Nissan Primastar dCi 170 Rossen Gargolov
Nissan Primastar dCi 170
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Van

Nissan Primastar dCi 170 im Test

Nissan Primastar dCi 170 im Test Alternative zum Multivan

Wenn andere sich neu erfinden, steigert das den Wert jener, die sich treu bleiben. Auftritt und Test des Primastar mit neun Sitzplätzen und viel Platz.

Ob uns die werten Kollegen der Zeitschrift "Psychologie Heute" wohl darum beneiden, dass wir exakt bemessen können, wie groß und schwerwiegend ein Problem sein kann? Will man es nicht gleich aus, sondern nur durch die Welt schaffen, darf es 2,34 m lang, 1,03 m breit, 1,24 m hoch und – einen leichtgewichtigen Fahrer vorausgesetzt – 16 Zentner schwer sein, damit der Primastar das erledigen kann. Er zählt mit der 3,2 m³ großen Ladehalle zu den zupackendsten der Volumen-Vans. Selbst 1.000 Liter können noch an Gepäck mit, gehen neun heitere Gesellen gemeinsam auf große Fahrt. Auf der verfeuert der Nissan – beim Testverbrauch von 8,4 l/100 km – pro Person 0,93 l/100 km Diesel. Macht 25 g CO2 pro km und Person; die Bahn liegt da laut Umweltbundesamt bei 40 g/km.

Rustikales Gestühl

In volleren Zügen und mit mehr Sicherheit lässt sich die Reise im Primastar genießen, seit Nissan ihn im Mai 2022 modellpflegte. Nun erhellt er die Nacht mit LEDs und unterstützt mit einer breiteren, bis auf den stressigen Spurhalter gut funktionierenden Assistenzabteilung. Zudem bekam er ein moderneres Infotainment ins Cockpit geräumt und da alles netter dekoriert. Dagegen kennzeichnet die dürren Bänke der Reihen zwei und drei eine Rustikalität, die noch aus der Zeit des ersten Primastar von 2002 stammt. Lässt sich bei der hinteren Garnitur die Lehne umklappen und alles nach vorn wickeln, so kann die ungelenke mittlere Sitzgruppe nur per Schnappverschluss entriegelt und rausgewuchtet werden. Dafür raten wir zu zupackenden Helfern oder erlebnisorientiertem Interesse an einem Bandscheibenvorfall.

Nissan Primastar dCi 170
Rossen Gargolov
Bis zu 9 Personen können im Primastar Platz nehmen. Die Sitzmöbel sind aber eher rustikal.

Der Kast-Kraft-Wagen

Nun aber den Startknopf gedrückt. Der Zweiliter selbstzündet mit einer Tat- und Klangkraft los, aus welcher sich durchaus Stolz auf sein Verbrennungsprinzip heraushören lässt. Wählhebel des Doppelkupplungsgetriebes auf "D", auf dass es betulich und nicht immer geschickt in sechs Gängen herumfischt, was der Motor aber mit seiner Wucht locker überspielt.

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Handling? Für das, was sich zwischen dem eilsamen Fahrer, der indirekten Lenkung und dem ganz auf Sicherheit abgestimmten Fahrwerk abspielt, trifft es "Rauferei" besser. Kurzweilig ist es allemal, dazu nicht mal unkomfortabel. Bei nicht mal günstigen 46.172 Euro startet die Kombination von kargem Neunsitzerbus und starkem Diesel. Andererseits: Während der VW T7 Multivan wie schon Mercedes’ V nun lieber Lebensstil als Lasten transportiert, bleibt der Primastar: eine beste Größe.

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Ja, es gibt nichts besseres für die langen Strecken in Deutschland.
Nein, Verbrennungsmotoren passen nicht zu modernem Umweltschutz.

Fazit

Für alle, die ein enorm großes Auto fahren, weil sie ein enorm großes Auto brauchen: uneitel, transportstark, effizient, überragend praktisch, nicht unkomfortabel oder immens sperrig. Bremsen und Assistenz? Sind noch okay.

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