38.995 Euro Einstieg: BAW 212 startet als Benziner in Deutschland

Geländewagen-Neuvorstellung
BAW 212 jetzt als Benziner erhältlich

ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.08.2026
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08/2026 BAW 212 B Benziner
Foto: Indimo

Beim neuen 212 B sitzt ein 2,0‑Liter‑Turbobenziner mit 160 kW (218 PS) und 380 Nm unter der Haube. Er hängt an einer 8‑Gang‑Automatik und treibt über zuschaltbaren Allrad alle vier Räder an.

Das 8‑Gang‑Automatikgetriebe stammt von ZF, einem der großen Getriebelieferanten. An das ZF‑Getriebe ist ein Untersetzungs- und Verteilergetriebe von BorgWarner angeflanscht.

Sperren und Achskonzept

Für Traktion setzt der 212 auf elektrisch zuschaltbare mechanische 100‑Prozent‑Achssperren an beiden Achsen. Eine 100‑Prozent‑Sperre koppelt die Räder einer Achse starr, damit nicht das Rad mit dem wenigsten Grip durchdreht.

Zum Schutz vor Schäden gibt es Einschränkungen: Bei eingelegter Hinterachssperre warnt das System ab 40 km/h. Die vordere Sperre wird zusätzlich automatisch deaktiviert. Beim Fahrwerkskonzept bleibt der 212 klassisch und robust. Er nutzt Starrachsen vorne und hinten.

Leiterrahmen und Offroad-Maße

Die Basis des Autos ist ein Leiterrahmen, also ein tragender Rahmen wie bei vielen Nutzfahrzeugen. Darauf sitzt die Karosserie, was im Gelände Robustheit und gute Reparierbarkeit verspricht.

Zu den harten Eckdaten zählen beim in Deutschland angebotenen Modell 235 Millimeter Bodenfreiheit. Dazu passen die 265/70‑R17‑Reifen, die mit hohem Querschnitt eher auf Geländetauglichkeit als auf Sport setzen.

Zur Offroad-Hardware gehört außerdem eine elektrische Seilwinde ab Werk. Praktisch ist auch, dass der 212 hierzulande als Fünftürer kommt und in einer Komplettausstattung angeboten wird. Wer den Geländewagen als Arbeits- oder Freizeitgerät nutzt, muss damit nicht lange Optionen abhaken.

Daten für Alltag und Betrieb

Beim Benziner nennt der Importeur eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Beim Verbrauch ist er deutlich weniger zurückhaltend: In den technischen Daten stehen 11,4 Liter im Durchschnitt.

Beim Diesel liegt der WLTP‑Verbrauch kombiniert bei 8,5 l/100 km, dazu kommt ein 80‑Liter‑Tank. Als Bild gesprochen sind das eher "Langstrecke mit Reichweite" als "kurze Leine", während der Benziner an der Zapfsäule schneller wieder Thema wird.

Für den Alltag sind auch Gewichte und Lasten relevant. Der Benziner ist 2,23 Tonnen schwer und trägt 415 Kilogramm Zuladung. 2.500 Kilogramm gebremste Anhängelast sind eingetragen.

Technik trifft Komfortpaket

Innen wirkt der 212 deutlich moderner als seine kantige Form erwarten lässt. Das Cockpit kombiniert ein 10,25‑Zoll‑Kombiinstrument mit einem 12,3‑Zoll‑Zentraldisplay. Dazu kommen DAB+, Apple CarPlay und Android Auto sowie kabelloses Laden mit 50 Watt.

Für Komfort im Alltag sind elektrisch verstellbare, beheiz- und belüftbare Mikrofaser-Sitze vorn an Bord. Zwei‑Zonen‑Klimaautomatik, Lenkradheizung, Keyless Entry, LED‑Beleuchtung und ein Glasschiebedach sind ebenfalls Serie.

Auch Assistenzsysteme sind dabei, darunter adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurverlassenswarner sowie Bergan- und Bergabfahrhilfe. Eine 360‑Grad‑Kamera mit Unterbodenansicht hilft beim Rangieren und kann im Gelände den Blick nach vorn ersetzen, wenn die Motorhaube die Kante verdeckt.

Preis und Einordnung Deutschland

Für Deutschland wichtig ist vor allem das Paket aus Preis und Serienumfang. Der Benziner startet bei 38.995 Euro und liegt damit 2.855 Euro unter dem Diesel. Eine Aufpreisliste gibt es nicht.

Indimo bietet fünf Farben ohne Aufpreis und verkauft den Wagen nur als Komplettausstattung. Der Preisvorteil relativiert sich jedoch über die Betriebskosten. Der deutlich höhere Durchschnittsverbrauch des Benziners fällt an der Zapfsäule im Alltag schneller auf als im Prospekt. Für viele Käufer wird deshalb entscheidend sein, ob sie den 212 als Freizeit-Offroader oder als Zug- und Arbeitsfahrzeug einsetzen.

Fazit