Die diesjährige Ausgabe des 24h-Rennen Nürburgrings bricht alle Rekorde. Mit 161 Startern sind alle Startplätze ausgebucht, die Zuschauer-Tickets fürs gesamte Wochenende sind ebenfalls schon vergriffen – es gibt nur noch Tagestickets. Neben Max Verstappen und dem BMW M3 Touring 24H ist der HWA Evo.R einer der Gründe, weshalb die Fans völlig ausrasten.
Beim 24h Qualifiers-Wochenende standen die Fans schon in einer großen Traube vor der Garage und machten Schnappschüsse von den beiden Retro-Rennern, die an den Mercedes 190E Evo angelehnt sind. Einer ist im ikonischen Kärcher-Design gehalten, das es schon in der DTM gab. Das andere trägt ein sattes dunkelgrün und den Namen des Sponsors Parkside. Wer den Werkzeughersteller noch nicht kennt, hat womöglich spätestens mit dem aktuellen Prospekt des Dicounters Lidl nun endgültig davon gehört. Denn in diesem Blättchen, das diese Woche fast in jeden Haushalt flattert, ist der HWA Evo.R in diesem Design nun abgedruckt, um die Produkte zu bewerben.
"Der Zuspruch der Fans ist wirklich überwältigend", sagt HWA-Chef Martin Marx. Kein Wunder, schließlich lesen sich die Nachnamen der Fahrer auch beeindruckend. Ludwig, Winkelhock und Asch dürfte einigen DTM-Fans ein breites Grinsen bescheren. Es ist allerdings nicht die erste Rennfahrer-Generation gemeint, sondern die zweite. Sebastian Asch, Markus Winkelhock und Luca Ludwig sitzen im Kärcher-HWA mit dem amerikanische Rennfahrer Adam Adelson.

Der HWA Evo.R in der grünen Parkside-Lackierung.
HWA mit besonderem Art Car
Aber auch die anderen Lineups sind mit Promis besetzt. Der ehemalige DTM-Champion Bruno Spengler teilt sich das Parkside-Auto mit Peter Ludwig, Evald Holstad und sport auto-Redakteur Christian Gebhardt. Insgesamt bringt man es auf 93 Teilnahmen beim 24h-Rennen, drei Gesamtsiege, vier Podien und eine Pole-Position.
Das dritte Auto und dessen Design präsentierte man wenige Tage vor dem 24h-Rennen Nürburgring. Es wird pilotiert von Adam Adelson, Renger van der Zande, Ex-DTM-Champion Jamie Green und Lance-David Arnold. Und das dürfte vor allem in der Nacht überraschen. Denn das "Art Car", das von Designerin Hanna Schönwald im Rahmen einer Kooperation mit Wempe entworfen wurde, wird in der Nacht einen besonderen Glow haben. Die sehr minimalistischen Linien mit Leuchteffekt ziehen sich über das schwarz matt lackierte Auto, das sich damit in eine Discokugel verwandeln wird, wenn es von den Scheinwerfern der anderen Autos angestrahlt wird.

Designerin Hanna Schönwald hat das Evo.R Art Car gestaltet.
15 Renn-Exemplare geplant
Der 3,0-Liter-V6-Biturbo im HWA Evo.R leistet 560 PS, startet in der SP-X-Klasse und soll es in Sachen Rundenzeiten irgendwo zwischen GT4-Autos und Porsche 911 Cup bringen. Nach dem 24h Qualifiers-Wochenende machte man noch minimale Anpassungen. "Wir haben de Schalt-Applikation angepasst und auch am Motor noch was gemacht. Es ging darum, den Ladedruck etwas zu glätten, um keine Overboosts zu haben", erklärt Marx. Die Fahrer sollten sich zudem über eine bessere Belüftung freuen, doch bei den aktuellen Temperaturen am Ring braucht es ohnehin eher eine Heizung.
Insgesamt spulte man 11763 Testkilometer ab. Das Ziel: "Wir wollen einfach nach 24 Stunden alle drei Autos über die Ziellinie fahren sehen", so Marx. Was die Fans freuen wird: "Egal, was es zu reparieren gibt, wir werden es reparieren. Auch wenn das mehrere Stunden dauert", verrät er die Philosophie für das Wochenende. Sollte alles glatt gehen, wäre es die beste Werbung für die Zukunft des Autos. HWA hat verkündet, 15 Exemplare der Rennversion zu bauen. Die Fans könnten also auch weiterhin in den Genuss des Retro-Renners kommen.







