07/2022, TU Eindhoven Forschungsauto mit CO2-Filter TU Eindhoven / Bart van Overbeeke
07/2022, TU Eindhoven Forschungsauto mit CO2-Filter
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Forschungsauto der TU Eindhoven: Dieses E-Auto frisst CO₂

Forschungsauto der TU Eindhoven Dieses E-Auto frisst CO₂

Niederländische Forscher rüsten einen Prototyp mit einem speziellen Filtersystem aus, das Kohlendioxid auffangen und speichern soll.

Wann fahren wir klimaneutral Auto? In fünf Jahren? Oder in zehn bis 15 Jahren? Vielleicht nie? Diese Frage(n) kann aktuell niemand seriös beantworten. Industrie und Wissenschaft können lediglich ihre Anstrengungen in dieser Hinsicht weiter steigern. Besonders kreativ gehen einige niederländische Forscher an die Aufgabenstellung heran. Sie entwickeln ein Auto, das – salopp ausgedrückt – Kohlendioxid frisst und die Menschheit dem CO2-neutralen Fahrzeug ein ganzes Stück näher bringen soll.

Das kleine Elektroauto entstammt den Gehirnen und Händen von Wissenschaftlern der Technischen Universität Eindhoven. Das Geheimnis des Prototyps, der den Spitznamen Zem trägt: Er verfügt über ein Filtersystem, durch das die Außenluft strömt und dabei CO₂ nicht nur auffängt, sondern auch speichert. Wie genau das Ganze funktioniert, verraten die Forscher noch nicht. Sie befinden sich derzeit in der Proof-of-Concept-Phase und sind dabei, ein Patent anzumelden. "Aber wir sehen schon jetzt, dass wir die Kapazität des Filters in den nächsten Jahren erhöhen können", sagt Louise de Laat, die Teamleiterin der 35-köpfigen Forschungsgruppe.

Nach 320 km ist der Filter voll

Apropos Kapazität: Derzeit kann das Auto 320 Kilometer weit fahren, bevor der Filter voll ist. Geht man von einer Jahresfahrleistung von 20.000 Kilometern aus, sollen sich beim aktuellen Stand der Technik in diesem Zeitraum zwei Kilogramm CO₂ auffangen lassen. "Das bedeutet, dass zehn Autos so viel Kohlendioxid speichern können wie ein durchschnittlicher Baum", rechnen die Wissenschaftler vor. Eine derart kleine Flotte richtet gegen den vom Menschen gemachten Klimawandel also wenig aus. Sollte jedoch jedes weltweit eingesetzte Auto über diese Technik verfügen, sind viel größere Dimensionen erreicht und die Auswirkungen umso positiver.

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Zem wurde innerhalb eines Jahres entworfen, entwickelt und gebaut. Das E-Mobil kommt in Gestalt eines extrem kompakten Coupés daher, dessen Monocoque und Karosserie im 3D-Druck-Verfahren hergestellt wurden. Vorteil: Dabei entsteht fast kein Müll aus Materialresten. Die Kunststoffe bestehen zudem aus Einzelmaterialien, die nach Gebrauch leicht geschreddert und wiederverwendet werden können. Um zusätzliche Reichweite zu generieren, verfügt Zem über Solarpaneele auf Fronthaube und Dach. Zur Antriebstechnik gibt es bislang keine detaillierten Auskünfte. Bekannt ist lediglich, dass das E-Auto bidirektional laden – also auch Energie aus seiner Batterie abgeben – kann.

Weckruf in Richtung Autoindustrie

Die Studierenden wollen Zem in den kommenden Jahren stetig verbessern und rufen die Automobilindustrie dazu auf, dabei mitzuwirken. Sie verfolgen das Ziel, es während seines gesamten Lebenszyklus klimaneutral zu machen und schließlich auf die Straße zu bringen. Es soll weder während des Produktionsprozesses noch bei der Fahrt CO₂-Emissionen verursachen. Obendrein streben die Forscherinnen und Forscher einen maximalen Recyclinggrad der verwendeten Materialien an. Und was den CO₂-Filter angeht, schwebt dem Team eine Zukunft vor, in der der volle Filter einfach an der Ladestation entleert werden kann, wenn das Auto mit Energie betankt wird.

Umfrage

144 Mal abgestimmt
Kann das Konzept des Zem mit seinem CO2-Filter funktionieren?
Ja. Es gibt schließlich schon CO2-Filter. In verkleinertem Maßstab ergibt das Sinn.
Nein. Selbst falls es grundsätzlich funktioniert - es wirft wieder andere Probleme auf.

Fazit

Wie so oft bei derartigen Bekanntmachungen stellt sich die Frage: Ist den Studierenden aus Eindhoven hier tatsächlich ein technologischer Durchbruch gelungen oder stellen sich die Dinge bei genauerem Hinsehen deutlich negativer dar? Bevor die Forschungsgruppe ihre Erfindung nicht näher erklärt, ist dies nicht zu beurteilen. Für ihre ungewöhnliche Idee sind die Niederländer aber bereits ausdrücklich zu loben.

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