Renault treibt seine internationale Expansion mit dem "Bridger Concept" voran. Das Showcar steht sinnbildlich für die Offensive der Franzosen in wichtigen Wachstumsmärkten in Schwellenländern – und gibt bereits einen recht konkreten Ausblick auf einen neuen SUV im B-Segment. Mit weniger als vier Metern Länge zielt der Bridger auf Käuferinnen und Käufer in im urbanen Umfeld. Zugleich soll er aber das Versprechen eines kleinen Abenteurers einlösen.
Bridger sucht optische Nähe zu Dacia
Optisch setzt Renault auf für die Marke ungewohnt stämmige Proportionen, die man sonst eher von der Konzernschwester Dacia kennt: 200 Millimeter Bodenfreiheit rüsten ihn für diverse Offroad-Einlagen, 18-Zoll-Räder und eine kantig modellierte Front sollen dem Mini-SUV Präsenz verleihen. Die straff geführten Linien ziehen sich bis in die Scheinwerfer, die seitlich in den Kühlergrill auslaufen. Am Heck betont ein außen montiertes Reserverad den Offroad-Look, während Details wie die ausgestellten Radhäuser, der Renault-Schriftzug im Grill und der Farbton "Beige Dune Satin" den wuchtigen Eindruck mit feineren Akzenten ausbalancieren.
Innen verspricht Renault für die Klasse ungewöhnlich viel Raum. Besonders die Kniefreiheit im Fond fällt mit 200 Millimetern für das Segment laut Hersteller sehr groß aus. Hinzu kommt ein Kofferraumvolumen von 400 Litern. Eine erhöhte Sitzposition soll den Fahrerinnen und Fahrern des Renault Bridger außerdem Übersicht und ein Gefühl von Sicherheit im dichten Stadtverkehr vermitteln.
Antriebstechnisch für alles gerüstet
Viele Einblicke in die Technik des Bridger gewährt Renault bislang nicht. Das Concept-Car deutet immerhin bereits die künftige Serienbasis an: Der Bridger entsteht auf einem technischen Unterbau namens "Renault Group Modular Platform" (RGMP) in der Small-Variante. Je nach Markt sind verschiedene Antriebsvarianten vorgesehen – vom klassischen Verbrenner über Hybrid bis hin zur rein elektrischen Version. Damit will Renault die Anforderungen sehr unterschiedlicher Regionen abdecken, ohne für jedes Land ein eigenes Fahrzeug entwickeln zu müssen.
Der Zeitplan ist ebenfalls ambitioniert: Ein Serienmodell soll noch vor Ende 2027 vorgestellt werden, zunächst für Indien. Dort wird das SUV-Modell auch entwickelt – und zwar in weniger als zwei Jahren, wie Renault betont. Anschließend ist ein schrittweiser Roll-out in weitere internationale Märkte geplant. Ob perspektivisch auch Deutschland dazugehört, ist aktuell noch unklar.












