Porsche hat den 356 ab 1950 in Stuttgart gebaut, anfangs fertigte Reutter die Karosserien, später Porsche selbst. Die ersten Verbesserungen wie stärkere Motoren und geänderte Aufhängungen kamen 1955 mit dem 356 A. Der 356 B erschien 1959 mit höherer Frontstoßstange, stärkeren Motoren und besserer Beleuchtung. Im Modelljahr 1962 bekam der 356 größere Front- und Heckscheiben, einen Motordeckel mit zwei Lüftungsgittern und eine Kofferraumklappe mit geraderem Abschluss.
Genau einen solchen 356 B T6 aus dem letzten Baujahr lieferte Porsche in die Schweiz. Dort wurde der Sportwagen im Juli 1963 erstmals zugelassen. Anfang der 1970er-Jahre wechselte das 90 PS starke Coupé den Besitzer. Der ließ Ende 1976 den luftgekühlten 1,6-Liter-Boxermotor revidieren und die Karosserie in Grün lackieren.
1981 in die Scheune gestellt, 2026 geborgen
Der Besitzer nutzte den Porsche als Hochzeitsauto und fuhr ihn einige Jahre lang. Laut Auktionshaus belegt ein ab August 1977 geführtes Bordbuch die regelmäßige Nutzung und Wartung. Der letzte Eintrag notierte Ende 1981 einen Kilometerstand von 62.420. Nach weiteren 100 Kilometern stellt der damalige Besitzer das Auto in einer Scheune ab. Erst nach dessen Tod entdecken die Erben das Coupé, im März 2026 wird es geborgen.
Am 30. Mai versteigert die Oldtimer Galerie den Porsche-Scheunenfund ohne Mindestpreis während der Swiss Classic World Luzern. Der Schätzpreis liegt bei 30.000 bis 40.000 Euro.












