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Erster Elektro-Ferrari nicht vor 2030: Erste Patente

Erster Elektro-Ferrari nicht vor 2030 Erste Patente zum E-Ferrari aufgetaucht

Laut Ferrari-Chef John Elkann müssen Kunden noch bis 2030 auf ein Elektroauto der Marke warten. Patente, die einen möglichen Elektro-Ferrari zeigen, gibt es schon länger.

Bei der Vorstellung der 2020er-Geschäftszahlen erklärte CEO John Elkann, dass das erste rein elektrische Ferrari-Modell ab 2030 auf den Markt kommen könnte. "In diesem Jahrzehnt werden wir keinen vollelektrischen Ferrari sehen", so der Ferrari-Boss, stattdessen werde die Marke elektrifizierte und Plug-in-Modelle verstärkt an den Start bringen.

Ende 2019 dämpfte schon der damalige Ferrari-Chef Louis Camilleri die Erwartungen an einen E-Ferrari. Die Batterietechnik brauche noch viel mehr Entwicklung, ehe sich Ferrari ein rein elektrisch betriebenes Auto der Marke vorstellen könne, so Camilleri damals. Branchenkenner waren vor Jahresfrist davon ausgegangen, dass die Italiener ab 2022/2023 ein Elektroauto anbieten könnten. Allerdings gäbe es noch viel zu große Probleme beim Schnellladen und beim autonomen Fahren, legte Camilleri bei einem Lunch im Centro Stile in der Ferrari-Fabrik in Maranello nach.

Ferrari SF90 Stradale
Ferrari
Hybridisiert: Mit dem SF90 Stradale fährt Ferrari teilelektrisch.

Camilleri verriet, dass man sich die Machbarkeit eines vollelektrischen GT angeschaut und sich dann für hybridisierte Fahrzeuge entschieden habe. Eines der ersten Fahrzeuge dieser Hybrid-Sportwagen-Serie ist der Anfang 2019 vorgestellte SF90 Stradale. 2022 sollen 60 Prozent aller verkauften Ferraris Hybridmodelle sein.

Elektrisch, mit Range Extender oder als Hybrid

Im Januar 2020 hat das Europäische Patentamt jetzt ein Ferrari-Patent veröffentlicht, das einen rein elektrisch angetriebenen Zweisitzer skizziert. Vorgesehen sind in der Patentschrift je zwei L-förmig aufgebaute Elektroantriebsmodule je Achse. Damit würde der Elektro-Ferrari zum Allradler, auch eine Momentensteuerung per Torque Vectoring wäre möglich. Die Antriebseinheiten an der Vorder- und der Hinterachse arbeiten dabei mechanisch völlig unabhängig voneinander.

Die Batterie würde nach der Patentanmeldung hinter den Passagieren vor der Hinterachse sitzen. Hier ist laut Patent aber auch ein Verbrenner als Antrieb für einen Generator denkbar. Für die Batterievariante sieht das Patent zudem die Möglichkeit eines Schnellausbaus durch die Heckklappe vor. Möglicherweise denkt Ferrari hier an ein Batteriewechselsystem. Als weitere Option sieht das Patent einen Hybridantrieb vor, bei dem der Verbrenner direkt die Hinterräder antreiben würde und von den E-Motoren unterstützt werden könnte.

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Ferrari hat bei der Umsetzung eines reinen Elektroautos keine Eile – anscheinend fehlen Signale der Kundschaft, die auf einen verstärkten Wunsch nach einem Elektroauto hinweisen. Außerdem haben Autofahrer, die sehr lange Strecken sehr schnell fahren bei Elektroautos ein Problem mit der zu geringen Speicherkapazität des Hochvolt-Akkus. Dieses Problem ließe sich mit Ladevorgängen abmildern, die genauso schnell ablaufen wie Tanken – soweit ist die Technik trotz permanenter Verbesserungen aber noch nicht.

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