Überraschend gut: Drei Diesel-Limousinen, die 2026 noch überzeugen

Alfa Romeo Giulia, BMW 3er und Mercedes C-Klasse
Welche Diesel-Limo bietet das beste Gesamtpaket?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.06.2026
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Drei Limousinen, Alfa Romeo Giulia 2.2 Diesel Q4, BMW 320d und Mercedes C 220d, fahren auf einer Landstraße. Die Fahrzeuge sind von hinten zu sehen, umgeben von blühenden Bäumen und einer hügeligen Landschaft.
Foto: Hans-Dieter Seufert

Mit einer Kombination aus Effizienz, Dynamik und Komfort bieten sie eine Alternative für all jene, die sich nicht dem Zeitgeist beugen möchten.

Alfa Romeo Giulia: Die Kunst des Fahrens

Die Alfa Romeo Giulia 2.2 Diesel Q4 überzeugt mit einem emotionalen Fahrerlebnis. Die Giorgio-Plattform mit Aluminiumfahrwerk (Doppelquerlenker vorn, Viereinhalb-Lenker hinten) sorgt für ein agiles Handling. Die Lenkung ist direkt übersetzt (11,9:1), könnte jedoch präzisere Rückmeldungen geben. Unterstützt wird das Fahrerlebnis durch die ZF-Achtstufenautomatik, die den 2,2-Liter-Dieselmotor mit 200 PS harmonisch ergänzt. Verbrauchswerte liegen bei 6,3 l/100 km im Testschnitt und 5,1 l/100 km auf der Eco-Runde.

Kritikpunkte betreffen die schwache Bremsleistung trotz Brembo-Bremsen sowie die Ergonomie der Vordersitze. Dennoch bleibt die Giulia ein Fahrzeug für Enthusiasten, das mit seiner Eleganz und dem Fokus auf Fahrspaß punktet.

BMW 320d: Dynamik trifft Nervosität

Der BMW 320d xDrive setzt auf Dynamik und Präzision. Mit seinem M-Sportpaket bietet er Sportbremse, adaptives Sportfahrwerk und Sportsitze. Der Motor ist effizient (Testschnitt: 6,2 l/100 km; Eco-Runde: 5,0 l/100 km) und liefert mit Mildhybrid-Technologie kraftvolle Performance.

Allerdings zeigt sich das Fahrwerk im Test auf schlechten Straßen zu straff, was den Langstreckenkomfort beeinträchtigt. Zudem wirken die Instrumente im Innenraum veraltet – ein Manko angesichts des hohen Testwagenpreises von rund 77.000 Euro.

Mercedes C-Klasse: Komfort als Stärke

Der Mercedes C220 d 4Matic glänzt mit dem OM-654-Motor samt integriertem Startergenerator (17 kW/200 Nm). Dieser überzeugt mit niedrigen Verbrauchswerten (Testschnitt: 5,9 l/100 km; Eco-Runde: 4,6 l/100 km) und Reichweiten von bis zu 1.434 Kilometern.

Das adaptive Fahrwerk bietet hohen Komfort auf langen Strecken. Auch wenn einige Bedienungselemente wie die Touchscreen-Klimaregelung Anlass zur Kritik liefern, bleibt der Gesamteindruck positiv. Der Testwagenpreis von etwa 83.000 Euro ist jedoch nicht ohne weiteres zu rechtfertigen.

Fazit