Ladefibel, E-Auto laden, ams0222 Achim Hartmann
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Vergleich von 6 Lade-Apps

Lade-Apps fürs E-Auto Welche lohnt sich? Vergleich von 6 Lade-Apps

Es ist nicht lange her, da brauchte man als E-Autofahrer mehrere Ladekarten auf langen Strecken. Ist das bei den Roaming-Apps nun anders? Wir haben sechs Anwendungen verglichen.

Vor ein paar Jahren brauchte man gefühlt noch einen separaten Geldbeutel, um die Ladekarten der verschiedenen Ladesäulenanbieter zu transportieren. Die waren auch nötig, schaut man sich die geringe Anzahl der Ladepunkte in Deutschland damals an. Im Jahr 2016 waren es nur 5654 verzeichnete Ladepunkte bei der Bundesnetzagentur. Mittlerweile findet man dort deutschlandweit rund 40 000 Ladepunkte. Mehr Ladesäulen soll es laut Bund zukünftig nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch im privaten Raum geben. Ebenso soll die kontaktlose Bezahlung per Kredit- oder EC-Karte an allen ab Juli 2023 neu installierten Säulen das Laden einfacher machen. Damit sind aber nicht plötzlich alle Probleme gelöst. Denn es wird eine lange Zeit extrem viele öffentliche Ladepunkte geben, an denen es nicht ohne App oder Ladekarte geht.

Digitaler Lade-Dschungel

Einen separaten Geldbeutel für die Karten braucht man nicht mehr. Dafür hat jeder E-Mobilist jetzt mehrere Lade-Apps auf dem Smartphone. Digitaler Lade-Dschungel – genauso nervig. Um es sich leichter zu machen, hilft die Frage: Was brauche ich? Wir haben uns verschiedene Apps angeschaut und miteinander verglichen. Die Kriterien dabei: Mit der App sollen der komplette Ladevorgang machbar und Ladepunkte in ganz Deutschland anwählbar sein.

Ladepunkte zu finden, funktioniert mit jeder der getesteten Apps recht gut. Sie bieten alle die wichtigsten Suchfilter: Steckertyp, Ladeleistung, Roaming, Verfügbarkeit. Bei den Bezahlmethoden wird es schon unübersichtlicher. Während Plugsurfing neben der Kreditkarte sogar PayPal und Klarna anbietet, lassen E.ON und Shell Recharge nur Lastschrift zu. Die Navigation zur Ladesäule läuft bei den meisten Anwendungen über eine Verknüpfung mit einer entsprechenden Navigations-App auf dem Smartphone. Einfach Strom laden von Maingau wuppt die Navigation als einzige App innerhalb der Anwendung.

Noch wichtiger bei der App-Wahl ist aber das eigene Fahrverhalten. Das ist auch der Punkt, an dem der Ladepreis ins Spiel kommt. Lädt man nämlich nur gelegentlich, kann ein Roaming-Anbieter ohne Grundgebühr wie Plugsurfing am hilfreichsten sein. Ist man viel in einer Stadt unterwegs, sind die Angebote von Energiekonzernen wie E.ON oder Maingau sinnvoll. Vielfahrer profitieren am meisten von Tarifen mit einer Grundgebühr, die dafür günstigere kWh-Preise aufrufen. Kleines Beispiel: Wohnt man in Stuttgart, ist die EnBW-mobility+-App sehr nützlich. Ist man in München unterwegs, sollte man aber vorher checken, ob dort eine andere App besser geeignet ist.

Jetzt könnte man denken: Klar, lokal gleich günstiger! Ist es von den Preisen pro kWh in diesem Fall auch. EnBW verlangt für die Ladesäule an der Münchner Meindlstraße mit 4,50 Euro im Standardtarif für 10 kWh mehr als die Stadtwerke (3,80 Euro). Allerdings ist hier eine Ladekarte nötig – und die kostet fünf Euro extra. Ist man nicht öfter in München, lohnt sich das also nicht.

Für alle, die sich jetzt die Haare raufen: Der Dschungel ist zwar sehr unübersichtlich, aber wer sich einmal einen Überblick verschafft hat, der ist letztendlich mit zwei bis drei Anbietern gut versorgt. Apps zur Ladesäulen- suche wie Plugshare und Anwendungen zum Preisvergleich an einer bestimmten Säule wie Ladefuchs und Chargeprice können zusätzlich helfen. Wer gerne mit fixen monatlichen Kosten planen möchte, für den ist eventuell ein Flatrate-Angebot, wie es etwa das Start-up Elvah anbietet, eine gute Lösung. Das deckt die Ladekosten der meisten Anbieter ab.

