Mercedes GLC 300 4Matic, Exterieur Daimler AG
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Mercedes GLC 300 4Matic, Interieur
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Mercedes GLC 300 4Matic im Fahrbericht

So viel G-Klasse steckt im gelifteten GLC

Mit Offroad-Paket wühlt sich der geliftete GLC nun auch durch richtiges Gelände. Für den Onroad-Betrieb bringt der Kompakt-SUV neue Fahrassistenten, 48-Volt-Hybrid-Antrieb und MBUX-Infotainment mit.

Mit einem SUV kommt man im Gelände nicht weit: Ein Vorurteil, das Mercedes bei der Präsentation des modellgepflegten GLC in einem Offroad-Parcours widerlegen will. Verlieren wir also keine Zeit: Getriebe auf manuell stellen, den Fahrmodus Offroad Plus wählen und dann noch die Bodenfreiheit um 50 Millimeter rauf. Im Schritttempo wühlt sich der geliftete GLC 300 4Matic durch den aufgeweichten Boden. Das erste Hindernis, eine 65-prozentige Steigung – eigentlich eine Motorcross-Sprungschanze – erklimmt der straßenbereifte SUV mühelos. Wollen wir doch mal sehen, ob das auch ohne Schwung klappt. Auf halber Höhe wird angehalten, dann heißt es Fuß von der Bremse. Der GLC rollt nicht zurück, sondern hält die Position eine Sekunde lang. Mit sanftem Druck auf das Gaspedal verteilen sich 370 Nm Drehmoment auf alle vier Räder und drücken den GLC mit spürbar wenig Schlupf kontrolliert den Hang hinauf.

Die hochauflösende Frontkamera, die bis jetzt nur den wolkenverhangenen Himmel zeigte aus dem hin und wieder ein paar Tropfen rieseln, lässt uns die Kuppe überblicken, bevor sich der SUV mit eingeschalteter Bergabfahrhilfe auf der anderen Seite mit konstanter Geschwindigkeit sicher seinen Weg hinab sucht.

Das G im Namen steht tatsächlich für Gelände

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Der modellgepflegte GLC kommt mit Offroad-Paket und muss sich bei der Präsentation von Mercedes gleich in einem Offroad-Parcours beweisen. Und auch dort macht er seine Sache gut.

Es folgen XXL-Bodenwellen, die wir hier vor einigen Jahren noch mit einer G-Klasse überwunden haben. Dabei verschränkt sich der GLC beachtlich, ohne dass sich die Karosserie verwindet. Das Antriebsmoment leitet er stets zu dem Rad, das gerade Bodenkontakt hält. Auf dem engen Terrain erleichtert die 360-Grad-Ansicht im Display die Orientierung, doch die einzelnen Kameras lassen sich nur via Touchscreen und nicht mit Sprachsteuerung aufrufen.

In der nächsten Steilkurve bekommt der GLC ordentlich Schlagseite. Nun das Lenkrad gut festhalten und nicht zu stark einlenken, sonst legen wir hier bei 30 Grad-Neigungswinkel eine unfreiwillige Rolle seitwärts hin. Die optionalen Multikontursitze mit aufblasbaren Luftkammern in den Seitenlehnen halten den Fahrer nicht nur gut fest, sie können ihn auch massieren. Apropos Entspannung: Zum Schluss gönnen wir dem Allrad-SUV noch ein knietiefes Schlammbad, bevor er das Gelände durch ein überdimensionales Abwasserrohr verlässt.

Auf die inneren Werte kommt es an

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Neu im Innenraum: MBUX-Infotainment samt zentralem Touchdisplay, Bedienpad auf der Mittelkonsole sowie der erweiterten Hey-Mercedes-Sprachbedienung.

Bis hierhin hat sich der GLC mit dem Offroad-Paket für 702 Euro gut geschlagen – Das enthält übrigens die zwei Offroad-Fahrmodi, eine Bergabfahrhilfe, Unterfahrschutz und erhöht die Bodenfreiheit. Unter der braunen Schlammschicht entdecken gibt’s sonst nur wenig Neues zu entdecken: Etwas Kühlergrill-Folklore, Stoßstangenkosmetik an Front und Heck mit nun serienmäßigen LED-Leuchten. Drinnen hat sich mehr getan: MBUX-Infotainment samt zentralem Touchdisplay, Bedienpad auf der Mittelkonsole sowie der erweiterten Hey-Mercedes-Sprachbedienung. Parkplätze lassen sich mit dem letzten MBUX-Update nicht nur finden, sondern gleich reservieren. Optional baut Mercedes ein volldigitales Kombi-Instrument ein, das nun auf die Touchbefehle der Felder auf dem Multifunktionslenkrad reagiert. Die verwendeten Metalle, Holzarten und Ledersorten sehen nicht nur hochwertig aus, sie fühlen sich auch Mercedes-typisch erstklassig an. Vieles kostet beim 53.586 Euro teuren GLC 300 4Matic aber extra.

