Auch Elektroautos verfügen über eine 12-Volt-Batterie, die das Bordnetz versorgt. Diese Batterie ist unabhängig von der Antriebsbatterie und kann durch Alterung oder lange Standzeiten entladen werden. Anders als bei Verbrennern, die einen Anlasser benötigen, ist die Kapazität dieser Batterien oft geringer. Das macht sie anfälliger für Ausfälle, insbesondere bei niedrigen Temperaturen.
Herstellerregelungen im Überblick
Die Regelungen zur Starthilfe variieren stark zwischen den Herstellern. VW erlaubt beispielsweise das Empfangen von Starthilfe, warnt jedoch ausdrücklich vor dem Geben, um Schäden an der Elektronik zu vermeiden. Tesla verfolgt eine ähnliche Linie: Das Model 3 kann Starthilfe empfangen, jedoch nicht geben. BMW und Mercedes gehen noch einen Schritt weiter und verbieten jegliche Starthilfe, sei es als Spender oder Empfänger. Hier wird auf die Fachwerkstatt verwiesen, um mögliche Schäden zu vermeiden.
Risiken und Vorsichtsmaßnahmen
Das Überbrücken eines Elektroautos birgt Risiken. Kurzschlüsse oder Überspannungen können die empfindliche Elektronik beschädigen. Daher ist es entscheidend, die Betriebsanleitung des Fahrzeugs zu konsultieren. Der ADAC empfiehlt, bei Unsicherheiten professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zudem sollten nur hochwertige Starthilfekabel verwendet werden, die den DIN- oder ISO-Normen entsprechen.
Praktische Tipps für den Pannenfall
Im Falle einer entladenen 12-Volt-Batterie sollte zunächst geprüft werden, ob das Fahrzeug überhaupt für Starthilfe geeignet ist. Ein Blick in die Bedienungsanleitung gibt Aufschluss. Falls Starthilfe erlaubt ist, sollte die Reihenfolge beim Anschließen der Kabel genau eingehalten werden, um Funkenflug und Schäden zu vermeiden. Nach erfolgreicher Starthilfe ist es ratsam, die Batterie vollständig aufzuladen, um erneute Ausfälle zu verhindern.
Vorsicht ist besser als Nachsicht
Die Starthilfe bei Elektroautos ist ein sensibles Thema, das sorgfältige Vorbereitung und genaue Kenntnis der Herstellerregelungen erfordert. Ein unbedachter Versuch kann teure Schäden verursachen. Daher ist es immer ratsam, im Zweifelsfall auf professionelle Hilfe zurückzugreifen.












