Sieger in der Leserwahlt: Warum der Renault 5 E-Tech die Herzen erobert

Best Cars 2026
Warum der Renault 5 E-Tech die Herzen erobert

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.03.2026
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Die Überraschung ist dem Knirps gelungen: Bei der BEST-CARS-Leserwahl 2026 von auto motor und sport landet der Renault 5 E-Tech auf dem ersten Platz in der Importwertung und, noch beeindruckender, auf Platz 2 der Gesamtwertung. Damit wählten ihn unsere Leser noch vor Publikums-Lieblinge wie den Audi A1 oder den Mini Cooper. Das ist nicht nur für ein Import-Auto bemerkenswert, es ist vor allem eine große Leistung für ein Elektroauto.

Der Erfolg bei unserer Leserwahl spiegelt sich auch in den Absatzzahlen des neuen Elektro-R5 wider: Im Januar lag er hinter dem Dauerbrenner Clio auf dem zweiten Platz der Renault-Zulassungsstatistik. Er wird also nicht nur gemocht, sondern auch gekauft.

Gründe für den Erfolg

Es gibt einige Gründe, warum der 3,9 Meter kurze Elektriker bei unseren Lesern und bei den Autokäufern generell ein so gutes Standing hat. Der Preis ist es nicht unbedingt, mit 28.000 Euro in der Basis ist der R5 E-Tech zwar im E-Auto-Umfeld verhältnismäßig zurückhaltend, für einen Kleinwagen ist das aber immer noch eine stattliche Summe. Viel mehr sind es offensichtlich der stylishe Auftritt und die liebevollen Details, die den R5 auf die Siegerstraße führen. Er zitiert den Urahn aus den 1980er Jahren, ohne bemüht auf Retro zu machen, die moderne Interpretation des alten Themas passt in die Zeit. Und in die Stadt, wo der R5 dank kompakter Abmessungen eine gute Figur macht.

Schon beim Einsteigen fällt auf, dass sich die Entwickler nicht allein auf die Retro-Anmutung verlassen haben. Die Sitzposition ist für einen Kleinwagen ungewöhnlich gut, die Übersichtlichkeit stimmt. Die Bedienung bleibt trotz zweier Displays weitgehend intuitiv. Materialien aus Recyclingfasern sollen den technischen Anspruch unterstreichen, wirken aber zugleich robust genug für den Alltag.

Nett gemachte Details

Charakteristisch sind die vielen kleinen Details, die dem Fahrzeug eine eigene Note geben. Die leuchtende "5" auf der Fronthaube zeigt beim Laden den Batteriestand an und erfüllt damit eine praktische Funktion. Eine Begrüßungssequenz lässt die Scheinwerfer beim Annähern scheinbar zwinkern, während sich im Gehäuse eine kleine französische Flagge verbirgt. Im Innenraum reicht die Palette von austauschbaren Designelementen bis zu Zubehörteilen aus dem 3D-Drucker. Echtes Highlight, wenngleich mit 192 Euro ganz schön tapfer bepreist, ist der Baguette-Halter für die Mittelkonsole.

Im Fahrbetrieb zeigt sich eine Abstimmung, die eher auf Alltagstauglichkeit als auf maximale Sportlichkeit zielt. Das Fahrwerk filtert Unebenheiten meist wirksam heraus und hält selbst längere Bodenwellen von den Insassen fern. Die Sitze bieten ausreichend Oberschenkelauflage und bleiben auch auf längeren Strecken komfortabel. Die Lenkung arbeitet direkt, ohne nervös zu wirken. Trotz der relativ breiten 18-Zoll-Bereifung (die sind Serie) folgt der R5 Spurrillen kaum und bleibt auf der Autobahn stabil. Gleichzeitig lässt sich der Kleinwagen auf kurvigen Strecken präzise bewegen.

Das Design ist der Schlüssel

Der R5 E-Tech zeigt sich damit nicht nur als Design-Leckerli, sondern auch als vollwertiges Erst-Auto statt reduziertes City-Mobil. Die oft bemühte "Summe der Eigenschaften" ist es also scheinbar, die ihn bei unserer Leserwahl auf das Siegertreppchen geführt hat. Die gelungene Form und eine gewisse Nostalgie bei potenziellen Kunden dürften dabei aber die wichtigste Rolle spielen. Laurens van den Acker, Chef-Designer bei Renault, bringt das im Interview mit auto motor und sport auf den Punkt: "Es gibt immer Leute, die mal einen Renault 5 oder 4 hatten, und sich sagen, wäre doch nett, wenn wir so einen wieder fahren könnten. Und wir können genau das jetzt anbieten, mit moderner Technik, Google Automotive Services, Konnektivität. Aber die Form, die bringt diese guten Erinnerungen zurück. Und das ist eigentlich die beste Kombination."

Fazit