Der Mercedes-Benz GLC im Gelände
2:01 Min.

Mehr Assistenz und 48-Volt-Hybrid

Natürlich fahren wir nicht nur off, sondern auch on the road. Die Mercedes-Jungs schlagen uns eine abwechslungsreiche Strecke durch den Taunus vor. Die fest programmierte Route führt zunächst über die Autobahn, und so landen wir trotz Onlineverkehrsdaten im Stau. Vorbildlich ordnet sich der GLC auf der Überholspur ganz links ein und macht Platz für Rettungsfahrzeuge. Den Abstand zu den anderen Fahrzeugen hält der Stauassistent auf Wunsch angenehm knapp, verzögert gefühlt jedoch sehr spät, wenn sich ein Fahrzeug vor einem einordnet.

Dank 48-Volt-System samt riemengetriebenem Starter-Generator (RSG) springt der M-264-Vierzylindermotor im Stop-and-go nicht nur geschmeidig an, sondern überbrückt mit seinen 10 kW und 150 Newtonmetern Drehmoment einfach das Turboloch.

Antriebslos Gleiten im Eco-Modus

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Wir fahren natürlich nicht nur off, sondern auch on the road. Auf der ebenen A5 wechselt der Antrieb im Eco-Modus gern in den Segelbetrieb.

Auf der ebenen A5 wechselt der Antrieb im Eco-Modus gern in den Segelbetrieb. Dabei schaltet der Benziner ab, entkoppelt sich vom Rest des Antriebsstrangs und springt erst wieder an, wenn du das Gaspedal betätigst. Ist der kleine Lithium-Ionen-Akku leer rekuperiert der RSG gezielt auf Strecken mit Gefälle oder nutzt die Verzögerungsenergie zum Beispiel vor Kreisverkehren oder Ampeln. Rund zehn Prozent Kraftstoff soll der mild-hybridisierte und reibungsoptimierte Vierzylinder so einsparen: Der Normverbrauch liegt deshalb bei nur 7,1 Litern Super auf 100 km.

Der GLC kann auch sportlich

So weit, so effizient. Mit 258 PS und 370 Nm kann der GLC 300 4Matic aber auch anders. Mit zusätzlichem EQ-Boost beschleunigt er laut Mercedes in durchaus glaubhaften nur 6,2 Sekunden auf 100 km/h. Die Automatik sortiert ihre neun Gänge selbst bei forciertem Tempo stets zügig und zielsicher. Auf den Landstraßen um den Großen Feldberg herrscht dank November-Wetter auch Anfang Juni nur wenig Verkehr. Traktion ist auf den feuchten Straßen dank des serienmäßigen permanenten Allradantriebes kein Problem. Das optionale Luftfeder-Fahrwerk schluckt selbst fiese Schlaglöcher in „Comfort“-Stellung gewohnt souverän. Schnelle Wechselkurven pariert der GLC wankfrei mit dem straffer abgestimmten „Sport“ und „Sport Plus“-Modus. Analog zu den Fahrmodi greift auch das ESP in drei Stufen immer später regelnd ein. So fordert der GLC den Könner nicht nur im Gelände, sondern auch auf der Straße heraus.

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Daimler AG 1/16 Der modellgepflegte GLC kommt mit Offroad-Paket und muss sich bei der Präsentation von Mercedes gleich in einem Offroad-Parcours beweisen. Damit soll das Vorurteil, dass SUV im Gelände nicht weit kommen, widerlegt werden.
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Fazit

Mit dem Facelift und 48-Volt-Hybrid-Antrieb fährt der ohnehin schon komfortable Mercedes GLC noch geschmeidiger. MBUX sorgt für moderne Unterhaltung und umfassende Assistenzsysteme bringen noch mehr Sicherheit.

Technische Daten

Mercedes GLC 300 4Matic
Grundpreis 53.586 €
Außenmaße 4655 x 1890 x 1644 mm
Kofferraumvolumen 550 bis 1600 l
Hubraum / Motor 1991 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 190 kW / 258 PS bei 5800 U/min
Höchstgeschwindigkeit 240 km/h
Verbrauch 7,1 l/100 km
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