Ford nutzt in seiner kommenden Elektro-Plattform "Universal Electric Vehicle Platform" (UEV) Apples MapKit for Automotive. Fahrer öffnen Apple Maps dann direkt im Fahrzeug, ohne iPhone-Kopplung. Ford zielt damit auf eine zweite Navi-Option neben den bekannten Smartphone-Lösungen.
Start im günstigen E-Pick-up ab 30.000 Dollar
Als erstes Modell gilt ein elektrischer Mid-Size-Truck, der laut Ford ab 30.000 Dollar (rund 27.500 Euro) starten soll. Car and Driver spekuliert, dass damit ein neuer Ranchero gemeint ist. Ford plant den Produktionsstart für den Truck im Louisville Assembly Plant im US-Bundesstaat Kentucky.
Trotz Apple: CarPlay und Android Auto bleiben
Während GM Android Auto und Apple CarPlay aus seinen Systemen drängt, hält Ford an beiden fest. Ford positioniert Apple Maps als integrierte Alternative, nicht als Ersatz. Kunden können also zwischen der eingebauten Lösung und den Smartphone-Ökosystemen wählen.
Was Apple Maps im Ford können soll
Ford betont, dass Apple Maps Live-Traffic, Abbiegehinweise, Ortssuche und eine EV-Routenführung zu Ladesäulen beherrschen soll. Die Navigation soll außerdem beim rechtzeitigen Vorkonditionieren der Batterie helfen. Während Apple-Services-Chef Eddy Cue, wenig überraschend, vom MapKit als "das beste Karten-Erlebnis der Welt" schwärmt, spricht Ford-CEO Jim Farley sachlich von einem Baustein für das neue Software-Setup inklusive zonaler Architektur.

Die Fahrzeuge von Fords kommender Universal Electric Vehicle Platform (UEV) werden als Erste fest mit Apple Maps ausgerüstet sein.
Karten als Schlüssel zum autonomen Fahren
Ford koppelt die Apple-Maps-Integration auch an seine Autonomie-Agenda. Latitude AI, Fords eigene Tochter für maschinelles Lernen, Robotik und Software, will die Kartentechnologie für Assistenz- und Automatisierungsfunktionen und somit auch für das firmeneigene Autonomie-System BlueCruise nutzen. Ford plant für die UEV-Plattform zum Start im Jahr 2027 zwar nur Level-2-Autonomie, peilt für 2028 allerdings Level 3 an – also automatisiertes Fahren, bei dem der Fahrer zeitweise den Blick von der Straße nehmen darf. Vor allen Dingen geht bei Level 3 die Verantwortung für die Fahrt vom Fahrer auf den Fahrzeughersteller über.












