Mercedes-Neuheiten

Diese Modelle kommen bis 2022

Erlkönig Mercedes EQ C Foto: Stefan Baldauf 25 Bilder

Mercedes legt in den nächsten Monaten jede Menge Neuheiten auf Kiel. Hier die wichtigsten neuen Mercedes-Modelle im Überblick: Vom Mercedes GLB bis zur neuen Generation der G-Klasse und der EQ-Submarke.

Alleine bei den Kompaktmodellen brennt Mercedes ab 2018 ein wahres Feuerwerk ab. Alleine 8 Modelle haben die Stuttgarter auf der zweiten Generation des MFA-Baukastens (Modulare Frontantriebsplattform) vorgesehen. Zu den bekannten Derivaten der A-Klasse gesellen sich im späten Frühjahr eine Limousine und der Mercedes GLB, der die Lücke zwischen GLA und GLC schließen soll.

Acht Batteriefabriken auf 3 Kontinenten

Unterdessen gibt Daimler bekannt, dass sie mehr als 10 Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren und will bis 2022 das komplette Fahrzeug-Portefolio von Mercedes elektrifizieren werden. So sollen bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 50 elektrifizierte Fahrzeugvarianten auf den Markt kommen, davon sind zehn Modelle reine Elektro-Pkw.

Mercedes Elekto-Offensive Werke weltweit Foto: Mercedes
Der Werk- und Batterie-Werk-Verbund von Mercedes im Überblick.

Neben der Investition in die Mercedes-Fahrzeugflotte wird das Unternehmen zudem noch über 1 Milliarde Euro für den globalen Batterieproduktionsverbund investieren. Dieser wird acht Batterienfabriken an sechs Standorten auf drei Kontinenten umfassen. Dazu gehören die Werke in Kamenz sowie in Bejing (China), Bangkok (Thailand), Tuscaloosa (USA), Untertürkheim und Sindelfingen. Alle Werke können direkt auf Nachfrage-Spitzen reagieren und weltweit Batterien exportieren.

Neben dem französischen-Werk in Hambach, wo der neue Smart ED vom Band läuft, sind fünf weitere Werke mit der Produktion der EQ-Baureihen vorgesehen. Der Mercedes EQC läuft ab 2019 in Bremen vom Band, Sindelfingen übernimmt die Produktion der EQ-Modelle der Luxus- und Oberklasse und in Rastatt läuft der EQA als Kompaktmodell vom Band. Zusätzlich produziert das Werk in Tuscaloosa den EQ SUV und kurz nach dem Produktionsanlauf in Bremen fertigt auch das Joint-Venture aus BAIC und Daimler den EQC in Bejing.

Neue Baureihen-Namen

Als eine weitere Neuerung hat Mercedes sich diverse Baureihen-Bezeichnungen beim europäischen Patentamt schützen lassen. Diese am 24.9.2017 eingetragenen Namen müssen nicht zwingend als Modellnamen verwendet werden. Trotzdem geben sie Raum für Spekulationen. So sind in den Dokumenten die Bezeichnungen G73, GLS 73 und S 73 zu finden. Sie könnten auf eine neue Version des 4,0-Liter-Biturbo-V8 hinweisen, der als Plugin-Hybrid kommen könnte. „GLC 63“, „GLE 63“ und „GLS 63“ sind soweit bekannt und könnten auf eine Upgrade-Version des Vierliters hinweisen. Ungewöhnlich sind aber die Kürzel „CLA 53“, „GLA 53“ und GLB 53„. Letzterer wurde als Modell bislang nicht offiziell bestätigt. Die 53er-Motorisierungen stehen jedoch beim CLS und der E-Klasse-Baureihe für den 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit 435 PS. Das Aggregat ist längs eingebaut und passt bei den Kompaktmodellen auf Frontantriebsplattform nicht – auch hier wären Plugin-Versionen denkbar.

Ein noch größeres Mysterium sind jedoch die Modellbezeichnungen “CLS 50„, GLC 50“, „GLE 50“, „GLS 50“, „SL 50“ und SLC 50„ sowie “A 40„, “CLA 40„, “GLA 40„, “GLB 40„, GLC 40“, „GLE 40“ und „SLC 40“. Die aktuelle A-Klasse kommt auf dem Heckdeckel mit der klassischen Bezeichnung wie A 180d daher, unwahrscheinlich, dass Mercedes also ähnlich wie bei Audi die Baureihen-Motoren-Bezeichnung auf zwei Ziffern beschränkt. Wahrscheinlich wird es noch weitere Leistungs-Version des Zweiliter-Vierzylinders in der Kompaktklasse und des Dreiliter-Sechszylinders bei den größeren Modellen geben.

