Mate Rimac kündigt Verbrennungsmotor-Zukunft für Bugatti an Rimac
Elektro Supersportwagen Rimac Nevera Serienmodell 2021
Elektro Supersportwagen Rimac Nevera Serienmodell 2021
Elektro Supersportwagen Rimac Nevera Serienmodell 2021
Elektro Supersportwagen Rimac Nevera Serienmodell 2021 34 Bilder

Mate Rimac im Interview: "Bugatti-Logo drauf und Feierabend"

Mate Rimac im Interview Bugatti-Logo drauf und Feierabend? Nicht mit Rimac!

Seit November 2021 gibt es das Joint Venture Bugatti Rimac, an dem der kroatische Elektro-Hypercar-Pionier Mate Rimac 55 Prozent hält, während Porsche mit 45 Prozent strategischer Partner ist. Doch wie sieht die Zukunft des Unternehmens aus, was plant der CEO Rimac mit Bugatti und warum verzögert sich der Nevera?

Aus dem Interview mit der Automotive News Europe gibt es hier die wichtigsten Aussagen …

… zum Supersportwagen Nevera

Ursprünglich sollt der 1.914 PS starke Nevera schon seit 2020 am Start sein, doch es gibt Verzögerungen, "weil es ein super komplexes Projekt ist." Rimac stellt die gesamte Elektronik sowie viele Teile selbst her, Soft- und Hardware seien selbst entwickelt. "Wir müssen Tausende und Abertausende von elektronischen Komponenten für jedes Auto beschaffen. Und das erweist sich aufgrund der Chipknappheit als Herausforderung." Schließlich würden Komponenten, die einen US-Dollar Wert seien "in einigen Fällen" nun bis zu 100 Dollar kosten. Entsprechend musste man einige Designs und Komponenten ändern. Innerhalb der nächsten zwei Monate sollen die ersten Autos aber nun zu den Kunden kommen.

08/2021, Rimac Nevera auf der Viertelmeile
E-Auto

… zur Zukunft von Bugatti

Die Luxusmarke von VW war nach Angaben von Mate Rimac in den letzten Jahren erfolgreich und profitabel. Der CEO Stefan Winkelmann habe gute Arbeit geleistet und ihm ein "gutes Unternehmen hinterlassen, auf dem ich aufbauen kann". Dabei sieht der Kroate bei Bugatti nicht ein Problem der Rentabilität. "Das Problem war, was kommt als nächstes?" fragt er. "Wenn man sich Bugatti ansieht, basiert alles auf dem fast zwei Jahrzehnte alten W16-Motor." Das Triebwerk sei geschaffen für das Hypercar-Geschäft und es wäre das Einfachste für uns, den Nevera zu nehmen und ein Bugatti-Logo darauf zu knallen und Feierabend zu machen."

Mate Rimac kündigt Verbrennungsmotor-Zukunft für Bugatti an
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Aber der Rimac-Boss hat sich dagegen entschieden. "Ich bin zwar ein Elektroauto-Typ, aber ein Bugatti sollte noch einige Zeit einen Verbrennermotor haben", stellte er fest. Es müsse aber so entwickelt werden, dass es finanziell tragbar ist. Die Entwicklung der nächsten Bugatti-Modelle soll der des Nevera folgen – und zwar mit einem minimalen Budget. "Wir werden das Gleiche für zukünftige Bugattis tun und wirklich außergewöhnliche Produkte schaffen, die mit nichts anderem auf dem Markt vergleichbar sind, aber ohne Milliarden dafür auszugeben. Das ist wirklich der Schlüssel." Und da Bugatti bis 2025 ausverkauft sei, habe man eine unglaublich gute Ausgangsposition.

… zur Produktion

Zusammen mit dem Nevera und Bugatti wird Rimac zum größten Hypercar-Akteur auf dem Markt. Vom Nevera werden insgesamt 150 Modelle gebaut, 50 Exemplare pro Jahr. Die Bugatti-Produktion gibt Mate Rimac mit 80 Modellen per anno an. "Wir sprechen dort von Hunderten von Millionen an Einnahmen." Der Schlüssel des Erfolgs liegt jedoch bei der Komponentenfertigung. Um in den frühen Jahren sein Unternehmen am Leben zu halten, konzentrierte sich Rimac neben dem Supersportwagen vor allem darauf, für andere Autohersteller zu arbeiten. "In diesen frühen Tagen haben wir etwa 200 Batterien für Koenigsegg und 150 für den Aston Martin Valkyrie hergestellt." Heute arbeite man an Projekten "bei denen wir Batterien zu Zehntausenden produzieren und diese auf Hunderttausende Einheiten pro Jahr für einen großen Autokonzern steigern. Es sind nicht nur Batterien, sondern auch Antriebe, E-Achsen und Infotainmentsysteme."

Rimac Bugatti Fusion Porsche Konzern Übernahme Anteile
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… zum Wachstum

In der Nähe von Zagreb baut Rimac aktuell einen Campus als neues Hauptquartier mit einer nachhaltigen Produktion auf. Doch schon heute sei klar, dass noch bevor die ersten dort einziehen werden, Rimac ihm entwachsen sein werde. "Wir denken bereits über Campus Nr. 2 und Nr. 3 nach oder über die Schaffung eines Megacampus, weil wir so schnell wachsen."

Nichtsdestotrotz setzt Mate Rimac auf Transparenz und darauf, die Community mit einzubeziehen. Deshalb verzichtet er bei seinem Campus auch darauf, sich hinter Zäunen zu verstecken. "Wozu braucht man Zäune?", fragt er. "Können Sie, wenn Sie eine Einrichtung von Grund auf neu bauen, sie nicht schön gestalten und trotzdem die Dinge schützen, die Sie schützen müssen, ohne Menschen auszuschließen?" Man wolle Teil der örtlichen Gemeinschaft sein und einen schönen Ort für die Mitarbeiter schaffen. "Sie sollten nicht ankündigen müssen, wenn ein Freund oder ihr Kind vorbeikommt. Wir sind als Unternehmen sehr offen."

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Nein, Bugatti verliert an Exklusivität!

Fazit

Der zwei Jahrzehnte alte W16-Motor des Bugatti ist einen große Hypothek für Bugatti, trotzdem will Mate Rimac den Supersportler aus Molsheim nicht einfach zu einem umgebadgten Nevera machen. Stattdessen strebt er für Bugatti an, mit minimalen Kosten ein Maximum an Exklusivität zu erreichen – inklusive eines Verbrennermotors.

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