VW Multivan Camper: Leere Basis für Ausbauer

VW Multivan Camper
Leere Basis für Ausbauer

ArtikeldatumVeröffentlicht am 17.02.2026
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Wer bei VW ein Reisemobil ab Werk erwerben möchte, hat die Wahl zwischen dem California auf Multivan-Basis oder dem Grand California, der auf dem Crafter aufbaut. Für die ganz kleinen Fluchten könnte man noch den California auf Caddy-Basis ins Kalkül ziehen. Beim Transporter, der mittlerweile auf der Ford Transit Tourneo-Basis gefertigt wird, überlässt VW werkseitig das Feld Ford mit dem Nugget.

Aufstelldach, Drehsitze und viel Raum

Wer sein Reisemobil lieber komplett selbst gestalten möchte, bekommt von VW jetzt ein Basismodell offeriert. Dieses Basismodell wendet sich allerdings nicht an Endkunden, die selbst Hand anlegen wollen, sondern an zertifizierte Ausbauer, die mit VW eine entsprechende Kooperation eingegangen sind. So will VW die Qualität von Drittausbauten und deren Zulassungsfähigkeit sichern.

Das Multivan Camper-Basisfahrzeug, das auf der Version mit langem Radstand basiert, bietet ein bereits vorinstalliertes Aufstelldach, zwei drehbare Vordersitze, zwei Schiebetüren und eine Heckklappe. Ansonsten ist der Laderaum bis auf Seitenverkleidungen leergeräumt. Es gibt keine Sitze, keine Bodenbeläge und auch sonst keine Ausstattung. Hier kann sich jeder Ausbauer völlig frei entfalten. Nach dem individuellen Ausbau ist dann allerdings noch eine zusätzliche Abnahme für die Zulassung als Wohnmobil notwendig.

Zwei Antriebsoptionen

Offeriert wird der Multivan Camper mit dem 150 PS starken Turbodiesel und SG-Getriebe und als 240 PS starker eHybrid mit DSG und Allradantrieb.

Preise nennt VW in seiner aktuellen Mitteilung nur für den britischen Markt. Für den Diesel werden umgerechnet rund 50.500 Euro (zuzüglich Steuern) verlangt. Die eHybrid-Variante startet ab rund 58.300 Euro. Die Konditionen, zu denen deutsche Ausbauer einen Basiscamper erwerben können, behält VW für sich.

In Deutschland kostet ein fertig ausgestatteter Multivan California in der sparsam ausgestatteten Beach-Version als Diesel ab 64.962 Euro, als eHybrid werden wenigstens 80.242 Euro gefordert. Mit der vollwertigen Reisemobilausstattung Coast Energy steigt der Diesel-Grundpreis auf 86.739 Euro, der entsprechende eHybrid ist erst ab 100.597 Euro zu haben. Da bleibt in beiden Fällen finanziell reichlich Luft für Ausbauer.

Fazit