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McLaren Artura GT4 - Rennwagen
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McLaren Artura GT4 und Markenpokal: Kundenrennwagen ohne Hybrid

McLaren Artura GT4 und Markenpokal Kunden-Rennwagen ohne Hybrid

McLaren stellt die zweite Rennversion auf Artura-Basis vor. Einen Markenpokal-Racer, der ohne "Balance of Performance"-Restriktionen stärker und schneller ist als der GT4-Bolide.

Im McLaren Artura führen ein turbogeladener Sechszylinder-Motor und eine E-Maschine zu massiver Leistung. Der Plug-in-Hybrid-Sportwagen für die Straße leistet in Summe 680 PS. Und wiegt trotz eines fast 90 Kilogramm schweren Akkus noch unter 1,5 Tonnen. Noch einmal deutlich leichter ist der Artura-Rennwagen, den der britische Hersteller in Goodwood auf dem Festival of Speed (23.6-26.6.) vorstellte und bald auf die GT4-Klasse loslässt.

Das Regelwerk erlaubt hier keine Hybridkomponenten. Also werden E-Motor und Batterie ausgebaut. Das allein senkt das Fahrzeuggewicht um 130 Kilogramm, wie McLaren ausführt. Gegenüber dem Vorgänger McLaren 570S GT4 speckt der Artura GT4 etwa 100 Kilogramm ab.

Flacher V6-Turbo mit über 500 PS

Auch der GT4-Rennwagen basiert auf McLarens Carbon Lightweight Architecture (MCLA) – ein Monocoque in Leichtbauweise. Wo im Straßen-Sportwagen die Hybrid-Batterie verbaut ist, hausen im Artura GT4 die Tankblase und Nebenaggregate. McLaren spricht in Summe von einem Fassungsvermögen von 110 Litern. Zwei Förderpumpen und eine Hauptpumpe würden sowohl die Zuverlässigkeit als auch die Performance verbessern.

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Der V6-Motor mit zwei Turboladern im heißen V ist auf sich allein gestellt. Die Leistungsausbeute ist trotzdem beachtlich. Der drei Liter große Motor mit einem Bankwinkel von 120 Grad treibt das Serienmodell mit 585 PS an. Wie viel der Rennwagen herausholen darf, hängt mit der Balance of Performance (BoP) zusammen.

Rückwärtsgang ist Pflicht

Der 570S GT4 setzte auf einen V8-Turbomotor. Sein Nachfolger soll vom geringeren Motorgewicht, kompakteren Einbau und tieferen Schwerpunkt profitieren. McLaren will zudem die Gasannahme geschärft haben. Der Artura GT4 schaltet über ein Siebengang-Getriebe. Die Übersetzung fällt kürzer aus. Vielleicht fragen Sie sich, warum McLaren nicht den Achtgang-Doppelkuppler der Straßenversion übernommen hat? Weil hier der E-Motor die Aufgabe des Rückwärtsgangs übernimmt. Im Rennwagen ist der Rückwärtsgang im Getriebe vorgeschrieben.

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V6 statt V8: Der Artura GT4 folgt auf den 570S GT4.

Die Leistung setzt der Hinterachse zu. Dort verbaut McLaren ein mechanisches Sperrdifferenzial. Das Motorsteuergerät stammt von Bosch. Profis wie Amateure werden den Artura GT4 gleichermaßen bewegen. ABS und eine einstellbare Traktionskontrolle – je nach Witterungsverhältnissen – dient vor allem Letzteren.

Aerodynamik des Artura GT4

Die Vorderreifen sind breiter, die Dämpfung sei besser als im 570S GT4 – sagt der Hersteller aus dem britischen Woking. McLaren überarbeitete obendrein die Kühlung der Bremsen und verspricht einen verbesserten Service. So lassen sich die Hauben leichter abnehmen. Der Heckflügel schmiegt sich von hinten an das Chassis an. Damit lässt sich die hintere Verkleidung abnehmen, ohne den Flügel anfassen zu müssen.

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An der Front zieht sich ein Splitter in die Breite. Die vorderen Radhäuser werden auf der Oberseite über kleine Kiemen entlüftet. Damit Fahrerwechsel schneller ablaufen, erleichterte man den Ein- und Ausstieg. Die Pedaliere lässt sich an die Größe der Pilotinnen und Piloten anpassen. Diese greifen in ein Lenkrad mit beleuchteten Tasten – für die Fahrt bei Tag und durch die Nacht. Die Instrumententafel stammt von Bosch.

Kundensport-Renner ohne BoP-Einschränkungen

Auf die Balance of Performance muss die zweite Rennversion auf Artura-Basis keine Rücksicht nehmen; sie ist allein für den Markenpokal McLaren Trophy vorgesehen. Dieser Bolide nutzt zwar den GT4-Renner als Basis und verzichtet damit ebenfalls auf Elektro-Unterstützung im Antriebsstrang, tritt aber mit mehr Verbrenner-Power an. Er trifft exakt die 585 PS des Motors aus dem Serienauto, lässt sich mit Anpassungen der Motorelektronik jedoch auf GT4-Niveau zurückrüsten. Ein anderer Heckflügel vergrößert den aerodynamischen Abtrieb und ein modifizierter Auspuff verändert die Stimmlage, während die Leermasse sinkt, da die BoP-Ausgleichsgewichte verschwinden.

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Für die McLaren Trophy erhält der Artura GT4 einen größeren Heckflügel.

In der McLaren Trophy, die künftig im Rahmen der Fanatec GT World Challenge Europe-Serie ausgetragen wird, trifft der Artura auf seinen Vorgänger: Der 570S Trophy darf weiterhin im Markenpokal antreten; McLaren sichert zudem die dafür nötige Ersatzteilversorgung und technische Unterstützung zu. Unabhängige Rennteams besetzen ihre Cockpits sowohl mit Amateur- als auch aufstrebenden Profifahrern. Der Kalender umfasst Termine in Frankreich (Circuit Paul Ricard), Italien (Misano), Deutschland (Hockenheimring) und Spanien (Barcelona), wobei zur Mitte der Saison im Rahmen des 24-Stunden-Rennens in Spa-Francorchamps (Belgien) der Höhepunkt wartet.

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McLaren legt zwei Rennversionen des Artura auf: Einen GT4-Boliden und einen Markenpokal-Renner, wobei Letzterer ohne BoP-Restriktionen mehr Power bei geringerem Gewicht und höherem Antrieb auf die Strecke bringt. Er dürfte der Performance eines GT3-Autos damit deutlich näher sein als der GT4-Bruder.

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