Evum Motors aCar Elektrotransporter Evum Motors
Evum Motors aCar Elektrotransporter
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Evum aCar Elektro Lkw EU-Version IAA 2019 10 Bilder

Evum Motors A-Car First Mover

Elektro-Transporter für Kommunaleinsatz

Mit dem A-Car-Transporter sollen Landwirte und Bauhöfe elektrifiziert werden. Ursprünglich war das Projekt für Entwicklungsländer geplant. Ab April 2020 soll der E-Transporter in Serie gefertigt werden. Jetzt gibt es neue Preise.

Das oder der A-Car ist ein betont einfach aufgebauter Transporter mit Elektromotoren (Allradantrieb), welches ursprünglich aus einem Forschungsprojekt der Technischen Universität München hervorging. Der Hintergedanke des Projektes war seinerzeit, einen besonders kostengünstigen Transporter für Entwicklungsländer anzubieten, der mit Solar-Aufladung auch in entlegenen Gebieten ohne Verkehrs-Infrastruktur zum Einsatz kommen kann.

Auf Basis dieses Projekts wurde die Firma Evum Motors gegründet, um die Realisierung und Vermarktung des A-Car voranzutreiben. Die Weiterentwicklung war auf der IAA in Frankfurt vorgestellt worden, und sie ist im Vergleich zum ursprünglichen A-Car erheblich umkonstruiert worden. „So gut wie keine Schraube ist gleichgeblieben,“ sagt Sascha Koberstaedt, Geschäftsführer und Mitgründer der Evum Motors GmbH.

A-Car Elektrotransporter mit bis zu 200 km Reichweite

Das neue A-Car ist nicht nur in den Dimensionen gewachsen, es misst nun 4,1 x 1,5 x 2,0 Meter (L/B/H). Auch das Design wurde verbessert und in Richtung moderner Nutzfahrzeuge getrimmt. Die technischen Basisdaten des A-Car bleiben jedoch unverändert: Als Antrieb dienen zwei Elektromotoren mit je 10 kW Leistung, die jeweils ein Achse antreiben und dem A-Car damit zu traktionsstarkem Allradantrieb verhelfen. Für die Antriebsenergie sorgen nach Wunsch ein oder zwei Batteriepakete mit 12 oder 24 kWh Kapazität. Die Reichweite wird entsprechend mit 100 oder 200 Kilometer Fahrstrecke angegeben.

Evum aCar Elektro Lkw EU-Version IAA 2019
Evum Motors
Hinter der Kabine lassen sich diverse Aufbauten realisieren

Das Modell kommt auf ein Eigengewicht von 1.100 kg und soll eine Nutzlast von bis zu einer Tonne befördern können. Auf dem von der Kabine getrennten Fahrzeugrahmen können verschiedene Aufbauten (Pritsche, Kipper, Kasten) realisiert werden. Wichtigste Neuerung jedoch ist die Homologation nach der europäischen N1-Zulassungsnorm (Nutzfahrzeuge bis 3,5 to. Gg.). Dadurch wird das A-Car auch im Rahmen des „Umweltbonus“ förderfähig.

A-Car als elektrischer Geräteträger

Für kompakte, elektrifizierte Transporter ist im gewerblichen und kommunalen Bereich durchaus ein Markt vorhanden. So ist der emissionsfreie Einsatz des ACar in großen Produktionshallen ebenso denkbar wie im Landschafts- und Gartenbau oder in der Landwirtschaft. Auch in gemeindlichen und städtischen Bauhöfen sind Fahrzeuge dieser Größenkategorie oft im Einsatz, etwa für den Winterdienst oder als Allzwecktransporter. Entsprechend will Evum Motors das A-Car auch mit einem sogenannten Kommunaldreieck zur Aufnahme von Anbaumaschinen ausrüsten. Noch unklar ist hierbei allerdings, wie die Krafthydraulik für Ansteuerung und Antrieb solcher Anbaumaschinen realisiert werden soll, nachdem notwendige Hydraulikpumpen ihre Kraft aus dem Antriebsakku beziehen müssten und dementsprechend die Reichweite beeinflussen.

Der erste aCar-Prototyp

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Evum Motors will Anfang 2020 die Produktion des A-Car in einer neuen Fertigungsanlage nahe der niederbayrischen Stadt Landshut aufnehmen. Die ersten Fahrzeuge sollen dann im zweiten Quartal 2020 ausgeliefert werden. Bereits jetzt sind auf der Homepage von Evum Motors Reservierungen gegen eine Gebühr von 595 Euro möglich.

Wegen der aufgestockten Förderung (Umweltprämie), die sich Staat und Hersteller zur Hälfte teilen, hat Evum nun den Endkundenpreis des Basisfahrzeugs um 1.000 Euro vor Steuern erhöht. Das A-Car soll jetzt bei 35.581 Euro inkl. MwSt. (29.900 Euro netto) starten. Bei der ersten Fahrvorstellung des Vorgänger-Prototypen hatten die Verantwortlichen noch Preise von rund 22.000 Euro in Aussicht gestellt, damals allerdings mit einer einfacher aufgebauten, nicht förderfähigen Version.

Podcast mit dem Evum-Gründer

Ein weiteres Angebot ist die „First Mover Edition“, die auf eine nicht näher genannte Stückzahl limitiert sein soll. Für 39.900 Euro netto (ab 40.000 Euro reduziert sich die Umweltprämie um 1.000 Euro) ist das A-Car dann mit dem XL-Sonderausstattungspaket sowie einer Anhängerkupplung ausgerüstet. Zum Ausstattungspaket gehören unter anderem der größere Akku mit ,ehr Reichweite, Arbeits- und Nebelscheinwerfer, eine externe 230-Volt-Steckdose sowie die 400-Volt-Ladetechnik.

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Fazit

Evum Motors hat das Projekt A-Car aus einem Forschungsprojekt der TU München nach eigenen Angaben zur Serienreife für den deutschen Markt gebracht. Der elektrisch angetriebene Transporter mit Allradantrieb soll auch als Geräteträger eingesetzt werden können. Die ersten Kundenfahrzeuge sollen zum Netto-Preis von rund 30.000 Euro ab April 2020 ausgeliefert werden.

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