen sowohl die chinesischen als auch die deutschen Autobauer ab. An der Börse läuft es ebenfalls spitze. Es gibt aber auch Probleme.

Tesla hat 2019 gut 367.000 Autos ausgeliefert. Das bedeutet nicht nur eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sondern auch einen Sprung an die Spitze der weltweiten E-Auto-Charts. Wie das Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach errechnete, sind die Kalifornier mit diesem Wert nun der größte Elektroauto-Hersteller der Welt. Sie setzen sich damit vor den chinesischen Autobauer BYD, der 2019 stagnierte und lediglich 219.000 Elektroautos fertigte. Es folgen mit BAIC und SAIC zwei weitere chinesische Konzerne. BMW und Volkswagen belegen die Positionen fünf und sechs.

Mehr als 500.000 Autos pro Jahr

Auch auf längere Sicht betrachtet liegt Tesla vorn. Seit dem Start des Model S im Jahr 2012 setzte Tesla etwa 900.000 Autos ab. BYD auf Platz zwei kommt nur auf rund 750.000 Einheiten. Diese Entwicklung ist umso erstaunlicher, da das CAM sowohl bei den Chinesen als auch bei den anderen Marken ebenfalls Plugin-Hybride in die Rechnung miteinbezieht und Tesla nur reine E-Modelle im Programm hat.

Teslas Absatztreiber war natürlich das Model 3, das mit 300.000 Exemplaren das meistverkaufte Elektroauto der Welt war. Aber nicht nur mit diesem neu eingeführten Modell gibt Tesla Gas. Im April 2020 – und damit früher als geplant – kommt das kompakte Elektro-SUV Model Y auf den Markt; auch die neuen Werke in Shanghai und – mittelfristig – Brandenburg werden die Produktionszahlen pushen.

Tesla Model 3, Exterieur
James Lipman
Mehr als 300.000 der 367.000 Tesla-Neuzulassungen entfielen 2019 auf das Model 3.

Deshalb hält CAM-Direktor Stefan Bratzel Teslas Plan, 2020 mehr als eine halbe Million Autos auszuliefern, auch für realistisch. Dadurch werde der Hersteller „auch im laufenden Jahr mit deutlichem Abstand der Marktführer der E-Mobilität bleiben“. Er profitiere dabei auch von seinem „zwei- bis dreijährigen Vorsprung“, der sowohl für die Schnellladeinfrastruktur sowie für die Softwarearchitektur und Vernetzung des Fahrzeugs gelte. Gleichwohl hätten Hersteller wie Volkswagen das Potenzial, die Rückstände aufzuholen und die Marktführerschaft bis Mitte der 2020er Jahre zu übernehmen.

Börsenwert klettert auf Rekordhoch

Die derzeitigen Erfolgsmeldungen schlagen sich an der Börse nieder. Am Montag (03. Februar 2020) schnellten die Tesla-Aktien in der Spitze erneut um 20 Prozent nach oben und erreichten bis zu 786 Dollar pro Stück. Heißt: Der Börsenwert stieg nochmals stark an und kletterte auf knapp 140 Milliarden Dollar. Damit war Tesla zu diesem Zeitpunkt mehr wert als der Volkswagen-Konzern und BMW zusammen. Die Analysten zeigen sich ob der rasenden Entwicklung gespalten. Einige Experten trauen dem Wertpapier sogar 7.000 Dollar zu, während andere von einem Einbruch ausgehen, der bereits kurz bevor steht.

Im enormen Wachstum sieht das CAM aber auch ein Problem: Zwar wachse die Zahl der Supercharger kontinuierlich, zuletzt von 14.658 Ladepunkten an 1.653 Stationen (2018) auf 16.104 Ladepunkten an 1.821 Stationen (2019). „Damit steigen die Schnellladepunkte nur unterdurchschnittlich zu den Tesla-Neuzulassungen“, so Bratzel, „es müssen sich immer mehr Tesla-Fahrer auf der Langstrecke einen Schnellladepunkt teilen“. Dies könne langfristig den Markthochlauf begrenzen, wenn sich etwa in Spitzenzeiten häufiger Warteschlangen an den Ladestationen bilden sollten.

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Rekordabsatz, endlich schwarze Zahlen und ein irrer Börsenwert: Es läuft derzeit für Tesla. Experten sind allerdings unterschiedlicher Ansicht, ob der positive Trend anhält. Eins steht allerdings fest: Langweilig wird es mit den Elektroauto-Spezialisten aus Kalifornien nicht.

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