Eingestürzte Brücke in Griechenland: Verboten – und trotzdem stark befahren

Eingestürzte Brücke in Griechenland
Verboten – und trotzdem stark befahren

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.07.2026
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Eine Straßenbrücke, die in der Mitte zusammengebrochen ist, ist aus der Vogelperspektive zu sehen. Die Fahrbahn liegt knapp über einem Fluss und wird von einem Pickup befahren.
Foto: Thanasis Kaliakoudas / LarissaNet

Die großen Schäden gehen auf den Sturm Daniel im September 2023 zurück. Die außergewöhnlich starken Regenfälle und Überschwemmungen trafen große Teile der Region Thessalien. Nach Angaben griechischer Medien wurden dabei insgesamt 79 Brücken beschädigt oder zerstört. Die Brücke von Palaiopyrgos sackte im mittleren Bereich so stark ab, dass sie seitdem für den Verkehr gesperrt ist.

Lange Umwege als Grund

Mit dem Einsturz wurde die direkte Verbindung zwischen den Küstengemeinden der Gemeinden Tempi und Agia unterbrochen. Fahrten, die früher nur wenige Minuten dauerten, führen seitdem über einen deutlich längeren Umweg auf der Nationalstraße.

Nach Angaben der griechischen Website "Larissanet" verzichten vor allem Anwohner und Landwirte deshalb auf die ausgeschilderte Umleitung. Stattdessen überqueren sie die beschädigte Brücke trotz des bestehenden Verbots. Das Drohnenvideo zeigt unter anderem Pick-ups und SUV, die langsam den abgesackten Mittelteil passieren und anschließend die steile Gegenrampe wieder hinauffahren.

Warnschilder statt wirksamer Sperren

Obwohl die Brücke offiziell gesperrt ist, verhindern keine festen Barrieren die Durchfahrt. Vor Ort weisen lediglich Verkehrsschilder auf das Verbot hin. Wer die Warnungen ignoriert, kann die Brücke weiterhin befahren.

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Für Ortsfremde entsteht dadurch ein weiteres Problem. Navigationssysteme führen Autofahrer teilweise weiterhin bis zur zerstörten Brücke. Erst unmittelbar vor dem beschädigten Bauwerk müssen sie wenden und den langen Umweg antreten.

Urlauber werden häufig überrascht

Während Anwohner die Sperrung kennen, gilt das für viele Urlauber und Durchreisende nicht. Wer die Strecke erstmals nutzt, rechnet häufig nicht mit der unterbrochenen Verbindung und steht erst unmittelbar vor der beschädigten Brücke vor dem Ende der Straße. In diesen Fällen bleibt nur das Wenden und die Weiterfahrt über die deutlich längere Ausweichstrecke.

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