Porsche 550 Spyder Chassis-Nummer 550-0089 im Verkauf bei Schaltkulisse Stephan Bauer/Schaltkulisse
Porsche 550 Spyder Chassis-Nummer 550-0089 im Verkauf bei Schaltkulisse
Porsche 550 Spyder Chassis-Nummer 550-0089 im Verkauf bei Schaltkulisse
Porsche 550 Spyder Chassis-Nummer 550-0089 im Verkauf bei Schaltkulisse
Porsche 550 Spyder Chassis-Nummer 550-0089 im Verkauf bei Schaltkulisse 25 Bilder

Legendärer Klassiker: Porsche 550 Spyder zu verkaufen

Porsche 550 Spyder bei Schaltkulisse Dieses Auto hat Porsche in den USA bekannt gemacht

Schaltkulisse verkauft den 550 Spyder, der Porsche in den USA durch Teilnahme an zahlreichen Rennen bekannt gemacht hat.

Den 550 Spyder verkaufte Porsche von 1953 bis 1956. In jedem Baujahr entstanden nur wenige Exemplare. Insgesamt hat Porsche 89 dieser Spyder hergestellt (und zwischen 1956 und 1958 noch 40 Exemplare vom 550 A Spyder) – demensprechend selten ist mal ein Original im Verkauf. Für den Antrieb des Sportwagens sorgt ein vom österreichischen Konstrukteur Ernst Fuhrmann entworfener luftgekühlter 1,5-Liter-Vierzylinder-Boxermotor mit 110 PS. Damit war der trocken 550 Kilogramm leichte Renner gut motorisiert und konnte es locker mit vielen kräftigeren Konkurrenten aufnehmen. Der jetzt von Schaltkulisse aus dem bayerischen Taufkirchen angebotene 550 Spyder hat mit seinen Rennerfolgen in den USA wesentlich dabei geholfen, Porsche dort als Marke bekanntzumachen.

Porsche 550 Spyder Chassis-Nummer 550-0089 im Verkauf bei Schaltkulisse
Stephan Bauer/Schaltkulisse
Unter der Fronthaube ist der Tank untergebracht.

Mit Rennmodifikationen ab Werk

Der zum Verkauf stehende 550 Spyder mit der Chassis-Nummer 550-0089 ist das vorletzte von nur 32 Exemplaren, das Porsche 1956 von dem Modell gebaut hat. Das Auto hatte sich John von Neumann bestellt – von Neumann war Eigentümer des Porsche-Autohauses Competition Motors in Kalifornien. Und dieses Autohaus betrieb aus Marketinggründen auch ein kompetentes Rennteam. Darum bekam dieser 550 Spyder bereits ab Werk Renn-Modifikationen wie einen großen ovalen Grill am Heck, zwei Lufthutzen auf der Motorhaube und den hinteren beiden Kotflügel. Die Karosserie entstand beim Karosseriebauer Wendler in Reutlingen – die Modifikationen hat von Neumann bereits nach den ersten Rennen entfernen lassen. Der Spyder rollte am 28. Juni 1956 mit Motor-Nummer 90094 (Typ 547-03) und der Getriebe-Nummer 10091 aus den Werkhallen.

Porsche 550 Spyder Chassis-Nummer 550-0089 im Verkauf bei Schaltkulisse
Stephan Bauer/Schaltkulisse
Ein großes Holzlenkrad dominiert das Cockpit.

Rennerfolge als Verkaufsbeschleuniger

John von Neumann betrieb sein Geschäft nach dem Motto "win on sunday, sell on monday" (gewinne am Sonntag, verkaufe am Montag). Dementsprechend ließ er seinen 550 Spyder möglichst oft an Rennen teilnehmen. Der amerikanische Rennfahrer Richie Ginther fuhr beispielsweise mit dem Auto 1956 bei einem Rennen in Palm Springs auf den dritten Platz, im Mai 1957 erreichte er beim Cotati Rose Festival Platz vier.

Porsche 550 Spyder Chassis-Nummer 550-0089 im Verkauf bei Schaltkulisse
Stephan Bauer/Schaltkulisse
Der Motor sitzt im Heck des 550 Spyder.

Bei US-Rennen oft vorn

Danach fuhr der US-Amerikaner Jack West den 550 Spyder für zirka zwei Jahre. Und West war erfolgreich: 1957 errang er beim Rennen von Hourglass Field in San Diego den zweiten Platz in seiner Klasse (BM-EM), 1958 holte der dann den ersten Platz beim Tracy Sports Cars Race in seiner Klasse (FM, Unlimited), den dritten Platz in Laguna Seca und wieder den ersten Platz beim Minden Gardnerville Airport Race. Dann ging der Porsche in den Besitz der US amerikanischen Rennfahrerin Sunnie Baker, die damit im November 1958 beim SCCA Ladies Race in Phoenix den ersten Platz holte.

Porsche 550 Spyder Chassis-Nummer 550-0089 im Verkauf bei Schaltkulisse
Stephan Bauer/Schaltkulisse
Das mittig angeordnete Endrohr sorgt für rennmäßigen Verrbrennungsmotor-Sound.

2009 auf der Mille Miglia

Später soll sogar der legendäre britische Rennfahrer Ken Miles den Porsche besessen haben – Belege gibt es dafür aber nicht. Dann ging der 550 Spyder in die niederländische Porsche-Sammlung von Albert Westermann, der mit seiner Bekleidungsfirma State of Art vom Rennsport inspirierte Kleidungsstücke entwirft und vermarktet. 2009 nahm Westermann mit dem Auto an der Mille Miglia teil, bevor er es an einen deutschen Sammler verkaufte. Über diesen Sammler gelangte der Porsche nun zu den Spezialisten von Schaltkulisse.

In dem Porsche 550 Spyder ist das originale Getriebe in Kombination mit einem nachgerüsteten 356-Carrera-Motor verbaut. Den Preis verraten die Schaltkulisse-Verantwortlichen nur ernsthaft interessierten Kunden.

Umfrage

2049 Mal abgestimmt
Hätten Sie auch gern einen Porsche 550 Spyder?
Ja, das muss ein leichter und deshlab richtig guter Sportwagen sein.
Nein, für mich darf es ruhig ein bisschen schwerer und viel moderner sein.

Fazit

Ein originaler Porsche 550 Spyder ist selten im Verkauf – schließlich hat Porsche von dem Modell nur 89 Exemplare gebaut. Das jetzt von Schaltkulisse angebotene Exemplar ist auf Grund seiner spannenden Historie besonders interessant: Mit ihm fuhren viele US-Rennfahrer Erfolge ein und verhalfen so Porsche in den USA zum Ruhm – die meisten 550 Spyder verkaufte Porsche in den USA.

Außerdem war dieses Exemplar bereits ab Werk für Rennen modifiziert und es fährt immer noch mit seinem originalen Getriebe.

Porsche 550
Artikel 0 Generationen 0
Alles über Porsche 550
Mehr zum Thema Oldtimer
09/2021, Lamborghini Countach 5000 S zerlegt
Auktionen & Events
Citroen 2CV Conservatoire (1990) Rouge Delage Cormoran Grey
Auktionen & Events
Dino 246 GTS (1973)
Auktionen & Events
Mehr anzeigen