02/2020, Brabus Invicto Brabus Automotive
02/2020, Brabus Invicto
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02/2020, Brabus Invicto 8 Bilder

Brabus Invicto VR6 Plus

Unbezwingbare G-Klasse mit Panzerung

Brabus steht für mächtig Leistung, dicke Karosserien und edle Innenausstattungen. Nun kommt eine weitere Kompetenz hinzu: Sonderschutz-Fahrzeuge. Erstlingswerk mit Panzerung ist die Mercedes G-Klasse namens Invicto.

Brabus Automotive geht mit seinem Sonderschutz-Konzept einen neuen Weg. Statt die Bauteile des Schutzsystems einzeln in die Karosseriestruktur des Fahrzeugs einzuschweißen, haben sich die Ingenieure etwas Spezielles ausgedacht: Die sogenannte „Shelter Cell“, eine in sich geschlossene, selbsttragende Schutzzelle. Deren Elemente werden zerlegt in die Rohkarosserie eingesetzt und dann aufgestellt.

Nach Widerstandsklasse VR6 Plus zertifiziert

Das soll mehrere Vorteile aufweisen. Einerseits gibt es im Invicto VR6 Plus keine Fugen, weil sich das Material an den Nahtstellen entweder überlappt oder diese Stellen als „Labyrinth“ ausgeführt sind. Andererseits müssen die Einstiege nicht verengt werden. Der Aufbau des oberen Windschutzscheibenrahmens entsteht im 3D-Drucker, und auch beim Testen seiner Panzerungen betreibt Brabus Automotive eigenen Angaben zufolge einen besonders großen Aufwand. Mit seinen neuen Verfahren wollen die Bottroper das Schutz- und Qualitätsniveau erreicht haben, wie es Mercedes selbst bei einer Sonderschutz-G-Klasse gewährleistet.

02/2020, Brabus Invicto
Brabus Automotive
Im Vergleich zur normalen G-Klasse verfügt der Brabus Invicto über einen verstärkten Rahmen, ein ertüchtigtes Fahrwerk und Räder mit höherer Traglast.

Brabus hat den Invicto nach der Widerstandsklasse VR6 Plus zertifizieren lassen. Bedeutet: Das Auto hält Eisenkern-Geschosse des Kalibers 7,62 x 39 Millimeter ab, wenn sie aus zehn Metern von einem Sturmgewehr abgefeuert werden und die Einschlagsgeschwindigkeit etwa 720 m/s beträgt. Das Beschussamt attestiert dem Invicto zudem einen Ansprengschutz auf hohem Niveau; deshalb das Plus in der Widerstandsklasse.

Verstärktes Fahrwerk, größere Bremsen

Um dem Mehrgewicht von etwa einer Tonne Rechnung zu tragen, nimmt Brabus weitreichende Änderungen am Fahrwerk vor. Die Ruhrgebietler passen nicht nur die Vorder- und Hinterachskonstruktion an, sondern installieren auch eigens entwickelte Radaufhängungen und verstärken den Rahmen im Bereich der Längsträger und Federdome. Die Federn zeigen sich ebenso ertüchtigt wie die Stabilisatoren und die Stoßdämpfer. Größere Bremsen – vorne mit 401-Millimeter-Scheiben und Sechskolben-Sätteln, hinten mit 380er-Scheiben und Vierkolben-Sätteln – kommen ebenso zum Einsatz wie Räder mit höherer Traglast, die zudem über ein Notlaufsystem verfügen.

Unter der Marke Invicto (aus dem Lateinischen für „unbezwingbar“) bündelt Brabus Automotive künftig alle Aktivitäten, die mit Sonderschutz-Umbauten für Automobile zu tun haben. Die Mercedes G-Klasse ist das Erstlingswerk in diesem Bereich. Die Fertigung der Kleinserie soll im ersten Halbjahr 2020 starten.

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Fazit

Der Markt für Sonderschutz-Fahrzeuge wächst, der Bedarf scheint immer größer zu werden. Deshalb steigen neben den Umbau-Spezialisten stetig mehr Hersteller und Veredler ins Geschäft ein. Nun auch Brabus, das sich mit seinen eigenen Methoden und Entwicklungen von der Konkurrenz abheben möchte. Die G-Klasse ist dafür natürlich ein dankbarer Projektpartner. Andere Mercedes-Modelle dürften es den Bottropern schwerer machen.

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