Erlkönig Rolls Royce Spectre Stefan Baldauf
Erlkönig Rolls Royce Spectre
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Erlkönig Rolls Royce Spectre 28 Bilder

Elektrischer Rolls-Royce Spectre ab 2023

Rolls-Royce Spectre - jetzt im Video E-Rolls kommt 2023 - und behält seinen großen Grill

Rolls-Royce bringt mit dem Spectre ab dem vierten Quartal 2023 sein erstes E-Modell auf den Markt. Die Luxus-Limousine ist der Auftakt für eine E-Baureihe. Nach den ersten Teaser-Bildern gibt es nun Fotos vom Prototyp, die mehr zeigen.

Mit dem Rolls-Royce Spectre (zu deutsche: Gespenst) reiht sich der elektrische Luxusliner in die "Geistwesen-Baureihen" wie Phantom, Wraith und Ghost ein. Ende 2021 gewährten die Briten einen ersten Blick auf das Gespenst. Selbstbewusst verbargen sie das Design unter dem Schriftzug "When it does not exist, design it" (übersetzt: Wenn es nicht existiert, erschaffe es). Trotzdem ließ sich schon damals der Look des Spectre erahnen. Tief liegen die eckigen Scheinwerfer in der Karosserie.

Der Luxus-E-Liner zeigt sich mit einer massiven Front, die den großen Grill der Marke geschlossen angedeutet. Im Interview mit der britischen Autocar will das CEO Torsten Müller-Ötvös nicht bestätigen, deutet aber an, dass der große Grill eine Tradition sei, die nicht so einfach sterben werde. "Schauen Sie sich den Platz an, den möchte ich nicht verschenken." Es werde ein richtiger Rolls-Royce. Er verdiene das Typenschild, er werde unvergleichlich sein und unsere Kunden werden ihn lieben, so der Rolls-Boss und weiter: "Erstens bauen wir einen Rolls-Royce, und zweitens ist er elektrisch – nicht umgekehrt." Auf den neuesten Erlkönig-Bildern ist die neue Front und auch der Grill deutlich besser zu erkennen. Er zeigt sich oben abgerundet mit vertikalen Lamellen und einem breiten – vermutlich verchromten – Rand. Das Kennzeichenfeld ist im unteren Bereich integriert. Noch weiter unten verzichtet der E-Rolls auch nicht auf eine Schürze mit horizontalen Rippen sowie einem großen mittig angeordneten Sensor.

Rolls-Royce Next 100

Dass die Marke seiner Tradition treu bleibt, ist auf allen Bildern klar zu erkennen. Die stark konturierte Motorhaube mitsamt der obligatorischen Emily-Kühlerfigur leitet den Blick zu einer flach stehenden Windschutzscheibe. Der Dachverlauf des Rolls-Royce Spectre zeigt sich coupéhaft, die beiden Türen werden offensichtlich hinten angeschlagen – entsprechend ist der Bügeltürgriff weit vorne positioniert. Kräftig ausgestellte Kotflügel, eine hohe Fensterlinie sowie zahlreiche Sicken vermitteln Kraft und Eleganz. Die sich nach hinten nur sanft neigende Dachpartie läuft in muskulösen Kotflügeln und einem schmalen Heckfenster aus. Der Heckabschluss wirkt massiv mit einer konturierten Schürze.

Rolls-Royce Spectre als Coupé

Mit diesem schon fast konventionellen Coupé-Design ist der Spectre weit von der Formgebung der spektakulären Zukunftsstudie 103EX aus dem Jahr 2016 entfernt. Das Conceptcar war damals die Erweiterung des 102EX mit zwei je 145 kW (197 PS) starken E-Motoren an der Hinterachse, das auf dem Genfer Autosalon gezeigt wurde.

Wenn der Spectre dann ab 2023, also sieben Jahre nach dem 103EX auf den Markt kommt, hat die britische Luxusmarke in seiner Entwicklung die Hybridisierung seiner Modelle übersprungen. Der E-Antrieb passe "perfekt" zu Marke, er sei drehmomentstark und leise, daher würde es direkt von der Verbrennertechnik zur Elektrifizierung bei Rolls-Royce gehen, sagte Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös.

Spectre erhält BMW-iX-Technik

Ursprünglich solle das neue Gespenst auf einem bestehenden Modell aufbauen, unterdessen wird das Modell zusammen mit dem BMW i7 entwickelt, wenngleich beide Modelle auf unterschiedlichen Plattformen basieren. Der elektrische 7er steht auf der bekannten CLAR-Plattform, der Spectre auf einer Aluminium-Space-Frame-Struktur. Trotzdem teilen sich die beiden Fahrzeuge viele Komponenten. Bereits seit Monaten wird der E-Rolls am Münchener BMW Forschungs- und Entwicklungszentrum erprobt, wie auto-motor-und-sport.de aus Unternehmenskreisen erfahren hat. Insgesamt wird der Spectre 2,5 Millionen Testkilometer abspulen.

Antriebsstrang und Akku-Technik sind vom BMW iX bekannt, die E-Motoren sowie die Achsen stammen direkt vom Münchener Hersteller, die Batterien kommen von Samsung SDI und optional von CATL. Die Batteriekapazität soll bei über 100 kWh, die Reichweite bei 500 Kilometer liegen. Gebaut wird das rund drei Tonnen schwere Elektromodell im britischen Rolls-Royce-Werk in West Sussex. Weitere Infos zu dem Modell gibt es erst 2022, die Vorstellung erfolgt dann später. Schon jetzt wurde aber bekannt, dass Rolls-Royce mit einem Partner an einem Roboterarm für das automatisierte Laden arbeitet.

Neben der Luxuslimousine soll es noch einen rein elektrischen SUV auf Basis des Cullinan ebenfalls ab Mitte des Jahrzehnts geben. Vielleicht trägt er den Name "Silent Shadow", den BMW sich im Herbst 2020 unter der Nummer 302020112380 beim Patentamt hat eintragen lassen – passend als weiteres "Geistwesen".

Mit den Elektro-Modelle muss sich die Marke der Konkurrenz aus Maybach und Bentley erwehren, aber auch dem chinesischen Luxus-SUV Hongqi E-HS 9 in China Paroli bieten. Denn neben den USA ist China das Hauptabsatzgebiet für die elektrischen Rolls-Royce.

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Fazit

Rolls-Royce geht direkt zur E-Mobilität und geht nicht über die Hybridisierung. Das passt zur Marke, die leise und vor allem kräftige Motoren will und benötigt. Dazu arbeitet man auch ein einer Art Lade-Automaten mit Roboterarm, damit sich weder James noch Sir die Hände dreckig machen müssen. Bis 2030 wird Rolls-Royce keine Produkte mehr mit Verbrennungsmotoren produzieren oder verkaufen.

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Der 7er kommt elektrisch als M-Modell, das den V12 vergessen machen soll.

Rolls-Royce Spectre
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