Lotus E-R9 - Rennwagen - Studie Lotus
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10/2020, Lotus Evija in Goodwood 2020 33 Bilder
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Studie Lotus E-R9: Elektrorennwagen für 2030

Studie Lotus E-R9 Elektrorennwagen für 2030

Lotus stellt seine Konzeptstudie E-R9 vor. Der Rennwagen in Delta-Wing-Form soll einen Vorgeschmack auf das Jahr 2030 geben. Die Zukunft sei elektrisch, auch im Langstreckensport, meint Lotus.

Wie sieht der Langstreckensport in gut einem Jahrzehnt aus? Lotus ist ganz offenbar überzeugt davon, dass kein Weg vorbei führt an der Elektrifizierung. Deshalb setzt die Rennwagen-Studie namens E-R9 auch auf einen reinrassigen Elektroantrieb mit Batteriespeicher. Da werden manche vermutlich mit den Augen rollen, und die Frage stellen, wie ein solcher Rennwagen längere Distanzen fahren und ein 24-Stunden-Rennen überhaupt durchhalten soll.

Lotus glaubt, dass die Weiterentwicklung der Technik die Antwort geben wird. "Die Energie- und Leistungsdichte der Batterien entwickelt sich von Jahr zu Jahr erheblich", sagt Louis Kerr. "Vor 2030 werden wir Batterien mit einer gemischten Zellchemie haben, die das Beste aus beiden Welten bieten, sowie die Möglichkeit, Batterien während Boxenstopps auszutauschen."

Kerr, Hauptplattform-Ingenieur des Hypercars Evija und gleichzeitig Technikdirektor GT der Geely Group Motorsports International, gehört zum engsten Kreis des Zukunftsprojekts. Zusammen mit Lotus-Chef-Aerodynamiker Richard Hill und Design-Chef Russell Carr hat er den E-R9 entwickelt. Die Kombination steht für Endurance Racer, also einen Rennwagen für die Langstrecke, und verweist gleichzeitig auf den Lotus Mk9 von 1955. Damals startete Colin Chapman in das Abenteuer Le Mans.

Lotus E-R9 - Rennwagen - Studie
Lotus
Unverkennbar: die Flügelform des Lotus E-R9.

Elektroantrieb für E-R9

75 Jahre später soll der Lotus E-R9 für Furore sorgen. Das Design wirkt wie eine Mischung aus LMP-Rennwagen und Jet. Mit einer weit nach vorne gezogenen Cockpitkanzel und einem deltaförmigen Profil – vorne schlank, hinten umso breiter. Unter der Nase des schwarz-goldenen Rennwagens hängt ein Flügel, der sich in jeweils drei Flaps unterteilt. Die Räder sind verkleidet und die Heckflügelendplatten in die Karosserie eingearbeitet.

Die aktive Aerodynamik arbeite mit anpassungsfähigen Leitblechen, die an verschiedenen Stellen des Delta-Wing-Profils sitzen. Die Oberflächen würden ihre Form im Luftstrom verändern – entweder, weil der Fahrer im Cockpit aufs Knöpfchen drückt oder automatisch, weil Performance-Sensoren dazu anweisen. Ziel ist es, den Luftwiderstand auf den Geraden auf ein Minimum zu drücken und den Abtrieb in den Kurven maximal zu erhöhen.

Vertikale Steuerflächen am Heck, so Lotus, würden aerodynamische Kräfte erzeugen, die dem Fahrzeug helfen, die Richtung zu ändern, ohne die Einschränkungen der Haftung an der Reifenkontaktfläche. Das Ergebnis sei ein Rennwagen, der teils wie ein Rennwagen gefahren, teils wie ein Flugzeug geflogen werde.

Den Antriebsstrang leitet Lotus von seinem Hypercar Evija ab. Vier Elektromotoren treiben jedes Rad einzeln an. Das Torque Vectoring wird um eine Komponente ergänzt. Der Pilot soll es unter der Fahrt selbst steuern können.

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