EnBW mobility+

Die EnBW-mobility+-App bietet in der Suche mehr als 200.000 Ladepunkte in Deutschland sowie dem europäischen Ausland an. Laut dem eMobility-Excellence-Vergleich von Charging Radar und P3 entfallen 43.070 Ladepunkte auf die Bundesrepublik. Damit bietet der Energiekonzern mit am meisten Ladepunkte. Neben einem Standard-Tarif und einem Vorteils-Tarif für Kunden gibt es einen Viellader-Tarif, der sich laut EnBW bereits ab einer Lademenge von 70 kWh pro Monat lohnt. Bei diesem Tarif fallen jedoch 5,99 Euro Grundgebühr an. Dafür ist die Ladekarte (9,90 Euro), wenn gewünscht, in diesem Modell kostenfrei erhältlich. Bezahlung: Kreditkarte, Lastschrift. Die Navigation zur Ladesäule funktioniert unter anderem per Google Maps.

  • Anzahl Ladepunkte: 200.000+ (Deutschland und Europa)
  • Ladekosten: AC 36 bis 45 ct/kWh, DC 46 bis 55 ct/kWh (je nach Tarif)
  • Zugang Säule: Per App oder Ladekarte. Manche Stationen akzeptieren nur die Karte
  • Grundgebühr: Mtl. Gebühr 5,99 € (nur bei Viellader-Tarif)
  • Navigation zur Säule: Per Google Maps oder Karten-App
  • Filter: Steckertyp, Ladeleistung, EnBW-Stationen, Zugang Säule

Plugsurfing

Die Anwendung bietet mehr als 200.000 Ladepunkte in Deutschland und Europa an. Laut eMobility-Excellence-Vergleich sind davon 33.660 Ladepunkte in Deutschland zu finden. Seit Mitte Juni 2021 bietet Plugsurfing Festpreise für das AC- und DC-Laden an. Allerdings ist die Anwendung, wie man an unserem Rechenbeispiel sieht, im Vergleich deutlich teurer. Als Bezahlmethoden sind Kreditkarte, Lastschrift, aber auch PayPal und Klarna-Sofortüber- weisung möglich. Filtern lässt sich unter anderem nach Steckertyp. Per Google Maps kann sich der Nutzer die Route zur gewünschten Station weisen lassen. Leider ist auch hier nicht jeder Ladepunkt App-fähig, sodass der Ladeschlüssel immer dabei sein sollte.

  • Anzahl Ladepunkte: 200.000+ (Deutschland und Europa)
  • Ladekosten: AC 48 ct/kWh, DC 64 ct/kWh
  • Zugang Säule: App oder Ladeschlüssel (an manchen Säulen nur mit Ladeschlüssel)
  • Grundgebühr: Keine monatliche Grundgebühr
  • Navigation zur Säule: Per Google Maps
  • Filter: Steckertyp, Ladeleistung, freie Säulen, Zugang Säule, Auto

Shell Recharge

Mit über 200.000 Ladepunkten in 35 Ländern, davon laut eMobility-Excellence-Vergleich 42.760 in Deutschland, bietet Shell Recharge eine hohe Ladepunkt-Abdeckung an. Was die Preise angeht, ist es hier etwas komplizierter. An NewMotion-Ladepunkten sind die Preise laut Betreiber variabel und unterschiedlich, was die AC-Ladepreise angeht. Rechnet ein anderer Anbieter (also über eine Roaming-App) nach kWh und Minutentarif ab, werden zusätzlich 2 ct/Min. fällig. Außerdem verlangt Shell pro Ladevorgang zusätzlich 35 ct (max. 7 Euro/Monat). Außerdem ist es zwingend nötig, eine Ladekarte (kostenlos) mit der App zu verbinden, um an öffentlichen Ladesäulen laden zu können.

