VW-Sparprogramm und Altersteilzeit: Folgen für Standorte

VW setzt auf Altersteilzeit für Stellenabbau
Was Sparprogramm für Deutschland heißt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 16.02.2026
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Foto: VW

Volkswagen hat die Altersteilzeit als zentrales Element seines Sparprogramms etabliert. Bis 2030 sollen 35.000 Stellen abgebaut werden, wovon 24.000 über die Altersteilzeit geregelt werden. Dieses Modell basiert auf einem tariflich geregelten Blocksystem, das den Übergang in den Ruhestand in zwei Phasen unterteilt: eine aktive Arbeitsphase und eine passive Freistellungsphase. Diese Regelung ermöglicht es dem Konzern, den Personalabbau schrittweise und ohne betriebsbedingte Kündigungen umzusetzen.

Finanzielle Absicherung und Herausforderungen

Während der Altersteilzeit erhalten die Mitarbeiter zwischen 78 und 95 Prozent ihres bisherigen Nettoverdienstes. Volkswagen stockt zudem die Beiträge zur gesetzlichen Altersversorgung auf, um finanzielle Einbußen abzufedern. Dennoch gibt es Herausforderungen: Die Altersteilzeit ist an klare Zeitfenster gebunden, und Beschäftigte müssen sich innerhalb dieser Fristen entscheiden. Wer das Angebot nicht rechtzeitig annimmt, hat später oft keine Möglichkeit mehr, zu denselben Konditionen einzusteigen. Zudem entstehen für den Konzern hohe Kosten durch die Aufstockung der Gehälter und Rentenbeiträge.

Auswirkungen auf die Standorte

Die Altersteilzeit ist nicht nur ein Instrument zur Reduzierung der Belegschaft, sondern auch ein wichtiger Baustein in der Transformation des Unternehmens. Durch den sozialverträglichen Abbau von Stellen kann Volkswagen Kosten senken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Dies ist besonders wichtig, da der Konzern in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen steht, darunter die Umstellung auf Elektromobilität und die Digitalisierung. Gleichzeitig wird die Zahl der Ausbildungsplätze ab 2026 von 1.400 auf 600 reduziert, was langfristige Auswirkungen auf die Nachwuchsförderung haben könnte.

Vergleich mit anderen Branchen

Volkswagen ist nicht der einzige Automobilhersteller, der auf Altersteilzeit setzt. Auch andere Unternehmen wie BMW und Mercedes haben ähnliche Modelle eingeführt, um den Personalabbau sozialverträglich zu gestalten. Im Vergleich zeigt sich jedoch, dass Volkswagen mit seinem umfassenden Sparprogramm und der Integration der Altersteilzeit in die Gesamtstrategie eine Vorreiterrolle einnimmt.

Zukunftsperspektiven

Die Altersteilzeit ist ein wichtiger Bestandteil von Volkswagens Strategie, die Transformation zur Elektromobilität und Digitalisierung zu bewältigen. Doch die langfristigen Auswirkungen auf die Belegschaft und die Standorte bleiben abzuwarten. Insbesondere die Reduzierung der Ausbildungsplätze könnte sich in den kommenden Jahren als Herausforderung erweisen, da der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der Automobilindustrie weiterhin hoch ist.

Fazit