Prämie für E-Autos und Plug-in-Hybride

Für diese Autos gibt's Geld vom Staat

BMW i3, Mercedes B-Klasse Electric Drive, VW e-Golf, Frontansicht Foto: Arturo Rivas 44 Bilder

Mit bis zu 4.000 Euro Prämie fördert der Staat den Kauf eines Elektro-Autos oder Plug-in Hybrids. Allerdings fallen einige Plugin-Hybrid-Modelle wegen des neuen Abgasprüfzyklus WLTP aus der Förderung heraus. Sehen Sie hier die Liste der förderfähigen Modelle, erfahren alles zu den Bedingungen und laden die aktuelle BAFA-Liste herunter.

Der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines Elektrofahrzeugs nach dem 18. Mai 2016 – auch die Erstzulassung muss nach diesem Datum liegen – wird mit einer Prämie von 4.000 Euro belohnt. Plugin-Hybride werden mit 3.000 Euro gefördert, die Kaufpreis-Höchstgrenze liegt bei 60.000 Euro (Netto-Listenpreis) für das Basisfahrzeug. Der Bund und die Autohersteller teilen sich die Prämie je zur Hälfte.

Nur noch fünf Plugin-Hybride förderfähig

Mit dem 1.9.2018 sind einige Plugin-Hybrid-Modelle aus der Liste der förderfähigen Fahrzeuge gestrichen worden. Der Hintergrund: Voraussetzung für die E-Auto-Förderung ist ein CO2-Ausstoß von unter 50 gr/CO2 pro Kilometer. Nach der Umstellung des Prüfzyklus von NEFZ auf WLTP für die neue Abgasnorm Euro 6c ab dem Stichtag, steigt auch der Verbrauch und damit der CO2-Ausstoß für einige Modelle.
Die bisherige Liste der förderfähigen Plugin-Hybride umfasste 19 Hybrid-Modelle, aktuell werden nur noch 5 vom Staat gefördert: Hyundai Ionic Pluin-Hybrid, Kia Niro Plugin-Hybrid, Mitsubishi Outlander Plugin-Hybrid sowie der aktuelle Toyota Prius und der BMW 530e.

Mit einer Ausnahmegenehmigung vom Kraftfahrtbundesamt in Flensburg (KBA) für Bestandsfahrzeuge können die folgenden Modelle ebenfalls noch gefördert werden. Die Bedingung dafür ist jedoch, dass diese Fahrzeuge bereits produziert wurden: Audi A3 E-Tron, BMW 225xe,BMW 330e, Ford C-Max Kia Optima Plug-in Hybrid, Mercedes C 350e, Mercedes E 350e, Mini Cooper S E Countryman All4, Toyota Prius Plug-in Hybrid, VW Golf GTE und VW Passat GTE.

Für einige der nicht mehr förderfähigen Fahrzeuge liegt aktuell noch keine Homologation nach dem neuen Prüfzyklus WLTP vor. Sobald die Autohersteller diese Modell zertifiziert haben und sie unterhalb der CO2-Grenze von 50 Gramm pro Kilometer liegen, nimmt die Bafa die Modelle wieder auf.

Tesla wieder förderfähig

Auch das Tesla Model S wurde von der Bafa im November 2017 von der Liste der förderfähigen Fahrzeuge genommen, da das Modell nicht zu dem Basispreis von unter 60.000 Euro im Markt verfügbar war. Mit Wirkung vom 6.3.2018 ist das Tesla Model S nun wieder in der Liste vertreten. Jedoch verlangt die BAFA unter anderem einen Nachweis über die aktivierten und deaktivierten Features des Komfortpakets.

Kunden, die vor dem 6.3.2018 für ein Tesla Model S die Förderprämie beantragt haben, werden nicht berücksichtigt. Wurde die Prämie ausbezahlt, wird sie von der BAFA zurückgefordert. Wie die BAFGA mitteilt stand man in Kontakt mit Tesla um eine für die Kunden einvernehmliche Lösung zu erzielen. „Ziel des BAFA war es, eine Lösung zu erreichen, durch die die Kunden schadlos gestellt würden“, so die Behörde. Im Verlauf der Gespräche habe das BAFA Tesla die Möglichkeit eingeräumt, bis Anfang Juli 2018 einen Lösungsvorschlag zu entwickeln. Von diesem Angebot habe der Hersteller keinen Gebrauch gemacht. Die Gespräche mit Tesla seien daher ergebnislos verlaufen. „In der Folge muss jetzt aufgrund der Vorgaben des Verwaltungsrechts und des Haushaltsrechts die Rückabwicklung der Kaufprämie erfolgen“, so das BAFA. Von der Rückforderung sind rund 800 Tesla S-Kunden betroffen, 250 Anträge wurden nun negativ beschieden. Tesla will die Prämie für die Kunden auslegen und hat gleichzeitig – bereits im April 2018 – vor dem Verwaltungsgericht in Frankfurt gegen die Bundesrepublik Deutschland Klage eingereicht. Allerdings fehlte bisher nach Meldung der Welt eine schriftliche Begründung. Die Frist laufe dafür Ende Juli 2018 ab. Mit der Klage will Tesla verhindern, dass Kunden die bereits ausgezahlte E-Auto-Prämie zurück zahlen müssen.

Hier die wichtigsten Fakten zur E-Auto-Förderung

  • Kaufprämie für Elektroautos: 4.000 Euro
  • Kaufprämie für Hybrid-Modelle sowie Brennstoffzellen-Fahrzeuge: 3.000 Euro
  • Keine Prämie erhalten Hybrid-Fahrzeuge ohne externe Lademöglichkeiten
  • Maximaler Fahrzeugpreis für die Prämie: 60.000 Euro netto
  • Ab dem 3.3.2018 ist auch das Doppelförderverbot aufgehoben. Es dürfen also mehrere gleichartige Förderprogramm in Anspruch genommen werden.
  • Start der Prämien-Auszahlung: 18. Mai 2016 (Kaufdatum)
  • Höhe des Prämientopfes: 1,2 Mrd. Euro (50% trägt der Bund, 50% die Autoindustrie)
  • Maximale Laufzeit der Förderung: Bis 2019 bzw. bis der Fördertopf leer ist
  • Die Abwicklung der Prämie erfolgt direkt beim Kauf über den Hersteller, Anträge auf den Umweltbonus können ab dem 2. Juli 2016 bei der BAFA gestellt werden

E-Auto-Prämie auch für Plug-in-Hybride

Die E-Auto-Förderung wird nach dem Windhundverfahren ausbezahlt, wie es schon 2009 bei der Abwrackprämie galt. Heißt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ist die Summe aufgebraucht, gibt es keine Prämie mehr. Auf Elektroautos bezogen wäre dann bereits nach 300.000 Fahrzeugen Schluss, bezieht man Plug-in-Hybride mit ein, könnten davon beispielsweise der Kauf von 200.000 Fahrzeugen bezuschusst werden sowie 150.000 rein elektrisch betriebene Autos. Für Luxusautos, die mehr als 60.000 Euro kosten, soll es überhaupt keine Förderung geben. Anträge auf die Förderung können seit dem 2. Juli 2016 bei der Bafa gestellt werden.

Eine Übersicht der förderungsfähigen Autos (Stand: 31. März 2018) finden Sie in der Fotoshow.

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