KTM X-Bow - GT2 KTM
10/2020, KTM X-Bow GTX GT2
KTM X-Bow - GT2
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10/2020, KTM X-Bow GTX GT2 10 Bilder

KTM X-Bow GTX für GT2

530-PS-Fünfzylinder gegen eine Tonne

KTM bekennt sich zur neuen GT2-Rennklasse. Die Österreicher schaffen mit dem X-Bow GTX ein 530 PS starkes Track-Tool, das rund eine Tonne leicht ist. Auf das Heck setzt KTM einen großen Spoiler.

Seit zwölf Jahren gibt es den KTM X-Bow. Seither hat der österreichische Motorrad- und Automobilhersteller über 1.300 Fahrzeuge davon in Graz produziert. Die extremste Version kommt jetzt. KTM macht aus dem offenen Puristen einen geschlossenen Rennwagen mit 530 PS, der in der neu geschaffenen GT2-Klasse antreten soll.

Basisgewicht von 1.048 Kilogramm

Das Rezept: Viel Leistung trifft auf wenig Gewicht. "Dieses Rennfahrzeug ist ein klares Bekenntnis, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Im Motorsport muss eine Entwicklung hin zu einem günstigeren Leistungsgewicht stattfinden, um mit kleinvolumigen, sparsameren und effizienteren Motoren noch schneller zu sein", fordert KTM-Vorstand Hubert Trunkenpolz. "Die darauf abgeleiteten Erkenntnisse müssen dann auch in die Serienentwicklung fließen."

KTM X-Bow - GT2
KTM
KTM will mit dem X-Bow GTX die GT2-Klasse aufmischen.

Der X-Bow GTX, den man zusammen mit den Designern von KISKA und dem Rennteam Reiter Engineering entwickelte, baut auf einem lediglich 80 Kilogramm leichten Carbon-Chassis auf, um möglichst wenig Pfunde mitzuschleppen. Die Österreicher versprechen ein Basisgewicht von 1.048 Kilogramm. Der Kraftstofftank fasst 120 Liter.

530 PS starker Fünfzylinder-Turbo von Audi

Diese Masse setzt ein 2,5 Liter großer Fünfzylinder aus dem Audi-Regel in Bewegung. Der Motor sitzt unter einer nach hinten aufschwingenden Klappe zwischen Cockpit und Hinterradaufhängung. Der Turbobenziner drückt 530 PS aus den Brennräumen, womit der Rennwagen auf ein Leistungsgewicht von nur 1,98 Kilogramm pro PS kommt – bevor die Balance of Performance (BOP) greift, die im GT-Rennsport Fahrzeuge mit unterschiedlichen Konzepten zu gleichwertigen Gegnern machen soll. Der Motor ist an eine elektrische Schaltung gekoppelt, die nicht nur präzisere Gangwechsel ermöglicht, sondern durch den Entfall von Hydraulik-Kompressor, Druckspeicher und Leitungen etwa sieben Kilogramm Gewicht einspart.

10/2020, KTM X-Bow GTX GT2
Teichmann Racing / Facebook
Zum Ein- und Aussteigen lässt sich der obere Teil der Fahrerkanzel nach vorne klappen.

Der Rennwagen trägt an der Fahrzeugfront eine ausufernde Spoilerlippe und über dem Heck einen riesigen Flügel, den zwei Stelzen mit der Karosserie verbinden. Splitter und Flügel sollen den X-Bow im Zusammenspiel mit dem Diffusor auf die Straße pressen. In der Seitenansicht ist zu erkennen, dass die Luft durch mehrere Kanäle in der Karosserie strömt. Zum Ein- und Ausssteigen wird das komplette Canopy, also der obere Teil der Fahrerkanzel, nach vorne geklappt, wobei sich die seitlichen Türen ebenfalls öffnen lassen. Statt klassischer Außenspiegel kommen zwei rückwärts gerichtete Kameras zum Einsatz, die ihr Bild auf zwei Monitore übertragen.

GT-Überrollbügel optimiert die Sicherheit

Um die Sicherheit zu optimieren, vertraut der KTM X-Bow GTX innen auf einen nach GT-Rennwagen-Maßstäben homologierten Überrollbügel. Der Fahrer nimmt in einem eigens entwickelten, aus Karbon-Kevlar gefertigten Competition-Sitz von Recaro Platz und schnallt sich mit einem Sechspunkt-Gurt aus dem Hause Schroth fest. Das mit Rauleder ummantelte Lenkrad beherbergt in seinem Zentrum ein Display und die wichtigsten Bedienelemente. Die Position des Volants, dessen Bedienung elektrisch servounterstützt wird, lässt sich ebenso verstellen wie jene der Pedalerie.

10/2020, KTM X-Bow GTX GT2
Teichmann Racing / Facebook
Über dem Heck thront ein üppig dimensionierter Flügel.

Nicht verwirren lassen: Die GT2-Klasse reiht sich zwischen GT3 und GT4 ein. Der KTM X-Bow GTX wird dort zum Beispiel auf den Audi R8 LMS GT2 und den Porsche 911 GT2 RS Clubsport treffen. Einen kleinen Bruder hat der österreichische Renner bereits: den X-Bow GT4 mit Zweiliter-TFSI und etwa 360 PS (je nach BOP).

Startpreis in Deutschland bei 266.800 Euro

Die Preise für den X-Bow GTX starten bei 230.000 Euro netto, mit deutscher Mehrwertsteuer (16 Prozent) also bei 266.800 Euro. KTM plant, die ersten 20 Fahrzeuge noch in diesem Jahr für Kunden verfügbar zu machen. Sie können den X-Bow nicht nur bei Rennen einsetzen, sondern auch im Rahmen von Track-Days auf der Rennstrecke fahren. Für 2021 ist ein eigener Cup angedacht.

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Fazit

KTMs bisher extremster X-Bow-Modell hört auf den Namen GTX und soll noch 2020 die Rennstrecken unsicher machen. Wobei Sicherheit – neben Leichtigkeit und Schnelligkeit natürlich – an erster Stelle bei der Entwicklung stand. Der neue X-Bow präsentiert zudem fortschrittliche technische Lösungen, die ihren Beitrag zu optimierten Rundenzeiten liefern dürften.

KTM X-Bow
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