VW Sammlung Hermann Walter Jonathan Schule
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VW-Sammlung Hermann Walter: 180 Oldtimer in 4 Hallen

VW-Sammlung von Hermann Walter Aus jedem Jahrgang ein Käfer

Inhalt von

Das Ziel dieser einzigartigen Sammlung war es, einen Käfer aus jedem Baujahr zu besitzen. Doch diverse "Beifänge", oft im Neuwagenzustand mit nur einer Handvoll Kilometern auf der Uhr, sorgten für Vielfalt und Farbe – und auch etwas chaotische Verhältnisse.

Als Fotograf Jonathan und ich die ersten Blicke hinter das Hallentor werfen, reiben wir uns die Augen. Ist das gerade wirklich wahr – oder träumen wir? Das Spiel wiederholt sich hinter jeder Tür, durch die wir mit immer größeren Augen treten, und auf jeder neuen Etage. Und stets dieselbe Frage: Wo gibt’s denn so was? Die Antwort ist einfach: Nur hier. Hier in Kaunitz bei Verl. Auf einem weitläufigen Gelände mit Lagerhallen, Mehrfamilienhäusern sowie einigen Schuppen und Nebengebäuden.

Wichtiger allerdings: Wir befinden uns mitten im Lebenswerk eines VW-Enthusiasten, der mehr als 50 Jahre lang alle Käfer und dessen Derivate geschenkt bekommen, gesucht, gekauft, gerettet hat. Hermann Walter hat seine extreme Sammelleidenschaft frei und finanziell offenbar unabhängig ausleben können. Dabei fing alles ganz harmlos an: Seine erste Frau brachte einen Käfer mit in die Ehe. Und dieser, na ja, lief und lief eben. Mehr als 300 000 Kilometer sammelte er als Berufspendlerauto. Hermann fand das gut. Und er kaufte hernach alles, was andere Käfer-Fahrer nicht mehr wollten. "Das waren ja damals einfache Verbrauchsprodukte", sagte er mal.

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Das Pendel der Definition allerdings, was als "verbraucht" oder "noch zu gebrauchen" gilt, schwang bei Walter besonders stark zu Letzterem aus. Aus Sammeln wurde Horten, selbst als er sein Ziel erreicht hatte: Aus jedem Jahr der Käfer-Produktion wollte er ein Exemplar besitzen – und forschte dann doch noch weiter nach seltenen Preziosen. Er fand sie in einer Hülle und Fülle, die heute schwer vorstellbar ist. Schnelle Rechner kommen bei der angenommenen Produktionszeit von 1938 bis 2003 auf 66, doch die Sammlung von Hermann Walter umfasste bei seinem Tod mehr als 180 Fahrzeuge. Genau sagen lässt sich das noch nicht, denn ein "Nebenlager" zu einem von insgesamt fünf vorhandenen Scheunen- oder Hallenschlüsseln wurde noch nicht gefunden.

Seltene Käfer aus WOB, OS und Mexico

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Käfer der Última Edición von 2003 in beiden lieferbaren Farben Harvestmoonbeige und Aquariusblue – und mit elf Kilometern auf der Uhr.

Hermann Walter verstand es vortrefflich, die Medien für seine Leidenschaft zu nutzen. Seine zweite Frau wohnt im Haus direkt neben der von ihm gebauten Halle. Sie präsentiert zahlreiche Ordner mit Presseberichten, die seit den späten 70ern über sein Tun und Wirken berichteten. Auch im Fernsehen – heute noch bei Youtube & Co. zu finden – gab es reihenweise Auftritte, bei denen Walter darauf hinwies, dass er bestimmte Teile suche. Das führte dazu, dass er über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. So bekam er reihenweise Autos auf den Hof gestellt – bis zu 20 Käfer schlachtete er pro Monat. Einen kleinen Eindruck davon erhalten wir in einem – dem kleinsten – Nebenlager. Der ehemalige Stall ist proppenvoll, bis zur Decke gefüllt mit Teilen und Vierzylinder-Boxermotoren, die sogar rund um jeweils zwei Ovalis und Brezelkäfer sowie einen ultraseltenen Barndoor-T1 gestapelt wurden. Bei 120 Motoren hören wir auf zu zählen.

Hebmüller und Sondermodelle

Dazwischen und halb darunter entdecken wir noch ein Cabriolet, das in der Form an Hebmüller erinnert. Ralf Reller und Hubertus Bettenworth, zwei der drei Besitzer dieser außergewöhnlichen Sammlung, wissen auch noch nicht mehr darüber: "Ein holländischer Käfer-Experte vermutet einen Hebmüller-Prototyp", so Reller. Jener Holländer hat am Vortag unseres Besuchs gleich drei Raritäten gekauft, darunter einen ganz frühen KdF-Wagen. Weitere warten noch auf Käufer: etwa das letzte Cabriolet, das bei Karmann gebaut wurde, noch mit in Folie verpackten Sitzen und mit null Kilometern Laufleistung. Daneben parkt – mit einem Abstand von drei Millimetern zwischen den Kotflügeln – einer der Jubi-Käfer von 1985, ebenfalls innen noch in Folie eingeschlagen, der Lack mit dem originalen Werks-Schutzwachs versiegelt.

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Eng an eng stehen die Käfer-Raritäten.

In diese Kategorie gehört auch der 1978er T2b Camper, den Hermann Walter neu kaufte, um mit dem Sohn eine Frankreichfahrt zu unternehmen. Nach dieser Reise stellte er ihn ab. Exakt 3777 Kilometer weist der Kilometerzähler auf, der Wagen glänzt im Auslieferungszustand. Daneben parken noch drei Bullis, nach denen sich viele die Finger lecken: ein T1 Camper mit seitlich nach oben öffnendem Dachteil, ein ehemaliges Molkereifahrzeug aus den 50ern mit originaler Zapfanlage und Milchkannen sowie ein Rettungswagen von Dynamit Nobel. Alle in betörendem Zustand 1.

Die Sammlung war in der Szene bekannt

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Hermann Walter sammelte nicht nur Autos von VW, sondern auch Fahrräder von Miele, Schilder von Tankstellen, Schaufensterpuppen, ...

Kein Wunder, dass diese Sammlung in der Käfer-Szene sagenumwoben war. Walters Privatmuseum war Ziel vieler Clubausflüge und Recherche-Ort für Käfer-Fans und -Restaurierer. Hier konnte die Entwicklung des populärsten Autos studiert werden, wurden Kindern die Besonderheiten des Export-Käfers nicht nur erklärt, sondern am Objekt gezeigt: Chromschmuck und Hydraulikbremsen konnten direkt mit dem Standardmodell verglichen werden – von 1938 bis zu den jüngsten Käfern der Última Edición von 2003. Natürlich in beiden erhältlichen Farben Harvestmoonbeige und Aquariusblue – und mit elf Kilometern auf der Uhr.

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Fazit

Doch das ist nun Geschichte. Die Sammlung Walter steht zum Verkauf, Ende April haben schon mehr als 35 Käfer eine neue Bleibe gefunden. Dabei haben wir die "Beifänge" – Golf, Scirocco, Jetta, Passat und Prototypen – noch gar nicht erwähnt. Übrigens: Wir haben nur ein Fremdfabrikat gefunden – einen Sachsenring Trabant 601. Der steht als Anschauungsobjekt neben einem der 200 VW Golf, die 1978 in die DDR kamen. Beide natürlich im Neuzustand und mit allen Dokumenten

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