Wenige Tage vor dem Start der 24 Stunden von Le Mans 2026 hat Alpine ein ungewöhnliches Projekt vorgestellt. Gemeinsam mit Ausrüster Sabelt und dem italienischen Künstlerduo Van Orton entstand ein exklusiv gestalteter Rennanzug, der ein kreatives Design mit einer neuen Generation von Rennbekleidung verbinden soll.
Kern des Projekts ist der Overall Sabelt TS-12 Hypercolor, der zusammen mit dem WEC-Team unter Rennbedingungen entwickelt und getestet wurde. Alpine und Sabelt sprechen von einem Technologiesprung, der sich vor allem beim Gewicht bemerkbar macht. Mit 275 Gramm soll der Anzug deutlich leichter sein als die vorherige Generation, die noch 440 Gramm wog.
Gleichzeitig wurden Verbesserungen bei der Atmungsaktivität erzielt. Natürlich erfüllt der Anzug auch weiterhin die strengsten FIA-Standards und Vorschriften, was den Schutz im Falle eines Feuerunfalls betrifft. Möglich wurde die Umsetzung erst durch ein neues Herstellungsverfahren und eine ultraleichte Gewebestruktur, die komplexe Grafiken mit einer breiten Farbpalette mit feinen Details zulassen, ohne dass die Leistung, die Sicherheit oder der Fahrerkomfort beeinträchtigt werden.

Bei der technischen Abnahme präsentierten sich die Alpine-Piloten schon in ihren neuen Rennoveralls.
Hightech-Material und künstlerisches Design
Das Design selbst versteht Alpine als Hommage an mehr als 60 Jahre Le-Mans-Geschichte der Marke. Das Ganze allerdings neu interpretiert im Stil von Van Orton mit kühnen Geometrien, leuchtenden Farben und Pop-Referenzen. Das französische Team feiert die Aktion als besondere Premiere. Erstmals setzt ein Hersteller aus der Hypercar-Königsklasse Fahreranzüge mit einem von zeitgenössischen Künstlern entworfenen Look ein.
Inhaltlich nimmt das Projekt Bezug auf drei ikonische Fahrzeuge der Marke beim 24h-Klassiker. Genannt werden hier die Alpine M63 aus dem Jahr 1963 als erstes Modell mit dem A-Pfeil-Logo, der Renault Alpine A442B als Gesamtsieger von 1978 mit Didier Pironi und Jean-Pierre Jaussaud sowie die aktuelle Alpine A424, mit der die Marke 2026 in Le Mans an den Start geht.
Präsentiert wurde die Kreation im Rahmen der technischen Abnahme. Die Verantwortlichen wollen damit ein Zeichen setzen, dass sich Spitzentechnologie im Motorsport nicht nur über Performance definieren muss, sondern auch als Träger kreativer Gestaltung funktionieren kann.












