Flash Batterie store-dot Store-Dot

Revolution in der Ladetechnik

Volle E-Auto-Batterie in 5 Minuten

Das israelische Startup Store-Dot verspricht mit einer neuen Batterietechnologie drastisch reduzierte Ladezeiten. So soll sich der Akku eines Elektroautos in nur 5 Minuten vollständig laden lassen. Dass das Vorhaben gelingen kann, demonstrierte die Firma jetzt am Beispiel eines E-Rollers.

Während zahlreiche Batterieentwickler auf immer höhere Kapazitäten und eine größere Energiedichte setzen, verfolgt das israelische Startup Store-Dot einen anderen Ansatz. Zum Durchbruch der Elektromobilität sollen drastisch reduzierte Ladezeiten führen.

Die Techniker von Store-Dot setzen dabei auf einen neuen Akkutypen. Die genaue Technik wird noch nicht verraten. Nur so viel: Der Energiespeicher arbeitet mit Nanotechnologie sowie organischen Verbindungen und hört auf den Namen Flash-Battery. Mit dieser Technologie sollen normale Handy-Batterien bereits nach 30 Sekunden voll geladen werden können. Für die Batterie eines Elektroautos werden rund fünf Minuten genannt. Dann soll wieder genug Energie für eine Reichweite von rund 300 Meilen (umgerechnet 480 km) nachgeladen sein. Die neuen Batterien sollen zudem umweltfreundlicher in der Herstellung und beim Recycling, weniger brennbar und temperaturstabiler sein.

Flash Batterie store-dot
In 5 Minuten Strom für 480 km
1:00 Min.

Daimler und Samsung investieren

Dass die Technik funktioniert, hat Store-Dot erstmals Mitte Mai 2017 auf der Technologiemesse CUBE Tech Fair in Berlin vorgeführt. Nun folgte die nächste Demonstration: Innerhalb von fünf Minuten wurde der Akku eines Elektro-Rollers des Herstellers Torrot vollständig aufgeladen. „In der heutigen hektischen Gesellschaft kann eine fünfminütige Ladung, die durch ultraschnell aufladbare Batterien und die entsprechende Infrastruktur ermöglicht wird, ein Elektroauto für die Nutzer so attraktiv machen wie einen Benzin- oder Dieselantrieb“, erklärt Dr. Doron Myersdorf, Geschäftsführer von Store-Dot. Die Technologie soll nun schnellstmöglich auch bei vierrädrigen Elektrofahrzeugen angewendet werden.

Zu den Investoren von Store-Dot zählen unter anderem Samsung sowie der russische Milliardär Roman Abramowitsch. Weitere 60 Millionen Dollar hat das Unternehmen im September 2017 bei neuen Investoren eingesammelt. Darunter ist auch die Lkw-Sparte von Daimler, die zudem eine Platz im Board of Directors bei Stor-Dot erhalten. Eine denkbare Anwendung könnte die nächste Generation des Fuso eCanter sein. Auch der Mineralölkonzern BP ist inzwischen bei den Israelis eingestiegen und hat im Mai letzten Jahres 20 Millionen Dollar investiert.

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Fazit

Bisher ist ein Investment in das Start-up Store-Dot eine Wette auf die Zukunft. Bisher gibt es noch keine Informationen, wann die Serienfertigung startet oder wann die Produkte auf den Markt kommen. Zudem scheint der Schritt zur Batterie eines Elektroautos, die ungleich größer ist als jene eines elektrischen Rollers, noch weit zu sein. Ladezeiten so kurz wie Tankstopps sind also vorerst weiterhin eine nicht sehr realistische Wunschvorstellung.

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