24h Le Mans: Das steckt hinter dem geleakten Hyundai-Sportler

Vorgestellt: Genesis Magma GT3 Concept
Das steckt hinter dem geleakten Hyundai-Sportler

24h Le Mans 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 12.06.2026
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Kaum hat der brandneue Le-Mans-Prototyp GMR-001 Hypercar seine ersten Runden beim französischen Klassiker abgespult, blicken seine Schöpfer bereits in die Zukunft. Am Freitag (12.6.) vor dem 24h-Rennen stellten Hyundai Motorsport und die Edelmarke Genesis ein GT3-Konzept vor. Besonders viele konnte es allerdings nicht mehr überraschen.

Denn einige Tage zuvor hatten schon inoffizielle Bilder des pechschwarzen Hardcore-Sportwagens die Runde gemacht. Die Hyundai-Rennabteilung ließ sich nicht beirren und blieb geduldig mit ihrer Präsentation. Der noch aus der Formel 1 bekannte Cyril Abiteboul, Teamchef von Genesis Magma Racing (GMR), sagt: "Das 'GT3 Concept' ist eine potenzielle zukünftige Ausrichtung für uns, neben unserem Engagement in der Hypercar-Klasse."

"Wir haben von Anfang an gesagt, dass Genesis Magma Racing ein langfristiges Projekt ist, und hier haben wir eine mögliche Richtung, die wir einschlagen können. Wie die Hypercar-Klasse ist auch die GT3 eine der jüngsten Erfolgsgeschichten im Motorsport." Obwohl sich die Offiziellen der Koreaner nicht klar zur Entwicklung bekennen wollen, fällt der Flirt durchaus intensiv aus.

Genesis Magma Racing - GT3 Concept
Genesis Magma

Hohe GT3-Detailgenauigkeit

Während Genesis dank hochpreisiger Straßenprodukte wie Limousinen und SUV weltweit bekannt ist, wurde der Zusatz Magma erst jüngst eingeführt. Er nimmt Bezug auf den vulkanischen Ursprung der südkoreanischen Halbinsel. Zusammen formen beide Namen das Le-Mans-Projekt als rennsportlichen Auftakt. Auf lange Sicht soll es ebenfalls Serien-Sportwagen geben. Dem GT3 Concept ging im vergangenen November ein Straßenkonzept voraus.

Der doppelte Chef-Designer Luc Donckerwolke erzählt: "Zusammen demonstrieren sie, wie Genesis das gesamte Spektrum von High Performance erkundet – vom kultivierten Gran Turismo bis hin zum kompromisslosen Motorsport." Beim GT3-Gedankenspiel hatte er allerdings weniger Freiheiten als üblich, weil sich Genesis tatsächlich am GT3-Reglement orientiert hat.

Das erkennt man allen voran am Carbon-Bodywork, aerodynamischen Anbauten und den offiziellen Le-Mans-Slicks des Partners Goodyear. Der Erstentwurf gab aber keine Auskünfte darüber, welche Art von Motor in ihn passen könnte. Im Hypercar sorgt ein 3,2 Liter großer Biturbo-V8 für Vortrieb. Diese Identität könnte man behalten wollen.

Le Mans 2026 - Genesis Magma Racing
DPPI/WEC

Echte sportliche Überraschung

Das größte Hindernis für eine allzu schnelle Umsetzung könnten ausgerechnet die großen Prototypen-Brüder werden. Bis diese vollständig sattelfest auftreten, wird erstmal der Fokus auf ihnen liegen. Dieses Jahr feiern sie bei den 24 Stunden ihr Debüt. Davor standen zwei Sechs-Stunden-Läufe der Langstrecken-WM an. Die Besatzung der #17 rund um den deutschen Le-Mans-Sieger André Lotterer konnte in Spa sogar erste Punkte sammeln.

Auch Le Mans 2026 startete überraschend gut. Beide Autos gehen aus den Top 10 ins Rennen. Lotterers Teamkollege Pipo Derani erzählte noch vor der Präsentation gegenüber auto motor und sport: "Ich bin wirklich positiv überrascht. Natürlich glaube ich sehr an unser Projekt. Aber es ist noch so frisch, dass die Startränge 6 und 9 einfach nicht zu erwarten waren."

"Wir werden deswegen aber nicht nervös. Unser erstes Ziel bleibt es, am Sonntag über die Ziellinie zu fahren", bremste der erfolgreiche Brasilianer den Hype in seinen Anfängen. Vielleicht könnte ein Erfolg aber die GT3-Ambitionen noch mehr beschleunigen. Dann müssten sich BMW, Ferrari und Co. auch im Produktionswagen-Bereich Sorgen machen.

Fazit