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1/2020, Toyota Woven City 8 Bilder

Premiere für Woven City

Toyota baut die Stadt der Zukunft

Großer Aufschlag auf der CES 2020: Toyota hatte den Prototyp einer ganzen Stadt, in der autonome Autos, Gebäude und Menschen miteinander vernetzt werden und Brennstoffzellen Energie liefern, gezeigt. 2021 beginnt die Bauphase.

Der japanische Autokonzern Toyota nutzte die CES 2020 (Consumer Electronics Show) in Las Vegas für die Ankündigung eines großen Projekts. Es scheint, als ob Toyota nicht nur denn von vielen Managern angekündigten Weg zum Wandel vom Autobauer zum Mobilitätsanbieter gehen will, sondern darüber hinausdenkt.

Am Fuße des Mount Fuji in Japan soll der Prototyp einer Stadt der Zukunft entstehen. Über 70 Hektar (700.000 Quadratmeter) misst die Fläche von Woven City, deren Bau mit einer Grundsteinlegung im Jahr 2021 beginnen soll.

Der dänische Architekt Bjarke Ingels ist mit seinem Büro für die Gestaltung des Städtebauprojekts verantwortlich. Zuvor machte er sich unter anderem mit den Google-Hauptquartieren in Mountain View (USA) und London (England) sowie dem "2 World Trade Center" in New York City einen Namen.

Solarenergie und Brennstoffzellen

2.000 Menschen sollen zu Beginn in Woven City einziehen und dort neueste Technologien nutzen: Vernetzte Häuser und Wohnungen, Roboter und künstliche Intelligenz – unter anderem zur Überwachung von Vitalfunktionen der Einwohner – sollen in der Stadt genutzt und damit im Alltag erprobt werden. Im ersten Schritt will Toyota eigene Mitarbeiter, Rentner und Partner einziehen lassen, anschließend soll die Population weiter wachsen.

In Woven City wird großer Wert auf den Umweltschutz gelegt. Die Stadt soll nachhaltig gebaut werden. Die meisten Häuser entstehen aus Holz, Photovoltaikanlagen auf den Dächern erzeugen einen Teil des benötigten Stroms. Die Hauptenergieversorgung übernehmen aber stationäre Brennstoffzellen.

Autonome Fahrzeuge in Woven City

Der Straßenverkehr in Woven City wird auf den Hauptrouten ausschließlich aus vollautonomen und lokal emissionsfreien Fahrzeugen bestehen. Die Straßen werden in drei Klassen eingeteilt. Für schneller fahrende Autos (zum Beispiel Shuttlefahrzeuge), für individuellen Verkehr mit langsameren Geschwindigkeiten und Fußgänger und als reine Fußgängerzonen.

Toyota hat auf der Tokyo Motor Show im Oktober 2019 eine weiterentwickelte Version der e-Palette gezeigt. Dieses Fahrzeug, eine Art elektrische Plattform für den Aufsatz unterschiedlicher Module, soll in Woven City für den Transport von Waren und Personen zum Einsatz kommen. Auch als mobile Shoppingmöglichkeiten sollen die autonomen Elektrofahrzeuge dienen. In der Stadt der Zukunft kommt also nicht nur die bestellte Ware nach dem Online-Shopping zum Kunden, sondern das ganze Geschäft fährt vor.

Akio Toyoda, Präsident der Toyota Motor Corporation, erklärt: "Der Bau einer ganzen Stadt vom ersten Spatenstich an ist die einmalige Gelegenheit, Zukunftstechnologien für die lokale Infrastruktur zu entwickeln. Mit der Vernetzung von Menschen, Gebäuden und Fahrzeugen, die alle miteinander kommunizieren, können wir KI-Technologie (Künstliche Intelligenz, Anm. d. V.) sowohl im virtuellen Raum als auch im realen Umfeld testen."

Software-Allianz mit NTT

Um die digitalen Dienste in der vernetzten Stadt der Zukunft voranzutreiben, gründet Toyota mit dem japanischen Telekommunikationsanbieter NTT eine Geschäfts- und Kapitalallianz.

Schon seit 2017 besteht eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der untereinander vernetzten Fahrzeuge. Die neue Softwarearchitektur "Smart City Platform" liefert darüber hinaus eine Basis für die Vernetzung der Infrastruktur von Autos, Gebäuden und künstlicher Intelligenz.

Fazit

Toyota hat sich mit Woven City ein großes Projekt vorgenommen. Der Konzern wird damit nicht unter die Städteplaner gehen, errichtet aber ein ideales Testfeld zur Erprobung neuer Mobilitätsformen und der Vernetzung von Fahrzeugen mit ihrem Umfeld. Außerdem wird Toyota hier seine Brennstoffzellentechnologie auch im stationären Bereich einsetzen können.

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