Mehr Plug-in-Hybridantriebe

Mercedes arbeitet weiter am Ausbau seines Plug-in-Hybridangebots. Bereits zum Jahresende 2018 sollen die E-Klasse-Modelle 300e und 300de ausgeliefert werden. Der 300e, der nur als Limousine zu haben sein wird, kombiniert einen Zweiliter-Benziner mit 155 kW mit einem 90 kW starken Elektromotor. Im Diesel-Hybrid 300de, den es als Kombi und Limousine geben wird, arbeiten ein 143 kW starker Zweiliter-Diesel und ein 90 kW-E-Motor zusammen. Beide Motoren wandern im Frühjahr 2019 dann auch in die C-Klasse, und können dort mit beiden Karosserieversionen kombiniert werden. Das Hybrid-Modell der GLC-Baureihe erhält im Zuge des Facelifts im Frühjahr 2019 eine neue 13,5 kWh große Batterie.

Neben dem hier verwendeten Layout mit Verbrenner, Automatikgetriebe plus E-Motor und Hinterradantrieb wird im Sommer auch die zweite Plug-in-Hybrid-Familie an den Start gebracht. Hier setzt Mercedes auf quer eingebaute Frontmotoren (Verbrenner) und eine elektrisch angetriebene Hinterachse – das komplette Modul kommt von Zulieferer ZF. Erster Einsatz wird im A 250e 4matic sein, später wird auch die B-Klasse diesen Triebstrang mit dem 163 PS starken 1,33-Liter-Benziner und der 90 PS starken E-Achse übernehmen. Auch ein Einsatz in CLA und GLA ist wahrscheinlich.

Denkbar ist dieses Antriebslayout ab 2020 dann auch für den GLE. Dann allerdings mit größeren, quer eingebauten Verbrennern, Frontantrieb und dem neuen Neungang-Doppelkupplungsgetriebe.

Mercedes B-Klasse (2018)

Die neue Mercedes B-Klasse basiert als 2. Modell auf der überarbeiteten MFA-Plattform. Technisch bedient sich die B-Klasse bei der A-Klasse, wird jedoch in Sachen Optik seine Biedermann-Attitüde ablegen. Auch beim Infotainment und der Konnektivität rüstet Mercedes die B-Klasse merklich auf. Antriebseitig orientiert sich die B-Klasse bei der A-Klasse.

Mercedes GLE (2018)

W167 nennt sich die neue Generation des GLE, der nach dem Facelift von 2015 im Jahr 2018 debütieren wird. Der neue Mercedes GLE basiert auf der MRA-Plattform der aktuellen E-Klasse und soll die Zwei-Tonnen-Marke unterschreiten. Im Vergleich mit dem Vorgänger, möchte Mercedes dem neuen GLA mehr Offroad-Eigenschaften verpassen. Dazu gehören neben mehr Bodenfreiheit sowie Unterfahrschutz vorne und hinten auch eine verbesserte Achsverschränkung, Luftfederung, Sperrdifferenziale sowie Getriebe mit Untersetzungsmöglichkeiten. Getriebeseitig ist die Neugangautomatik an Bord.

Besonderheit: Neben dem GLE als AMG 63 und dem GLE AMG 63 S legt Mercedes auch einen GLE 43 mit 435 PS auf. Auch ein Hybrid-Antriebsstrang wird modifiziert Einzug in den neuen Mercedes GLE halten.

Mercedes GLE (W167)
Luxus-SUV ab 65.807 Euro

Mercedes C-Klasse Facelift (2018)

Mit einer umfassenden Modellpflege wird im Frühjahr 2018 die C-Klasse bedacht. Der C63 AMG dürfte auf 522 PS zulegen, einen Allradantrieb bekommt er aber nicht. Dafür steckt ein C63 R Coupé in der Pipeline.

Mercedes CLS erscheint 2018 mit eigenem AMG-Modell

Mercedes-AMG CLS 53 Foto: Mercedes
Mercedes CLS: In der Top-Version kommt das Modell als AMG CLS 53 auf den Markt.