  • Anzahl Ladepunkte 200.000+ in 35 Ländern
  • Ladekosten: AC 46 ct/kWh, DC 59 bis 64 ct/kWh + Transaktion 35 ct
  • Zugang Säule: App oder Karte (Karte nötig, um mit App laden zu können)
  • Grundgebühr: Keine; Transaktionsgebühren max. 7 Euro/Monat
  • Navigation zur Säule: Per Google Maps
  • Filter: Steckertyp, Ladeleistung, App-Zugang Säule, nur Shell, freie Säulen

Einfach Strom Laden

Mit der Lade-App Einfach Strom Laden des Energiekonzerns Maingau lässt sich das Elektroauto an mehr als 170.000 Ladepunkten in Europa laden; davon befinden sich rund 39.000 innerhalb Deutschlands. Man muss kein Kunde sein, um die Anwendung zu nutzen. Allerdings erhalten Kunden einen Preisvorteil und bezahlen pro Kilowattstunde – egal ob Gleich- oder Wechselstrom – 14 Cent weniger pro Kilowattstunde. Dafür zahlt jedoch kein Nutzer eine monatliche Grundgebühr. Im Vergleich war dies die einzige App, die einen in der Anwendung direkt zur Säule lotst, anstatt zu Google Maps oder der Karten-App zu wechseln. Bezahlt wird bei Einfach Strom Laden per Lastschrift oder Kreditkarte.

  • Anzahl Ladepunkte 170.000+ (Deutschland und Europa)
  • Ladekosten: AC 30 od. 44 ct/kWh, DC 40 od. 54 ct/kWh (Kunden laden günstiger)
  • Zugang Säule: Per App, Ladechip oder -karte (Chip und Karte je 9,99 Euro)
  • Grundgebühr: Keine monatliche Grundgebühr
  • Navigation zur Säule: Google Maps, Karten-App oder Navigation innerhalb der Anwendung möglich
  • Filter: Steckertyp, Ladeleistung, Schnellladen, Auto, verfügbare Stationen

Ionity

Ionity ist ein Joint Venture der Autohersteller BMW, Ford, Hyundai, Mercedes-Benz, Audi und Porsche, das 361 Ladeparks entlang europäischer Autobahnen aufgebaut hat. Hier finden sich laut den Betreibern durchschnittlich sechs Ladesäulen pro Ladepark, die mit CCS-Steckern ausgestattet und aufs Schnellladen bis 350 kW Leistung ausgelegt sind. Das macht das Laden entsprechend teuer. Über die App kostet das Laden 79 ct/kWh. Nutzt man Ladekarten von anderen Betreibern, kann es noch teurer werden (Shell 81 ct); Maingau bietet seinen Kunden mit 75 ct/kWh hingegen sogar einen günstigeren Preis. In der App gibt es keine Suchfilter. Dafür empfiehlt die Anwendung Ladesäulen auf Basis des aktuellen Standorts.

  • Anzahl Ladepunkte: 361 Ladeparks in Europa
  • Ladekosten: DC 79 ct/kWh
  • Zugang Säule: Per Ionity-App oder Ladekarte anderer Anbieter wie Shell Recharge
  • Grundgebühr: Keine monatliche Grundgebühr
  • Navigation zur Säule: Per Google Maps, Karten-App oder Waze
  • Filter: Keine Filter, dafür automatische Empfehlung auf Standortbasis

E.ON Drive

Die App bietet dem User mehr als 37.000 Ladepunkte in ganz Deutschland. Die Preise unterscheiden, wie auch bei der Maingau-App, zwischen eigenen und Roaming-Ladepunkten. An circa 300 E.ON-eigenen AC-Ladepunkten sowie an rund 3000 Roaming-AC- und DC-Ladepunkten wird lediglich eine Sitzungsgebühr erhoben (5,95 € AC, 14,95 € DC) und nicht nach kWh abgerechnet. Außerdem veranschlagt E.ON bei High-Power-Charging(HPC)-Ladepunkten mit einer Ladeleistung von 50 bis 350 kW einen gesonderten Preis von 53 ct pro Kilowattstunde. Die Bezahlung bei E.ON Drive erfolgt per Lastschrift. Außerdem filtert die App nach Steckertyp, Ladeleistung und Roaming.

  • Anzahl Ladepunkte: 37.000+ in Deutschland
  • Ladekosten: AC 39 od. 44 ct/kWh, DC 49 od. 60 ct/kWh, HPC 53 ct/kWh
  • Zugang Säule: Per E.ON Drive App
  • Grundgebühr: Mtl. Gebühr 4,95 €
  • Navigation zur Säule: Per Karten-App
  • Filter: Steckertyp, Ladeleistung, Roaming
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