Lidl mit 27-Cent-Kampfpreis an Schnellladesäulen: Elektroauto billiger als daheim aufladen

Lidl mit 27-Cent-Kampfpreis an Schnellladesäulen
Elektroauto billiger als daheim aufladen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.06.2026
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Foto: Lidl

Lidl reduziert im Juni 2026 den Preis für das Laden von Elektroautos an seinen Schnellladesäulen. Vom 1. bis zum 30. Juni berechnet das Unternehmen für das DC-Laden bundesweit 27 Cent pro Kilowattstunde. Regulär liegt der Preis an den Gleichstrom-Ladepunkten der Discounter-Kette bei 44 Cent pro Kilowattstunde. Die zeitlich befristete Aktion gilt an den Schnellladesäulen des Unternehmens in Deutschland.

Billiger als an der Wallbox daheim

Mit dem Aktionspreis ist die Schnellladung günstiger als an der Wallbox daheim, zumindest nach regulären Stromtarifen für Privatkunden, die sich aktuell bei rund 35 Cent/kWh bewegen. Außerdem fällt er deutlich niedriger aus als die Tarife vieler öffentlicher Schnelllader, bei denen selbst mit Anbieter-Abo häufig Preise von 50 Cent pro Kilowattstunde und mehr verlangt werden.

Der Haken an der Sache: Der reduzierte Preis steht nicht allen Nutzern automatisch zur Verfügung. Voraussetzung ist die Verwendung der Lidl-Plus-App auf dem Smartphone in Verbindung mit dem Bezahldienst Lidl Pay. Nur Ladevorgänge, die über diese Kombination gestartet und bezahlt werden, werden zum Aktionspreis abgerechnet. Wer andere Zahlungsmethoden nutzt oder das Fahrzeug per Ad-hoc-Laden freischaltet, erhält den Sondertarif nicht.

Für die Teilnahme müssen Kunden zunächst die Lidl-Plus-App auf ihrem Smartphone installieren und dort ein Nutzerkonto anlegen. Anschließend ist die Aktivierung von Lidl Pay erforderlich. Hierfür werden persönliche Daten sowie eine Bankverbindung hinterlegt und ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt. Nach Angaben von Nutzern und Berichten zur Aktion erfolgt anschließend eine Kontoverifizierung, die ein bis drei Werktage in Anspruch nehmen kann. Erst nach Abschluss dieses Vorgangs lässt sich Lidl Pay vollständig nutzen. Deshalb empfiehlt sich die Einrichtung bereits einige Tage vor dem ersten geplanten Ladevorgang.

Nicht immer, nicht für jeden

Die Ladesäulen können anschließend über den Bereich "E-Mobilität" in der Lidl-Plus-App ausgewählt werden. Dort werden sowohl Ladepunkte von Lidl als auch von Kaufland angezeigt. Der Ladevorgang kann direkt in der App gestartet oder über das Scannen des QR-Codes an der jeweiligen Säule freigegeben werden. Unter diesem Link kann man außerdem in einer interaktiven Karte die Lidl-Ladepunkte anzeigen lassen.

Zu beachten ist außerdem, dass viele Lidl-Ladepunkte an die Öffnungszeiten der jeweiligen Filialen gekoppelt sind. Außerhalb dieser Zeiten stehen die Ladeeinrichtungen häufig nicht zur Verfügung. Und: Die Lidl-Ladesäulen stellen maximal 60 kW Ladeleistung zur Verfügung, bei einem halbstündigen Einkauf lassen sich entsprechend rund 200 Kilometer nachladen. Der positive Aspekt der geringen Leistung: Ein Vorkonditionieren des Akkus kann man sich entsprechend sparen. Die Aktion endet am 30. Juni 2026. Danach gelten wieder die regulären Tarife des Discounters.

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