Mercedes A-Klasse-Nachfolger für 2028: So kommt das fünfte MMA-Modell

Neue Mercedes A-Klasse
Fünftes MMA-Modell ab 2028

ArtikeldatumVeröffentlicht am 09.02.2026
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Für die neue A-Klasse -Modellfamilie auf Basis der Mercedes Modular Architecture (MMA) als Nachfolge zur MFA (Modulare Frontantriebsarchitektur) waren lange vier Modelle vorgesehen: CLA (siehe Bildergalerie), CLA Shooting Brake sowie GLA und GLB. Ausgerechnet der Namensgeber der Familie, die A-Klasse als klassisches, kompaktes Schrägheckmodell in VW-Golf-Größe, war nicht mehr vorgesehen. Inzwischen hat Konzernchef Ola Källenius bestätigt, dass man sich nach Gesprächen mit europäischen Händlern zu einer Neuauflage der A-Klasse als fünftes Modelle der Familie entschlossen habe. Der Nachfolger soll 2028 erscheinen. Entwicklungschef Jörg Burzer erklärt im Interview mit der Automobilwoche, es werde sich um ein eigenständiges Modell auf der MMA-Plattform handeln.

Eher ein SUV

Zum Design der neuen A-Klasse äußern sich Burzer und Källenius nicht bisher nicht. Nach Informationen der Automobilwoche soll es sich um ein Crossover-Modell, also um ein etwas niedrigeres SUV handeln.

Burzer betonte, Mercedes wolle "vor allem für Europa" weiterhin ein attraktives Einstiegsmodell auf MMA-Basis anbieten. Das geplante Modell soll also insbesondere europäische Kunden an die Marke Mercedes heranführen. Burzer betont, dass man auf den asiatischen Märkten speziell mit Modellen mit langem Radstand die Kunden überzeugen wolle und dass es auch Überlegungen zu stärker auf die Bedürfnisse von US-Kunden zugeschnittenen Modellen gäbe.

MMA als flexible Einstiegs-Plattform

Die Mercedes-Benz Modular Architecture (MMA) ist eine neu entwickelte, primär auf Elektroantriebe ausgelegte, modulare Plattform für Mercedes’ künftiges Einstiegs- und Kompaktsegment. Sie bündelt BEV und 48-Volt-Mildhybrid unter einem technischen Dach; bei den reinen Elektrovarianten (EQ) arbeitet die MMA mit 800-Volt-Technik (lade-/variantenabhängig) und bei allen Modellen mit einer neuen Elektronik- und Softwarebasis (MB.OS). Bei den EQ-Versionen ist der Basisantrieb heckgetrieben, 4MATIC entsteht über eine zusätzliche E-Maschine an der Vorderachse; die Benzin-Mildhybride starten mit Frontantrieb, Allrad ist je nach Auslegung möglich. Das bislang günstigste MMA-Modell ist aktuell der CLA-Benziner ab 46.240 Euro (Deutschland).

Der A-Klasse-Nachfolger dürfte im ungarischen Werk Kecskemét gebaut werden. Dorthin wird auch das aktuelle Modell im ersten Quartal aus Rastatt verlagert, bevor es Ende 2027 ausläuft und durch seinen Nachfolger ersetzt wird. Als Grund werden niedrigere Kosten im Vergleich zu Deutschland genannt; Burzer sieht für die Plattform ein "profitables Wachstumspotenzial" in Europa. Somit dürfte die neue A-Klasse deutlich günstiger sein als der CLA – möglicherweise mit einem Einstiegspreis in Höhe von unter 40.000 Euro.

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