Nein, er wird nicht CLE heißen, auch wenn er auf der aktuellen E-Klasse basiert. Der neue Mercedes CLS wird eleganter, die kräftig ausgestellten Radkästen sind Geschichte, an der Front wird der Panamericana-Grill zu sehen sein und das Heck zieren schmale Leuchten. Klar auch: Die Shooting Brake-Version des Mercedes CLS wird es auch in der neuen Generation nicht mehr geben.

Besonderheiten: V8-Biturbo mit vier Litern Hubraum und über 475 PS Leistung sowie die neuen Reihensechszylinder halten Einzug in den CLS. Auch neu: Das 48V-Teilbordnetz. Neben einer eigenständigen 612 PS Starken AMG-Version, die sich optisch deutlich vom Serien-CLS unterscheiden wird gibt es eine AMG-Sportline-Ausführung und ein Hybrid-Modell.

Mercedes CLA (2019)

Die zweite Generation des CLA bedient sich ebenfalls bei der A-Klasse und wird auch wieder als Shooting Brake angeboten – sogar nach ersten Plänen in den USA. Mehr Platz wird der CLA II im Kofferraum (430 Liter) und für die hinteren Passagiere bieten, obwohl die Länge deutlich kürzer ausfallen wird. Dazu kommt das viertürige Coupé mit einer veränderten Dachlinie daher. Die A-Klasse sendet die Motoren für den CLA der zweiten Generation.

Mercedes SL (2019)

Mercedes SL Mercedes SL (2019) Luxus-Roadster mit Stoffdach

Der Mercedes SL wird das erste Modell sein, das auf der neuen MSA-Plattform basiert. Diese Basis ist in Länge, Breite und Höhe, sowie dem Radstand skalierbar und senkt das Fahrzeuggewicht. Der neue SL soll unter 1.700 Kilo wiegen. Auch erlaubt die Plattform verschiedene Dachformen, aller Voraussicht nach kommt der neue Mercedes SL nicht mehr mit einem schweren faltbaren Hardtop sondern, wie schon das S-Klasse-Cabrio oder das Mercedes E-Klasse Cabrio mit einem leichten Stofffaltdach. Für die Motorisierung bietet die MSA-Basis neben Benzinern- und Diesel-Motoren auch Hybrid-Antriebe. Diesel-Aggregate im SL können ausgeschlossen werden, ein Hybrid-Antrieb dürfte indes gesetzt sein.

Besonderheiten: In der „Basis“-Ausführung wird es den Mercedes als SL 400 mit dem neuen Dreiliter-Biturbo-Reihensechszylinder und gut 435 PS geben. Der SL 500 geht mit dem 4,7-Liter-Biturbo-V8 an den Start. Zwei AMG-Versionen markieren das obere Ende der SL-Baureihe.

Mercedes GLA (2019)

Auch hier schiebt Mercedes nach dem Faceliftmodell von 2017 im Jahr 2019 eine neue Generation nach. Dank der MFA2-Plattform fällt der neue GLA II deutlich leichter aus und bedient sich in Sachen Assistenzsystemen und Infotainment bei der A-Klasse. Auch mehr Platz und mehr Übersichtlichkeit soll der GLA bieten. Als weitere MFA2-Modell kommen auch hier die Motoren der A-Klasse zu Einsatz.

Mercedes GLS (2019)

Der Top-SUV der Marke baut ab 2019 auf der MRA-Plattform auf und kommt wieder als Siebensitzer auf den Markt. Auch beim riesigen GLS ist Gewichtsoptimierung angesagt, so soll die Sitzanlage leichter ausfallen und die Plattform einige Kilo sparen.

Besonderheit: Eine Luxusausführung als Maybach-Version ist in Planung. In ihr sollen die hinteren Passagiere besonders viel Platz haben – vermutlich entfällt die dritte Sitzreihe.

Mercedes EQC (2019)

Das erste EQ-Modell der Mercedes-Submarke ist ein SUV in der Größe eines GLC. Das Modell basiert auf der Plattform EVA I. Bereits 2016 hatte Mercedes eine entsprechende Studie vorgestellt. Hier saugten zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse an einer in den Fahrzeugboden zwischen den Achsen integrierten Batterie. Die Leistung des Antriebs ist skalierbar und steht und fällt mit der Ausbaustufe. Maximal sind bis zu 300 kW und 700 Nm drin, die Reichweite beträgt bis zu 500 km. Die modular aufgebaute Lithium-Ionen-Batterie stammt von der Daimler-Tochter Deutsche Accumotive und verfügt über eine modellspezifische Gesamtkapazität von über 70 kWh – maximal sollen aber bis zu 110 kWh möglich sein.

