Kompakt-SUV Skoda Kamiq (2019)

Yeti-Nachfolger fast ungetarnt erwischt

Skoda Kamiq Erlkönig Foto: Stefan Baldauf

Skoda präsentiert auf dem Genfer Autosalon sein drittes SUV-Modell. Der kleinste SUV der Marke ist optisch nah an seinem Vorboten, der Studie Vision X. Kurz vor seiner Premiere haben wir den Kamiq jetzt nahezu ungetarnt erwischt.

Der bisher als Polar bekannte, kompakte Crossover heißt Kamiq. Kamiq? Da war doch was!Richtig, 2018 hatte Skoda für den chinesischen Markt ein SUV-Modell unter dem gleichen Namen, jedoch nicht auf MQB-Basis präsentiert. Mit dem Skoda Kamiq für Europa hat die noch auf der alten PQ34-Plattform des VW Golf VI basierende China-Version aber nichts zu tun.

Skoda Kamiq: Wie eine zweite Haut

Dass es einen kompakten SUV der VW-Marke geben wird, war schon seit geraumer Zeit bekannt. Zunächst firmierte das Modell unter dem Arbeitstitel „Polar“, schließlich musste aber das Modell mit „K“ beginnen und mit „q“ enden, um sich in der Modell-Bezeichnung „Karoq“ und „Kodiaq“ einzureihen. Nun also Skoda Kamiq, was soviel bedeutet wie ein „Der Zustand, wenn etwas wie eine zweite Haut in jeder Situation perfekt passt.“ So sagen es die im Norden Kanadas und in Grönland lebenden Inuit.

Foto: Skoda / ams
Rechts im Bild sehen Sie den aktuellen Karoq, links das Teaser-Bild des Crossover-Modells. Erkennbar: Die Lage der Tagfahrlichter unterscheidet sich, die Außenspiegel dagegen sind gleich.

Der Kamiq ist nach Skoda-Diktion ein „kompaktes und lifestyle-orientiertes Einstiegsmodell“ und „verbindet die Agilität und das Fahrverhalten eines Kompaktfahrzeuges mit den klassischen Vorteilen eines SUV – höhere Sitzposition, bessere Übersicht, bequemeres Ein- und Aussteigen sowie eine größere Bodenfreiheit.“

Auf einem ersten Teaser-Foto war die Licht-Signatur an der Front mit LED-Scheinwerfern und nach oben abgesetzten Tagfahrlichtern inklusive dynamischer Blinker zu erkennen. Genau anders herum, als beim größeren Karoq also. Was sich dagegen gleicht, ist die Form der Außenspiegel. Zwei weitere Skizzen von Skoda zeigen nun, dass der neue Crossover optisch ganz nah an der bereits im März 2018 präsentierten Studie Vision X bleiben wird. Gut so, denn die hat damals auf dem Genfer Salon schon einen wohlproportionierten Eindruck gemacht. Dass der neue Skoda auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) steht, ist bereits bestätigt. Präzise gesagt wird es der MQB A0 sein, auf dem auch der VW T-Cross und der Seat Arona basieren.

Im Innenraum folgt der Kamiq der Studie Vision RS und wartet mit einem freistehenden Bildschirm auf der Armaturentafel auf. Optional ist das Virtual Cockpit zu haben. Die seitlichen Lüftungsdüsen reichen bis in die Türen, die Applikationen zeigen sich großflächig, die Ambientebeleuchtung wird in den Farben kupfer, rot oder weiß bestellbar sein.Dazu gibt es neu genarbte Oberflächen und Bezugstoffe. Für Komfort sollen Heizungen in den Sitzen vorne und hinten sowie im Lenkrad und in der Frontscheibe sorgen. Das Kofferraumvolumen beträgt 400 Liter. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen erhöht sich das Volumen auf insgesamt 1.395 Liter.

Skoda Kamiq Erlkönig Foto: Stefan Baldauf
Als Erlkönig beinahe ungetarnt erwischt.

Kurz vor seiner Premiere auf dem Genfer Autosalon ist der Skoda Kamiq unserem Erlkönigjäger nahezu ungetarnt vor die Linse gefahren. Die dabei gemachten Aufnahmen bestätigen, was die ersten Skizzen bereits gezeigt haben.

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Vision X gab einen Ausblick auf den Kamiq

Das Concept Car Vision X war mit 4,25 Meter rund 10 Zentimeter länger als der Arona und gut 2,5 Zentimeter länger als einst der Skoda Yeti. Somit könnte man den Kamiq auch als den Nachfolger des 2017 zugunsten des Karoq eingestellten Yeti sehen, der noch nicht auf dem MQB aufbaute.

Skoda Vision X Foto: Ivo Hercik
Der Skoda Vision X gibt die Richtung für den kleinen SUV vor. Das Conceptcar wurde 2018 in Genf gezeigt.

Der Kamiq ist als etwa so lang wie ein VW Golf – auch Breite, Höhe und Radstand unterscheiden sich kaum von den Abmessungen des Wolfsburger Bestsellers. Was die Motorisierungen betrifft, liegt es nahe, auf Drei- und Vierzylinder-Benziner von 95 bis 150 PS zu spekulieren. Auch die Erdgasvariante des 1,5-Liter TSI wäre denkbar, schon allein, weil das Aggregat bereits im Concept Car verbaut war. Unwahrscheinlich ist dagegen ein mechanischer Allradantrieb – dafür könnte eine elektrifizierte Hinterachse zum Einsatz kommen.

SUV und Kompaktwagen in einem

Ziel des Crossover ist es wie so oft, das beste aus zwei Welten zu verbinden. In diesem Fall die erhöhte Sitzposition und gesteigerte Übersichtlichkeit mit dem agilen Fahrverhalten eines Kompaktwagens. Da Skoda selbst von einem „urbanen Crossover“ spricht, wird ein Allradantrieb vermutlich nicht Optionskatalog stehen. Dafür verspricht der Hersteller aber die neuste Generation von Assistenzsystemen und zahlreiche Simply Clever-Features, was auf Deutsch so viel bedeutet wie „Regenschirm in der Fahrertür“ oder „Taschenlampe im Kofferraum“.

Skoda Kamiq: Weltpremiere des China-Modells 1:09 Min.
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