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Evum Motors A-Car: E-Transporter für Kommunaleinsatz

Evum Motors A-Car Auslieferungsbeginn Bayrischer Elektro-Transporter mit Allradantrieb

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Mit dem A-Car sollen Landwirte, Lieferdienste und Bauhöfe elektrifiziert werden. Jetzt startet die Auslieferung des Elektro-Nutzfahrzeugs zu Preisen ab 28.990 Euro (netto).

Das oder der A-Car ist ein betont einfach aufgebauter Transporter mit Elektromotoren (Allradantrieb), der ursprünglich aus einem Forschungsprojekt der Technischen Universität München hervorging. Der Hintergedanke des Projektes war seinerzeit, einen besonders kostengünstigen Transporter für Entwicklungsländer anzubieten, der mit Solar-Aufladung auch in entlegenen Gebieten ohne Verkehrs-Infrastruktur zum Einsatz kommen kann.

Auf Basis dieses Projekts wurde die Firma Evum Motors gegründet, um die Realisierung und Vermarktung des A-Car voranzutreiben. Die Weiterentwicklung ist im Vergleich zum ursprünglichen A-Car erheblich umkonstruiert worden. "So gut wie keine Schraube ist gleichgeblieben," sagt Sascha Koberstaedt, Geschäftsführer und Mitgründer der Evum Motors GmbH.

A-Car Elektrotransporter mit bis zu 100 km Reichweite

Das neue A-Car ist nicht nur in den Dimensionen gewachsen, es misst nun 4,1 x 1,5 x 2,0 Meter (L/B/H). Auch das Design wurde verbessert und in Richtung moderner Nutzfahrzeuge getrimmt. Die technischen Basisdaten des A-Car bleiben jedoch unverändert: Als Antrieb dienen zwei Elektromotoren mit je 10 kW Leistung, die jeweils ein Achse antreiben und dem A-Car damit zu traktionsstarkem Allradantrieb verhelfen. Bei hohem Leistungsbedarf wird die Gesamtleistung der Elektromotoren für 20 Sekunden auf 36 kW geboostet. Für die Antriebsenergie sorgen nach Wunsch zwei unterschiedliche Batteriepakete. Der größere Fahr-Akku sollte nach ersten Ankündigungen 24 kWh Kapazität aufweisen, kurz vor dem Bestellstart hatte Evum dies auf die beiden Größen 16,5 und 33 kWh korrigiert. Die Reichweite für die kleinere Akku-Variante wird mit bis zu 100 Kilometer Fahrstrecke angegeben, rechnerisch sollte das Fahrzeug mit dem 33 kWh-Akku entsprechend rund 200 Kilometer weit fahren können.

Evum aCar Elektro Lkw EU-Version IAA 2019
Evum Motors
Hinter der Kabine lassen sich diverse Aufbauten realisieren

Das Modell kommt auf ein Eigengewicht von 1.100 kg und soll eine Nutzlast von bis zu einer Tonne befördern können. Auf dem von der Kabine getrennten Fahrzeugrahmen können verschiedene Aufbauten (Pritsche, Kipper, Kasten) realisiert werden. Wichtigste Neuerung jedoch ist die Homologation nach der europäischen N1-Zulassungsnorm (Nutzfahrzeuge bis 3,5 to. Gg.). Dadurch wird das A-Car auch im Rahmen des "Umweltbonus" förderfähig und erhält die volle Fördersumme von 9.000 Euro. Entsprechend reduziert sich der Basispreis nach Förderung auf 19.990 Euro (netto).

A-Car als elektrischer Geräteträger

Für kompakte, elektrifizierte Transporter ist im gewerblichen und kommunalen Bereich durchaus ein Markt vorhanden. So ist der emissionsfreie Einsatz des ACar in großen Produktionshallen ebenso denkbar wie im Landschafts- und Gartenbau oder in der Landwirtschaft. Auch in gemeindlichen und städtischen Bauhöfen sind Fahrzeuge dieser Größenkategorie oft im Einsatz, etwa für den Winterdienst oder als Allzwecktransporter. Entsprechend will Evum Motors das A-Car auch mit einem sogenannten Kommunaldreieck zur Aufnahme von Anbaumaschinen ausrüsten. Neu im Fokus haben die Evum-Verantwortlichen inzwischen auch den "Last Mile"-Einsatz des Fahrzeugs für Lieferdienste in Innenstädten, ein entsprechender Kofferaufbau zum Beispiel für Paketdienste ist auch verfügbar.

Der erste aCar-Prototyp

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Torsten Seibt
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Evum Motors wollte ursprünglich bereits im Jahr 2020 mit der Auslieferung beginnen, allerdings machte Corona auch diesem Projekt einen Strich durch die Rechnung. Inzwischen (Stand August 2021) ist aber nun tatsächlich die Produktion und auch die Auslieferung an die ersten Kunden gestartet. Ein für die Evum-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Sascha Koberstaedt und Dr.-Ing. Martin Šoltés sehr emotionales Ereignis war die Auslieferung an Prof. Dr. Lienkamp der Technischen Universität München. Seine beiden damaligen Doktoranden Dr. Martin Šoltés und Sascha Koberstaedt übergaben ihm den Schlüssel für das ehemals an seinem Lehrstuhl konzipierte Fahrzeug. Prof. Dr. Lienkamp erzählt: "Ich bin natürlich stolz und freue mich enorm für meine ehemaligen Doktoranden und Gründer von Evum, dass sie es geschafft haben, das aCar nun in Serie zu bringen. Es hat ein paar Jahre gedauert, um es zu entwickeln und vorzubereiten. Der Erfolg ist meines Erachtens schon jetzt riesig."

Produziert wird das A-Car in Bayerbach bei Landshut. Einen beachtlichen Fortschritt hat inzwischen auch die Vertriebsschiene gemacht. Laut eigenen Angaben sind inzwischen Handelspartner mit rund 90 Standorten in Deutschland und der Schweiz verfügbar, wobei die Partnerschaft mit der BayWa AG als Vertriebskanal wohl das größte Gewicht hat.

Das A-Car im Video

Das A-Car startet im Konfigurator bei 28.990 Euro netto, inklusive Mehrwertsteuer entspricht dies bei 34.498 Euro. Hierbei handelt es sich um das Fahrgestell mit Kabine, entsprechende Aufbauten wie eine Pritsche oder ein Koffer werden zusätzlich berechnet. Mit dem "First Mover"-Paket für 5.500 Euro können außerdem einige Zusatzextras als Paket geordert werden, dazu gehören eine mit Ethanol betriebene Fahrzeugheizung, eine Musikanlage und ein 230 Volt-Anschluss zum Betrieb von bis zu 3 kW leistenden Geräten.

Podcast mit dem Evum-Gründer

Durch die Verwendung von zwei Antriebsmotoren hat das A-Car einen serienmäßigen Allradantrieb, was dieses Modell vom Wettbewerb abhebt. Dadurch sind auch Fahrten durch unwegsames Gelände etwa in der Land- und Forstwirtschaft problemlos möglich. Die insgesamt 20 kW der beiden Antriebsmaschinen bringen das A-Car auf maximal Tempo 70 km/h. Nutzlast wie Anhängelast betragen jeweils eine Tonne.

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Fazit

Evum Motors hat das Projekt A-Car aus einem Forschungsprojekt der TU München heraus zur Serienreife für den deutschen Markt gebracht. Der elektrisch angetriebene Transporter mit Allradantrieb soll auch als Geräteträger eingesetzt werden können. Die ersten Kundenfahrzeuge, die Basisvariante kostet ab 28.990 Euro netto, werden nun ausgeliefert.

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