Dodge legt den Charger Super Bee für 2027 neu auf und startet mit einer limitierten Launch Edition. Ein 3,0‑Liter Biturbo-Reihensechser liefert 608 PS (447 kW) und 720 Nm. Den Sprint auf 100 km/h schafft der Super Bee in 3,6 Sekunden, die Viertelmeile in 11,8 Sekunden.
Allrad serienmäßig, RWD per Lenkradtaste
Dodge koppelt den Super Bee serienmäßig an Allradantrieb. Per Taste am Lenkrad schaltet der Fahrer in einen reinen Hinterradmodus und verschiebt 100 Prozent des Drehmoments nach hinten. Launch Control, Line Lock und eine Torque-Reserve-Funktion unterstützen Starts und wiederholbare Beschleunigungsruns.
16 Zoll Brembo, 305er rundum
Dodge setzt auf 16‑Zoll-Bremsscheiben rundum und kombiniert sie mit Sechskolben-Festsätteln vorn sowie Vierkolben-Festsätteln hinten. 20×11‑Zoll-Schmiederäder tragen Goodyear Eagle F1 Supercar 3 in 305/35 ZR20. Dodge verspricht damit guten Grip und eine hohe Standfestigkeit auf dem Kurs.
Neue Adaptivdämpfer, straffer abgestimmt
Neue Dual‑Valve-Adaptivdämpfer regeln die Dämpfung laufend und sollen die Karosserie straffer führen. Dodge arbeitet nach eigenen Angaben mit hohen Federraten, zudem haben die Ingenieure die Steifigkeit an den Fahrwerkslagern erhöht. Dabei sollen ein präziseres Einlenken und weniger Untersteuerneigung herauskommen.
Dual-Valve-AdaptivdämpferIm Gegensatz zu herkömmlichen adaptiven Stoßdämpfern, die oft nur ein einziges Ventil für beide Bewegungsrichtungen nutzen, kann diese Technologie die Dämpfung beim Einfedern (Druckstufe) und Ausfedern (Zugstufe) unabhängig voneinander und in Echtzeit anpassen. Das reduziert den Kompromiss zwischen sportlicher Härte und komfortablem Dahingleiten.
Mehr Luft für mehr Belastung
Dodge hat im Vergleich zum Serienmodell die Front überarbeitet und die Luftwege zu den Kühlern und Bremsen vergrößert. Zusätzliche Kühler und neue Luftführungen sollen die thermischen Reserven erhöhen. Ein längerer Frontsplitter und ein größerer Heckspoiler optimieren die Aerodynamik.
Track Mode, Drag Mode und Datenrekorder
Dodge ergänzt neue Track- und Drag-Modi, die Antrieb, Schaltung, Dämpfer und Regelsysteme an die gewünschte Fahrt-Art anpassen. Ein Drive Experience Recorder von Cosworth zeichnet die Fahrt auf Wunsch als 1.080p-Video samt Fahrzeugdaten auf und exportiert die Sessions für eine Auswertung.
Line LockEin Line Lock ist eine elektronische Funktion, die bei sportlichen Autos die Bremsen der Vorderachse blockiert, während die Hinterräder frei drehen können. Per Knopfdruck sichert ein Ventil im Bremssystem den Hydraulikdruck an den vorderen Bremszangen, sobald der Fahrer das Bremspedal tritt und wieder loslässt. Dadurch bleibt das Auto stehen, während der Fahrer Gas geben kann, um die Hinterreifen durchdrehen zu lassen. Dieses System dient beim Drag Racing dazu, die Reifen vor dem Start durch einen Burnout für besseren Grip aufzuwärmen.
Launch Edition: drei Farben, eigene Details
Dodge bietet die Launch Edition in Sucker Punch, Shady und Diamond Black an. Außen kommen modellspezifische Grafiken, schwarze 20-Zöller und gelbe Bremssättel, innen Stoff-Performance-Sitze mit Super-Bee-Stickereien. Preis, Bestellstart und Verfügbarkeit nennt Dodge später.

Im dunkeln Innenraum leuchtet nur die 12-Uhr-Markierung des Lenkrads: digitales Kombiinstrument, breiter Touchscreen und Sportsitze im Charger Super Bee.
Hemi als nächster Schritt?
US-Branchenkenner rechnet mit weiteren Ausbaustufen des neuen Charger und bringen dabei auch eine mögliche Rückkehr des Hemi-V8 ins Spiel. Dodge kündigt stärkere SRT-Modelle an, hält sich beim Motor aber bedeckt.