Mercedes EQA (2020)

Als weitere Modelle auf Basis der EVA II-Plattform legt Mercedes ab 2020 den EQA als Kompaktmpodell auf. Einen ersten Ausblick auf das kleinen Elektromodell gab Mercedes auf der IAA 2017.

Mercedes Vision EQA
So kommt das erste EQ-Modell

Im weiteren Verlauf soll es noch eine EQ Limousine von der Größe einer Mercedes C-Klasse geben, es folgen noch eine Limousine und ein SUV in S-Klasse-Format, sowie ein SUV in der Größe des GLE Coupés. Alle haben eines gemeinsam: Sie orientieren sich am Look des Forschungsautos F 015 sowie der EQA-Studie und verfügen über einen futuristischen Innenraum mit 24 Zoll großem TFT-Display. Im Lenkrad befinden sich ein weiterer Bildschirm, der den konventionellen Dreh-Drück-Steller ersetzt.

Mercedes SLC/SLA (2020)

Die Zukunft des Mercedes SLC steht noch in den Sternen. Streichen möchte Mercedes trotz der miserablen Verkaufszahlen den SLC und den SL nicht. Der kleine Roadster wird aus Kostengründen aller Voraussicht nicht auf einer neuen Plattform basieren, sondern auf der Plattform des aktuellen Modell basieren. Fraglich, ob Mercedes dann noch vom Klappdach auf ein Stoffdach umschwenkt.

Mercedes C-Klasse (2021)

Die neue, 5. Generation der Mercedes C-Klasse wird auf den internen Code W206 hören. Sie baut auf der neuen MRA II-Heckantriebs-Plattform auf und dürfte sich in Sachen Abmessungen und Design nur marginal entwickeln. Dafür protzen die Stuttgarter dann bei den inneren Werten.

Mercedes C-Klasse (W206) ab 2021
Generation 5 erstmals als Erlkönig erwischt

Das Cockpit wird wie bei der A-Klasse aus einem freistehende Display bestehen. An Bord sind dann auch die neue Dieselgeneration OM 654 sowie ein Plugin-Hybrid. Außerdem bietet die nächste C-Klasse die Möglichkeit des vollautomatisierten Ein- und Ausparkens in entsprechend vorgerüsteten Parkhäusern sowie ein digitales Scheinwerferlicht, das die Fahrbahn situationsbezogen ausleuchten kann. Neben der C-Klasse gibt es natürlich auch wieder das Mercedes C-Klasse T-Modell (ab 2022), das Mercedes C-Klasse Coupé (ab 2022) nebst Cabrio (ab 2023) und eine All Terrain-Version (ab 2022). Auch entsprechende AMG-Versionen sind in Planung, dazu gesellen sich auf der Plattform noch die SUV GLC und GLC Coupé (beide ab 2022).

Mercedes Modellneuheiten

Modell Start
Mercedes C-Klasse Facelift 2018
Mercedes-Maybach GLS 500 2018
Mercedes G-Klasse & AMG G63 2018
Mercedes C-Klasse T-Modell All Terrain 2018
Mercedes A-Klasse Anfang 2018
Mercedes GLE 2018
Mercedes-AMG CLS 2018
Mercedes CLS Anfang 2018
Mercedes-AMG GT Coupé 2018
Mercedes A-Klasse Limousine Ende 2018
Mercedes B-Klasse 2019
Mercedes CLA 2019
Mercedes GLB 2019
Mercedes GLA 2019
Mercedes EQC 2019
Mercedes SL 2019
Mercedes EQA 2020
Mercedes SLC 2020
Mercedes EQS 2020
Mercedes EQ Luxus-SUV 2020
Mercedes C-Klasse (W206) 2021
Mercedes C-Klasse T-Modell 2022
Mercedes C-Klasse All-Terrain 2022
Mercedes C-Klasse Coupé 2022
Mercedes GLC 2022
Mercedes GLC Coupé 2022
Mercedes C-Klasse Cabrio 2023
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