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Genesis G80 EV: Was kann der EQS-Konkurrent?

Genesis G80 EV Flüsterleise - nicht nur außen

Kaum ein anderer Hersteller lässt neue Modelle in so schneller Folge auf den Markt rollen wie Hyundai-Nobelableger Genesis. Nun kommt mit dem G80 Electrified ein weiterer Schritt in Richtung Vollelektrifizierung der Marke. Wir sind den Luxus-Stromer schon gefahren.

Bei manchen Autos ist es so, dass sie erst mit einer bestimmten Motorisierungsvariante zu ihrer wahren Bestimmung finden. Der Mini Cooper SE ist so ein Beispiel. Und nun auch der Genesis G80 Electrified. Fremdelte der große Genesis bisher ein wenig mit den angebotenen Vierzylinder-Diesel und -Benzinern, ist er jetzt mit zwei Elektromotoren plus großer Hochvolt-Batterie endlich angekommen. Doch der Reihe nach.

Genesis kündigt an, bis 2030 zur Null-Emissions-Marke zu werden, also nur noch Fahrzeuge mit E-Antrieb anzubieten, nach dem GV60 ist der G80 Electrified der nächste Meter auf diesem Weg. Anders als der GV60 basiert der Elektro-G80 auf einer Verbrenner-Plattform. Auf den ersten Blick unterscheidet ihn nur wenig von seinen konventionell angetriebenen Limousinen-Brüdern. Die hübschen, sehr filigran anmutenden 19-Zoll-Räder zum Beispiel.

Flüsterleiser Innenraum

Das gilt ebenso fürs Interieur, aber nur solange der G80 steht. Flüsterleise stromert er los, und bleibt es auch. Fahrwerks- oder Windgeräusche dringen nur sehr zurückhaltend in den Innenraum, selbst wenn auf der Autobahn ein Tempo von mehr auf 100 km/h auf dem Tacho steht und eine Frankfurter Stadtautobahn unter den Rädern durchpoltert bleibt das so. Die Abwesenheit von Störgeräuschen ist ja schon ein Komfortmerkmal an sich, der G80 spart nicht mit weiteren. Das Fahrwerk zeigt sich konziliant, gleichwohl mit einer gewissen Grundstraffheit, doch die bereits aus anderen Genesis-Modellen bekannte Preview ECS-Technologie leistet Schwerarbeit und bügelt die meisten Hindernisse ziemlich platt. Einseitige Anregungen wie Kanaldeckel scheinen dem System nicht so zu liegen, die kommen spürbarer durch. Damit lässt sich freilich leben.

Genesis G80 EV
Genesis
Während der Fahrt dringen nur wenige Geräusche in den Innenraum des Genesis G80 EV.

Ungewöhnlich scheint dem G80-Novizen die Sitzposition hinterm Lenkrad. Das Lenkrad scheint tiefer platziert als in anderen Limousinen, es fühlt sich anfangs etwas seltsam an. Bald erkennt man freilich die Vorzüge der Anordnung: gute Sicht auf die Instrumente und vor allem auf Motorhaube und Straße vor dem Wagen.

Bis zu 370 PS stark

Apropos Motorhaube: Die Bezeichnung stimmt bei dieser Elektro-Limousine, sie verfügt wie der GV60 auch über zwei Motoren. Jede Achse hat ihren eigenen E-Antrieb, wobei der vordere mechanisch abgekoppelt werden kann, wenn er nicht benötigt wird. Insgesamt stellen die beiden E-Maschinen 272 kW oder 370 PS bereit – eine nicht überschäumende, doch mehr als ausreichende Performance. So düst der G80 ansatzlos und spontan durch den Verkehr, wird auf der Autobahn gar bis zu 225 km/h schnell, weil die beiden E-Maschinen bis 19.000 Umdrehungen verkraften. Die Verbrauchs- oder Batterieanzeigen darf man dabei ruhig schon mal aus dem Blick verlieren. Der Hochvolt-Energiespeicher fasst 82,7 kW. Das reicht für über 500 km Reichweite, 520 km verspricht Genesis. Genauere Werte liegen noch nicht vor.

Genesis G80 EV
Genesis
Bis zu 370 PS stark ist der Genesis G80 EV.

Nach einigen Kilometern über eine viel befahrene Autobahn und kurvige Landstraße pendelt sich die Verbrauchsanzeigen bei rund 23 kWh/100 km, das kann sich bei einem Auto dieser Klasse durchaus sehen lassen. Sollte also reichen für diese erste Ausfahrt. Und selbst wenn der Energievorrat bedenklich schwinden sollte: Genesis verspricht Nachladen von zehn auf 80 Prozent in rund 22 Minuten, falls der Wagen an einem 350 kW-Lader hängt – dank der 800-Volt-Ladetechnik, ebenfalls bereits aus anderen Hyundai-Konzernprodukten bekannt. An der heimischen 11 kW-Ladebox dauert es dagegen über sieben Stunden, bis der Energiespeicher befüllt ist.

Genesis G80 EV
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Solardach produziert 0,7 kWh pro Tag

Zudem bietet der Genesis einige Zusatzfunktionen, die naheliegend, doch nicht selbstverständlich sind. Optional ist ein Solardach verfügbar, das bei häufigem Parken und Fahren in der Sonne (Tageslichtdauer ab sechs Stunden) pro Tag bis zu 0,7 kWh Energie produziert. Übers Jahr gerechnet, sagt der Hersteller, könnte so Energie für rund 1.500 km zusammenkommen. Ebenfalls praktisch: die Vehicle to Load-Funktion, bei welcher der G80 als mobile Stromquelle genutzt werden kann, etwa zum Laden von E-Bikes, Laptops oder Musikquellen. Die Ladeleitung beträgt dabei bis zu 3,68 kW.

Genesis G80 EV
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Das Cockpit des Genesis G80 EV.

Noch ein kurzer Autobahn-Sprint, dann kommt das Ziel der ersten Ausfahrt mit dem G80 Electrified. Rechts fliegt der Rhein-Main-Flughafen vorbei, das Luftbrücken-Denkmal und eine enge Ausfahrt zwischen Baustellen-Absperrung und holprigen Fahrbahn-Flickereien. All das meistert der Genesis mit einer gewissen Noblesse und Distanziertheit, die gut zu dem Grundpreis von 69200 Euro passt. Für die Technik- und Komfort-Pakete könnten noch einige Tausender zusätzlich fällig werden, doch insgesamt erscheint der Preis nicht übertrieben. Als der G80 Electrified dank des automatischen Einparkassistenten RSPA lässig rückwärts in die Parkbucht schwingt, zeigt der Bordcomputer noch weit über 200 km Restreichweite an. Wir könnten gern wieder losfahren.

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Cooles Interieur, hoher Antriebskomfort, hohe Reichweite, der Genesis G80 Electrified zeigt E-Auto-Kompetenz auf hohem Niveau. So kann es durchaus werden mit der Vollelektrifizierung ab 2030.

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