9/2020, Hopper Mobility Hopper Mobility
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9/2020, Hopper Mobility 5 Bilder

Augsburger Startup entwickelt den Hopper

E-Bike mit Dach und Lenkrad für urbanen Verkehr

Wetterfester und komfortabler als ein E-Bike, aber trotzdem noch als Fahrrad im urbanen Verkehr zu bewegen. Hopper Mobility will urbane Kunden ansprechen.

Für den lokal emissionsfreien Kurz- und Mittelstreckenverkehr im städtischen Bereich kommt vermehrt das Fahrrad ins Spiel. Mit Elektrounterstützung kommen Pendler ins Büro oder Kinder im Lastenrad der Eltern in die Kita.

Das Augsburger Startup Hopper Mobility setzt auf dieser Basis an und entwickelt mit dem Hopper ein Fahrzeug, das als Bindeglied zwischen E-Bike und Elektroauto gesehen werden soll. Der Antrieb über Pedale wird bis zum Tempo von 25 km/h von einem Elektromotor unterstützt. Mit dieser Begrenzung umgeht der Hopper eine Kennzeichen- und damit eine Versicherungspflicht.

Platz für Personen und Gepäck

Der Akku, der entnommen und an einer Haushaltssteckdose aufgeladen werden kann, bietet eine Reichweite von bis zu 60 Kilometern. Für längere Strecken soll eine zweite Batterie mitgeführt werden können. Zusätzlich planen die Augsburger eine Version mit Solarpanels auf dem Dach, die Strom produzieren können.

Das Dach ist einer der Unterschiede zum herkömmlichen Lastenrad. Unter ihm sitzen der Fahrer und ein Passagier (oder zwei Kinder) einigermaßen wettergeschützt, die Seiten sind jedoch auf den Computerillustrationen offen. Zusätzlich bietet ein Kofferraum Platz für 70 bis 220 Liter Gepäck.

Der Hopper soll mit zwei Rädern an der Vorderachse sicher stehen. Gesteuert wird mit einem Lenkrad. Trotzdem soll man mit ihm sowohl auf der Straße als auch auf Radwegen fahren dürfen. Mit einem Wendekreis von zwei Metern soll der Hopper zudem wendiger sein als teils lange Lastenräder.

Aktuell entsteht, Unternehmensangaben zufolge, ein finaler Prototyp. Reservierungsanfragen werden bereits entgegengenommen, der Preis des Hopper steht aber noch nicht fest.

Fazit

E-Bikes als Basis für überdachte Fahrzeuge werden seit einiger Zeit von unterschiedlichen Firmen angekündigt. Wer zuerst auf den Markt kommt und ob das Konzept eine Zukunft hat, muss sich zeigen. Stadtbewohner dürften auch mit dem Hopper Parkplatzsorgen haben.

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