06/2020, E.C.D. Land Rover Defender Project Family Vacation E.C.D. Automotive Design
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06/2020, E.C.D. Land Rover Defender Project Family Vacation 17 Bilder

E.C.D. Land Rover Defender Project Family Vacation

Mit Corvette-Power in die Wildnis

E.C.D. Automotive Design hat einen weiteren Restomod-Umbau auf Land Rover Defender-Basis fertiggestellt. Der neue Motor ist nur eines von vielen Highlights.

In dieser von der Ausbreitung des Coronavirus geprägten Zeit sind Fernreisen in der Regel nur schwer möglich und in mehrerlei Hinsicht auch nicht angebracht. Also entdecken viele Menschen aktuell wieder, wie schön ihre jeweilige Heimat ist. In manchen Regionen lässt sich sogar in totale Abgeschiedenheit vordringen. Und zwar am besten mit diesem Restomod-Defender aus dem Hause E.C.D. Automotive Design, der nicht umsonst den Projektnamen "Family Vacation" (Familienurlaub) trägt.

6,2-Liter-V8 aus der Corvette C6

Der Land Rover mit kurzem Radstand (D90) und Soft Top mag auf den Bildern zwar seinen bekannten spröden Charme versprühen, aber ursprünglich ist an dem Auto fast gar nichts mehr. Das liegt vor allem am neuen Motor: Anstelle des urigen Diesels tritt der LS3-V8 aus dem General Motors-Regal; ein 6,2-Liter-Monstrum, das eigentlich in der sechsten Corvette-Generation zum Einsatz kam. E.C.D. nennt für den Project Family Vacation zwar keine konkreten Daten, aber die 436 PS und maximal 575 Newtonmeter der C6 dürften als Anhaltspunkt reichen, um die Daten des Restomod-Offroaders einschätzen zu können.

06/2020, E.C.D. Land Rover Defender Project Family Vacation
E.C.D. Automotive Design
Hinter den breiteren Rädern sitzt eine neue Performance-Bremsanlage.

Der Motortausch geht natürlich mit weiteren tiefgreifenden technischen Änderungen einher. Es gibt ein neues manuelles Sechsgang-Getriebe, E.C.D. installiert eine Performance-Bremsanlage und die schwarz lackierten Achtspeichen-Stahlräder samt passender BF Goodrich-Offroad-Bereifung sind breiter und robuster als die Originale. Die Achsen bleiben im Serienzustand, während ein Fox-Fahrwerk mit Höherlegung die Geländeeigenschaften des Land Rovers optimiert.

Überrollkäfig und viel Offroad-Zubehör

Das klassische Erscheinungsbild, hervorgerufen von der glänzenden Lackierung in Coniston Green und dem schwarzen Verdeck, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Defender von Grund auf neu aufgebaut wurde. Seine Karosserie erhebt sich rund um einen Überrollkäfig, wodurch sich abnehmbare Seitentüren realisieren lassen. Auf der Motorhaube, die auch das Ersatzrad trägt, sowie an den Schwellern und im hinteren Seitenbereich hat E.C.D. großflächig dunkles Riffelblech angebracht.

Aber so richtig offroadig wird es erst durch den massiven Einsatz entsprechenden Zubehörs. Es beginnt vorne mit der neuen Kuhfänger-Stoßstange, die neben einer Seilwinde auch Zusatz-Scheinwerfer von Hella aufnimmt. Solche befinden sich auch oberhalb der Windschutzscheibe; neu sind zudem die Hauptscheinwerfer mit automatischer Einstellung. Auf dem Soft Top sitzt ein Dachgepäckträger, der sich über eine am Heck angebrachte Leiter erklimmen lässt. Hier sitzt rechts noch ein weiteres, vertikal ausgerichtetes Gerüst.

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E.C.D. Automotive Design
Neue Kuhfänger-Frontstoßstange mit Seilwinde und Hella-Zusatzscheinwerfern.

Innen trotz Gummimatten von edlem Charakter

Innen ist der E.C.D. Project Family Vacation eher von edlem Charakter; daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sich die Füße auf Gummimatten statt Teppiche betten. Sowohl die vorderen Sessel als auch die hinteren Klappsitze sind mit braunem Nappaleder bezogen, das wiederum mit Rautensteppung und farblich abgesetzten Stickereien aufgewertet wird. Das Armaturenbrett trägt schwarzes Nappaleder und zudem viel Holz in der Mittelkonsole sowie auf der Beifahrerseite. Durch diesen Werkstoff – und ziemlich viel Metall – zeichnet sich auch das Lenkrad aus. Die Türgriffe nehmen das Material auf; die Pforten sind innen zudem mit Vinyl ausgeschlagen.

Von den Instrumenten im Nostalgie-Look abgesehen geht es im Defender-Cockpit ziemlich modern zu. Das Infotainment-System stammt von Alpine und bietet Apple Carplay-Konnektivität, wobei Smartphones per USB gekoppelt, aber auch kabellos geladen werden können. Neue Lautsprecher und ein Subwoofer sorgen für akustische Unterhaltung, während die optimierte Klimaanlage die Temperaturen im Wohlfühl-Bereich hält. E.C.D. installiert zudem maßgeschneiderte Fahrrad-Halterungen.

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Fazit

Warum in die Ferne schweifen, wenn man den Familienurlaub auch in der heimischen Wildnis verbringen kann? Das passende Fahrzeug ist für ein solches Vorhaben natürlich unabdingbar, und der E.C.D. Project Family Vacation scheint für eine derartige Reise perfekt gerüstet zu sein. Das für ihn nötige Budget dürfte die Urlaubskasse allerdings heftig belasten.

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