VW California erwischt: Volkswagen faceliftet den Camper

VW California erwischt
Volkswagen faceliftet den Camper

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.01.2026
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Optisch bleibt der California seinem Grunddesign treu. Unter der Tarnung sind jedoch größere Scheinwerfer, neu geformte Lufteinlässe und ein überarbeiteter Stoßfänger zu erkennen. Die Blinker sind künftig höher positioniert. Der Prototyp trägt weiterhin das charakteristische "Ocean"-Dekor an den Seiten. Auch ein durchgehendes Leuchtenband und ein beleuchtetes VW-Logo sind denkbar. Am Heck wird mit neu gestalteten Rückleuchten gerechnet.

Vorbereitung auf strengere Emissionsnormen

Die Überarbeitung steht auch im Zusammenhang mit der kommenden Abgasnorm Euro 7, die ab dem 29. November 2026 für neue Typgenehmigungen gilt. Sie schreibt Messungen unmittelbar ab Motorstart und unter extremen Temperaturbedingungen vor. Volkswagen verbessert daher das Thermomanagement, um Motor und Abgasreinigung schneller auf Betriebstemperatur zu bringen.

Die Front wurde aerodynamisch überarbeitet. Damit soll der Camper den neuen Anforderungen an Emissionen und Energieeffizienz gerecht werden.

Innenraum und Campingfunktionen

Der Innenraum des aktuellen California ist auf Vielseitigkeit im Reisealltag ausgelegt. Er bietet ein Aufstelldach mit Schlafgelegenheit, eine kompakte Küchenzeile mit Spüle, Gaskocher und Kühlschrank sowie eine herausnehmbare Zweierbank im Fond. Klapptisch, integrierte Campingstühle in der Heckklappe, zahlreiche Staufächer und zwei elektrisch bedienbare Schiebetüren gehören zum Konzept. Viele Funktionen lassen sich bereits über das Infotainmentsystem oder eine App steuern.

Für die überarbeitete Version ist davon auszugehen, dass Volkswagen an dieser Grundstruktur festhält, sie jedoch in Details modernisiert. Verbesserungen bei Materialien, Bedienmodulen und Beleuchtung sind ebenso denkbar wie zusätzliche Steckdosen, optimierte Stauraumlösungen und neue digitale Steuerfunktionen über das MIB4-System. Ziel dürfte eine feinere Abstimmung zwischen Wohnkomfort, Funktionalität und technischer Integration sein.

Modernisiertes Infotainment

Mit der Modellpflege führt Volkswagen das Infotainmentsystem MIB4 (Modular Infotainment Matrix 4) ein. Es basiert auf einer neuen Hard- und Softwarearchitektur und integriert einen digitalen Assistenten mit ChatGPT-Anbindung. Hinzu kommen beleuchtete Touch-Slider, eine geänderte Menüstruktur mit Schnellzugriffsleisten und eine leistungsstärkere Recheneinheit. Die Bedienung soll dadurch direkter und stabiler werden.

Das System wird zugleich die Grundlage für künftige Online-Funktionen bilden. Auch im Camper-Alltag, etwa bei Navigations- oder Energieanzeigen, sollen sich Informationen übersichtlicher darstellen lassen.

Antriebe und Technik vom Multivan

Der California bleibt technisch eng mit dem Multivan verwandt. Im Programm stehen der 2,0 TDI, der 2,0 TSI und der 1,5 E-Hybrid. Der Plug-in-Hybrid nutzt das sechsstufige Doppelkupplungsgetriebe DQ400e, während die Verbrenner mit dem 7-Gang-DQ381 kombiniert sind. Beide Varianten verfügen über Nasskupplungen, die Schaltkomfort und Wärmeabfuhr verbessern. Ein manuelles Getriebe ist nicht mehr vorgesehen.

Die Systemleistung des Hybrids beträgt 245 PS, die elektrische Reichweite liegt derzeit bei 90 bis 95 Kilometern. Mit der Modellpflege könnte der Wert erstmals dreistellig werden. Der Einstiegspreis des 1,5 E-Hybrid dürfte in Deutschland bei rund 72.000 Euro liegen. Die maximale Anhängelast beträgt 1.600 Kilogramm mit Hybridantrieb und 2.000 Kilogramm ohne elektrische Unterstützung. Der Allradantrieb 4-Motion bleibt ausschließlich der Hybridversion vorbehalten.

Fazit