Takao Kato, CEO von Mitsubishi Motors, hat auf dem Tokyo Auto Salon 2026 eine wichtige Ankündigung gemacht. Kato bestätigte: "We will launch a new full-fledged off-road SUV in 2026" ("Wir werden 2026 einen neuen vollwertigen Offroad-SUV starten"). Dies deutet stark auf die Rückkehr des Pajero hin und bestätigt auch unsere Interpretation der jüngsten Erlkönig-Bilder (siehe Fotoshow).
Auf Pick-up-Basis
Das neue Modell wird voraussichtlich auf derselben Leiterrahmen-Plattform wie der Mitsubishi Triton Pick-up basieren. Als Antrieb ist der 2,4-Liter-Twin-Turbo-Dieselmotor aus dem Triton im Gespräch, der 201 PS und 470 Nm Drehmoment liefert. Damit positioniert sich der kommende Mitsubishi-Geländewagen leistungsmäßig auf Augenhöhe mit dem Toyota Land Cruiser J25. Gerüchteweise prüft Mitsubishi außerdem eine Plug-in-Hybrid-Variante auf Basis des Outlander-PHEV-Antriebs. Diese Kombination aus 2,4-Liter-Benziner und zwei Elektromotoren bringt 248 PS und 450 Nm auf die Straße. Offizielle Preisangaben gibt es noch nicht; japanische Medien nennen eine Spanne zwischen 5,5 und 7,5 Millionen Yen (rund 30.000 bis 41.000 Euro), was in anderen Märkten deutlich höher ausfallen dürfte.
Auf Testfahrten in Südeuropa wurde ein stark getarnter Erlkönig gesichtet, der einige Details preisgibt. Das Fahrzeug zeigt eine markante Karosserieform, die stark an den 2025 in Indonesien vorgestellten Mitsubishi Destinator erinnert. Auffällig am getarnten Fahrzeug sind die deutlich erkennbare hohe Bodenfreiheit, klassische Trittbretter als Hinweis auf einen Leiterrahmen und das deutlich sichtbare Differenzialgehäuse einer hinteren Starrachse. Echte Geländewagentechnik also.
Optik wie beim Destinator
Die optischen Details des Erlkönigs deuten auf eine enge Interpretation des Destinator-Designs hin. Charakteristische Elemente wie die Scheinwerferform, hochgezogene Motorhaube, breite C- und D-Säulen sowie ein Heckabschluss mit Dachspoiler ähneln sich bei Erlkönig und Destinator. Sogar der Tankdeckel sitzt an derselben Stelle. Der Destinator ist allerdings ein moderner SUV ohne Gelände-Ambitionen, nur mit Frontantrieb und mit selbsttragender Karosserie.
Ob Mitsubishi das neue Modell in Europa anbieten wird, ist noch offen. Ein Markt für große Geländewagen existiert weiterhin, wenn auch stetig rückläufig. Was nicht zuletzt den enormen Preisen auf Oberklasse-Level geschuldet ist So ruft Toyota in Deutschland mindestens 82.490 Euro für den Land Cruiser auf. Dieses Preisniveau könnte für Mitsubishi durchaus ein Anreiz sein. Zuvor wird ein neuer Pajero aber sicherlich auf klassischen Offroad-Märkten wie Australien oder den Arabischen Emiraten debütieren.
2021 war der Pajero in Europa Geschichte
Das bisherige Ende des Pajero in Europa zeichnete sich bereits mehrere Jahre vor der endgültigen Einstellung ab. Mitsubishi nahm das Modell 2018 schrittweise aus den europäischen Märkten, offiziell vor allem wegen verschärfter Abgas- und CO₂-Vorgaben der EU. Technisch basierte der Pajero zu diesem Zeitpunkt noch immer auf einer Plattform, deren Grundkonzept bis in die frühen 2000er-Jahre zurückreichte. Die vierte Generation war seit 2006 im Verkauf und erhielt zuletzt nur noch punktuelle Modellpflegen, größere Investitionen in neue Motoren oder Elektrifizierung blieben aus.
2021 endete schließlich auch auf dem Heimatmarkt das Angebot, verbunden mit der Schließung des traditionsreichen Pajero-Werks im japanischen Gifu. Der kommende Pajero soll voraussichtlich in Thailand produziert werden, was ebenfalls eine enge technische Verwandschaft mit dem dort hergestellten Pick-up Triton nahelegt.












