ACM City One Stefan Baldauf
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Elektroflitzer ACM City One vor IAA-Premiere 2021

ACM kooperiert mit Magna International Neuer Elektroflitzer ACM City One ab 2023

ACM stellt auf der IAA 2021 in München den kostengünstigen City One vor. Dafür spannt sich die Firma mit dem Automobilzulieferer Magna International zusammen. Der City One soll ab 2023 in Serienproduktion gehen.

ACM steht für Adaptive City Mobility und unterstreicht das Vorhaben der Firma: Wandlungsfähige Mobilität – vor allem in der Stadt. Dazu soll es einem breiten Publikum möglich sein, preiswerten Zugang zur Elektromobilität zu erhalten. In erster Linie soll der City One als Dienstleistungsfahrzeug zum Einsatz kommen und ist weniger für den Privatkunden vorgesehen. Um die technische Entwicklung des Stromers voranzutreiben, kooperiert das Münchner Start-up mit Magna International.

Der kanadisch-österreichischen Automobilzulieferer hat zudem viel Erfahrung in Zusammenarbeit mit großen Autoherstellern wie BMW, Daimler oder Toyota und soll den City One ab 2023 produzieren. Laut einem Bericht des Handelsblatt liegen bereits 208.000 Absichtserklärungen für den City One vor. Das ergibt einen Umsatz von mehr als drei Milliarden Euro.

Batteriewechsel statt Ladepause

Wie bereits beim Modell ACM City aus dem Jahr 2019 ist beim City One das schnelle Austauschen einer leeren Batterie möglich. Im Kofferraum befinden sich vier Batteriekoffer als Reichweiten-Verlängerer – wer noch mehr Reichweite benötigt, kann zusätzliche Batteriepacks auf dem Dach des City One transportieren. Insgesamt kommt das Auto laut der Münchner auf eine Reichweite von bis zu 360 Kilometer. Ohne die Extrabatterien schafft der City One 240 Kilometer an Reichweite. Die Leistung des Fahrzeugs liegt bei 25 kW.

ACM City, Exterieur
Alternative Antriebe

Das Modell verfügt über eine 24-kWh-Batterie und ist innerhalb von acht Stunden an der heimischen Steckdose aufgeladen. Die Schnellladung des City One dauert fünf Stunden. Eine von vier austauschbaren Kofferbatterien im City One leistet 2,5 kWh und wiegt 10,5 Kilogramm. ACM setzt beim City-Stromer auf die 48-Volt-Technik.

ACM City One als Taxi und Transporter

Die Bayern sehen den City One als multifunktionales Flottenfahrzeug für den urbanen Raum. Mit seinem kleinen Wendekreis von 9,9 Metern ist er dafür geeignet. Das Auto wiegt 950 Kilogramm und kann 380 Kilogramm zuladen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt laut ACM bei 110 km/h und der Verbrauch soll beim E-Auto kleiner als 10 kWh pro 100 Kilometer sein.

Ob als Taxi, Mini-Transporter oder Carsharing-Flitzer: Der City One ist flexibel. Dem 3,6 Meter langen Fahrzeug mit einer Breite von 1,65 Metern und einer Höhe von 1,67 Meter hilft dabei seine Form. Der Radstand liegt bei 2,5 Meter. Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Wagen von einem 5-Sitzer zu einem Transporter umbauen und auf der Rückbank passt eine Europalette in den City One. Gerade als Lieferfahrzeug von Paketdiensten oder Essenslieferanten stellt der ACM eine Option dar. Der City One verfügt über einen Laderaum von 400 bis 1.450 Liter.

ACM City One
ACM
Der ACM City One kann eine Europalette transportieren.

Preislich soll der City One je nach Ausstattung zwischen 10.000 und 15.000 Euro kosten. Die geringe Kaufsumme hängt auch mit der einfachen Verarbeitung des Autos zusammen, die spartanisch wirkt. Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat ACM bereits mit dem Fraunhofer Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik sowie mit Siemens zusammengearbeitet.

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Fazit

Der ACM City One ist ein simples, kleines Auto, das neben dem geringen Preis auch durch die Multifunktionalität aufhorchen lässt. Das flexible Konzept des Elektroflitzers bietet sich vor allem in der Stadt für Carsharing und betriebliche Nutzung an. Die maximale Reichweite von 360 Kilometern ist ausreichend für den Stadtverkehr.

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