Renault RGEV medium 2.0: Neue Plattform für XXL-Reichweiten und Hightech-Hybride

Renault RGEV medium 2.0 Plattform
Das kann Renaults neue wandelbare E-Plattform

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.03.2026
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Renault hat bei seinem "futuREady"-Strategie-Event für die nächste Dekade eine konsequente Elektrifizierung und Modelloffensive angekündigt. Bis 2030 sollen international 26 neue Modelle kommen, allein 12 davon in Europa. In technischer Hinsicht soll diese Strategie von einer neuen Elektro-Architektur gestützt werden, die vor allem die kommenden Modelle der Kompakt- und Mittelklasse tragen und antreiben soll. Kern der europäischen Produktoffensive ist eine "zweite Welle" an Elektro- und Hybridfahrzeugen, die ab Ende des Jahrzehnts in den Segmenten C und D mehr Reichweite, höhere Effizienz und kürzere Ladezeiten ermöglichen soll.

Das kann die RGEV-medium-2.0-Plattform

Im Mittelpunkt steht dabei die neue Plattform RGEV medium 2.0. Sie wird mit Fokus auf die europäischen Märkte entwickelt und setzt auf eine 800-Volt-Architektur, die nicht nur hohe Ladeleistungen verspricht, sondern auch die Systemeffizienz verbessern soll. Renault kündigt eine neue Generation von E-Autos an, die "auf Reichweite, Effizienz und ultraschnelles Laden" ausgelegt ist – genau jene Punkte, die viele Kunden heute noch vom Umstieg auf Elektroautos abhalten.

Technisch interessant ist vor allem die Bandbreite, die Renault mit der modularen Architektur abdecken will: Die RGEV medium 2.0 ist ausgelegt für Fahrzeuge der Segmente B+ bis D und für alle Karosserieformen geeignet. Es sollen drei Grund-Setups möglich sein: Erstens ein reines E-Auto mit bis zu 750 Kilometern WLTP-Reichweite, zweitens ein elektrischer Allradantrieb (4x4) mit bis zu zwei Tonnen Anhängelast, und drittens eine Variante mit Range Extender, welche die Gesamtreichweite auf bis zu 1.400 Kilometer bringen soll. Damit positioniert Renault die Plattform nicht nur als Batterieauto-Baukasten, sondern als Technikbasis für unterschiedliche Nutzungsprofile – vom Langstreckenfahrer bis zum Zugfahrzeug.

Hybride bleiben als Brückentechnologie

Parallel dazu bleibt der E-Tech Full Hybrid ein fester Bestandteil der Strategie. Renault will das Full-Hybrid-Angebot in Europa auch über 2030 hinaus fortführen. Der Ansatz: Hybrid als effiziente Brückentechnologie, die Verbrauch und CO₂ senkt und für viele Kunden den Einstieg in elektrifiziertes Fahren erleichtert – ohne Ladeinfrastruktur vorauszusetzen. Zudem soll der Hybridantrieb außerhalb Europas gezielt als Alternative zum Diesel etabliert werden; einzelne Modelle sind dort künftig ebenfalls als Elektroversion geplant.

Auch bei den Nutzfahrzeugen setzt Renault auf die 800-Volt-Technik: Der kommende Trafic E-Tech Electric soll als erstes "Software-defined Vehicle" (SDV) der Marke zugleich das erste Renault-Nutzfahrzeug mit 800-Volt-System werden. Renault nennt hier eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern – und koppelt das Thema Reichweite ausdrücklich an schnelles Laden, was im Lieferverkehr und für Handwerksbetriebe entscheidend ist.

Renault will vor allem außerhalb Europas wachsen

Wirtschaftlich flankiert Renault die Technikoffensive mit ambitionierten Zielen: Bis 2030 sollen über zwei Millionen Fahrzeuge (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) verkauft werden – in Europa 100 Prozent elektrifiziert, außerhalb Europas zu immerhin 50 Prozent. Generell will Renault bis 2030 den Absatz außerhalb Europas weiter ausbauen; er soll dann etwa 50 Prozent des Gesamtabsatzes ausmachen. Die Plattform- und Antriebsstrategie soll dafür die gemeinsame technische Grundlage liefern.

Hier erfahren Sie alles über den Dacia Striker, der ebenfalls beim "futuREady"-Event präsentiert wurde. Genau wie die neue Alpine-Plattform APP, die ihren Fokus ebenfalls auf Elektroantriebe legt.

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